Die Fastenzeit ist längst nicht mehr nur an religiöse Überzeugungen geknüpft. Heute wird sie von uns als Einladung an uns selbst gesehen, innezuhalten, den Körper zu entlasten und neue Energie zu tanken. Dabei gibt es verschiedene Wege. Wir finden die passende Fasten-Art für Sie.
Verzicht mit Vorzügen: Welche Fasten-Art passt zu Ihnen?
Sie wollen fasten, wissen aber nicht so recht, welche Art am besten für Sie ist? Wir haben die beliebtesten Wege für Sie zusammengefasst – vom Klassiker bis zum modernen Bio-Hacking.
#1 Der moderne Liebling: Intervallfasten (16:8)
Es ist der unkomplizierte Star unter den Fasten-Methoden. Hier wird nicht auf was, sondern auf wann geachtet. Die beliebteste Variante ist die 16:8-Methode: Sie fasten 16 Stunden und essen innerhalb von 8 Stunden zwei bis drei Mahlzeiten.
Der Benefit: Ihr Stoffwechsel kommt zur Ruhe und die Zellerneuerung wird angekurbelt – perfekt für den Alltag, ohne dass die Geselligkeit beim Abendessen zu kurz kommt.
#2 Der Klassiker: Heilfasten nach Buchinger
Hier geht es ans Eingemachte. Beim klassischen Heilfasten wird für eine bestimmte Zeit (meist 5 bis 14 Tage) komplett auf feste Nahrung verzichtet. Erlaubt sind Gemüsebrühen, Säfte, Tees und viel Wasser.
Der Benefit: Ein intensiver Hausputz für den Körper. Es wirkt entzündungshemmend, reguliert den Blutdruck und sorgt oft für ein unglaubliches "Fasten-High" – ein Gefühl von mentaler Klarheit und Leichtigkeit.
#3 Die sanfte Tour: Basenfasten
Sie möchten nicht hungern, aber Ihren Säure-Basen-Haushalt ins Gleichgewicht bringen? Dann ist Basenfasten ideal. Hier landen nur Lebensmittel auf dem Teller, die basisch verstoffwechselt werden: viel frisches Gemüse, Obst, Kräuter, Keimlinge und hochwertige Öle. Säurebildner wie Fleisch, Milchprodukte, Zucker, Kaffee und Alkohol bleiben draußen.
Der Benefit: Ihre Haut beginnt zu strahlen, das Bindegewebe wird gefestigt und Sie fühlen sich insgesamt wacher und weniger "übersäuert".
#4 Bewusster Verzicht: Genussmittel-Fasten
Es muss nicht immer die ganze Ernährung sein. Viele nutzen die Wochen vor Ostern ganz gezielt, um schlechte Angewohnheiten zu hinterfragen. Der Klassiker: 7 Wochen ohne Zucker, Alkohol, Nikotin oder – ganz modern – ohne Social Media.
Der Benefit: Sie brechen Automatismen auf und gewinnen echte Freiheit zurück. Ihr Belohnungssystem im Gehirn lernt wieder, sich über die kleinen, echten Dinge zu freuen.
Wie sollte man richtig Fasten?
Fasten ist keine Strafe, sondern eine wohltuende Pause für Ihren Körper. Damit die Kur zum Erfolg wird, sollten Sie diese essenziellen Schritte beachten:
- Sanfter Einstieg: Beginnen Sie zwei Tage vorab mit leichter Kost (viel Gemüse, kein Alkohol), um den Stoffwechsel zu entlasten.
- Die passende Methode: Wählen Sie eine Form, die zu Ihrem Alltag passt – ob das unkomplizierte Intervallfasten (16:8), das reinigende Heilfasten oder das genussvolle Basenfasten.
- Viel Flüssigkeit: Trinken Sie mindestens 2,5 Liter am Tag (stilles Wasser oder Kräutertees), um den Entgiftungsprozess aktiv zu unterstützen.
- Moderate Bewegung: Sanftes Yoga oder Spaziergänge an der frischen Luft bringen den Kreislauf in Schwung, ohne ihn zu überfordern.
- Bewusstes Fastenbrechen: Beenden Sie die Kur behutsam, idealerweise mit einem gedünsteten Apfel. Geben Sie Ihrem Magen Zeit, sich wieder an feste Nahrung zu gewöhnen.
Das Wichtigste: Hören Sie stets auf Ihr Bauchgefühl. Fasten soll Ihnen Energie schenken, nicht rauben.






























