Finanzen: Über Geld spricht Frau eben doch

Über Geld spricht man nicht. Oder besser gesagt: Über Geld spricht „Mann“ nicht. Warum es so wichtig ist, dass vor allem Frauen das endlich ändern und wieso das Thema in der deutschen Gesellschaft überhaupt zum Schreckgespenst geworden ist, möchten wir Ihnen hier näherbringen.

Kochen mit wenig Geld - Auch mit wenig Geld kann jeden Tag ein ausgewogenes Gericht gezaubert werden Über Geld spricht Frau eben doch © Thinkstock

Geld ist nicht alles im Leben, doch wenn es fehlt, ruft das viele Probleme hervor. Aus diesem Grund spielt es in der westlichen Gesellschaft seit vielen Jahrhunderten eine tragende Rolle. Und bevor es das Geld war, waren es eben Waren, Gold oder andere Zahlungsmittel. Dennoch hat das Geld hierzulande einen höheren Stellenwert als in vielen anderen Kulturen. Gleichzeitig scheint es ein absolutes Tabuthema zu sein. Oft wissen nicht einmal gute Freunde oder sogar Liebespaare voneinander, wie viel der andere wirklich verdient. Wie teuer das neue Eigenheim des befreundeten Paares war? So etwas fragt man nicht! Ob jemand für seinen Neuwagen einen Kredit aufgenommen hat, bei welcher Bank und in welcher Höhe? Es wäre beinahe unverschämt, so genau nachzuhaken. Wie viel Gehalt pro Monat auf Ihr Bankkonto fließt, dürfen Sie gar nicht verraten, richtig?

 

Warum Sie über Ihr Gehalt sprechen dürfen – und sollten

Falsch! Vielleicht liegt es (auch) an diesem Irrtum, dass sich die große Scheu in unserer Gesellschaft eingebürgert hat, nicht über Geld im Allgemeinen zu sprechen. Denn viele Arbeitnehmer gehen davon aus, dass sie mit ihren Kollegen oder überhaupt nicht über die Höhe ihres Einkommens sprechen dürfen.

Befeuert wird diese Überzeugung durch entsprechende Klauseln, welche in vielen Arbeitsverträgen enthalten sind. Demnach sei es untersagt, über das Gehalt zu sprechen. Punkt. Eine genaue Eingrenzung, wann, wo oder mit wem das untersagt sein soll, ist den Verträgen in der Regel allerdings nicht zu entnehmen. Muss es auch nicht, denn laut Rechtsprechung des Bundesarbeitsgerichtes sind solche Verschwiegenheitsklauseln ohnehin unwirksam.

Der Grund dafür liegt in ihrem Widerspruch zum sogenannten Gleichbehandlungsgrundsatz sowie zum Entgelttransparenzgesetz. Über Ihr Gehalt offen zu sprechen, würde also die Fairness fördern und zum Abbau des Gender-Pay-Gap beitragen.

 

Gender-Pay-Gap: Frauen verdienen nach wie vor weniger als Männer

In Deutschland klafft nämlich nach wie vor eine Lücke zwischen den Gehältern von Männern und Frauen, das ist kein Geheimnis. Nicht nur verdienen Frauen insgesamt weniger, was sich noch durch Teilzeitarbeit oder Auszeiten vom Beruf zugunsten der Kindererziehung erklären ließe.

Stattdessen ist es so, dass in vielen Jobs Männer mit vergleichbarer Qualifikation oder Erfahrung mehr verdienen als Frauen. Der einzige Unterschied liegt also im Geschlecht. Dieser sogenannte „Gender-Pay-Gap“ hat sich zwar in den letzten Jahren stetig verschmälert, liegt aber nach Bereinigung immer noch bei etwa 4,5 Prozent. Was unfair klingt, ist jedoch leider nicht ganz unverschuldet.

 

Frauen müssen endlich für sich selbst einstehen

Eine Ursache des Problems liegt auch darin, dass Frauen schlichtweg nicht über Geld sprechen. Damit sind sie hierzulande in guter Gesellschaft, dennoch fassen Männer deutlich häufiger den Mut, eine Gehaltserhöhung zu fordern. In diese Gehaltsverhandlung gehen sie zudem selbstbewusster und mit höheren Ansprüchen als viele berufstätige Frauen.

Letztere warten lieber, bis der Arbeitgeber von selbst eine Gehaltserhöhung offeriert. Dass das selten bis nie passiert, liegt meist auf der Hand. Eigentlich sollten Sie spätestens alle zwei Jahre nach mehr Geld fragen. Allein schon, um die Inflation auszugleichen. Ansonsten verdienen Sie genau genommen kontinuierlich nicht gleich viel, sondern mit der Zeit sogar immer weniger. Fällt die Gehaltserhöhung zu niedrig aus, wird sie kurzerhand durch die kalte Progression wieder aufgefressen.  

Zudem können Sie Erfolge wie ein abgeschlossenes Projekt als Anlass nutzen, um einen Termin für eine Gehaltsverhandlung zu vereinbaren.

Es kommt aber nicht nur auf das Ob an. Stattdessen spielt auch das Wie eine tragende Rolle. Selbstbewusstsein, die richtigen Argumente sowie eine klare Vorstellung davon, wie viel mehr Sie verdienen sollten und weshalb, sind dabei die Schlüssel zum Erfolg.

Zumindest in der Theorie wäre eine Gleichbezahlung also durchaus möglich. Dass vielerorts noch Ungerechtigkeit herrscht, ist teilweise auch die eigene Schuld berufstätiger Frauen. Ausnahmen bestätigen natürlich die Regel. Dann wäre da noch eine weitere Kuriosität: Anscheinend empfinden es viele Damen nicht einmal als ungerecht, dass Männer in vergleichbarer Position mehr verdienen. Sie sind zufrieden mit ihrem Gehalt und haben diesbezüglich kein Problembewusstsein.

 

Zufriedenheit in allen Ehren, aber…

…wo Ungerechtigkeit herrscht, sollte diese auch bekämpft werden oder etwa nicht? Zufriedenheit ist eine löbliche Eigenschaft, welche in unserer Konsumgesellschaft selten geworden ist. Irgendwie scheint es aber in den Genen zu liegen, dass Frauen oftmals geringeren Wert auf ein hohes Einkommen legen als Männer. Sie definieren sich weniger über ihren beruflichen Erfolg, dafür häufig eher über

  • ihr Aussehen oder
  • ihre soziale Stellung.

Bei Männern sind es andere Attribute, die angestrebt werden:

  • Reichtum,
  • Macht und
  • Stärke.

Ein gutes Einkommen gehört zu ihrem Selbstverständnis. Geldprobleme würden hingegen als Schwäche assoziiert. Während Männer sich also etwas mehr in Zufriedenheit üben sollten, könnten sich viele Frauen von ihnen noch in puncto Ehrgeiz eine Scheibe abschneiden.

Dass sich viele Menschen, vor allem Männer, so mit ihrem Vermögen identifizieren, führt auch dazu, dass sie deutlich seltener über ihre Geldprobleme, Schulden oder gar eine Insolvenz sprechen. Auch bei vielen Frauen handelt es sich dabei um ein Tabuthema. Dabei sind sie statistisch gesehen häufiger von einer Überschuldung betroffen.

Die gute Nachricht: Frauen legen bei diesem Thema zumindest gegenüber ihrer Familie oder ihren engsten Freunden oft noch etwas mehr Offenheit an den Tag. Eine Offenheit, die sie auch bezüglich ihres Einkommens zukünftig pflegen sollten.

 

Geld wird ein viel zu hoher Stellenwert beigemessen

Dass niemand in Deutschland so richtig über Geld sprechen mag, liegt vor allem in zwei Ursachen begründet: Einerseits fehlt es an Selbstwertgefühl und andererseits an Vertrauen. Irgendwie ist bei den meisten Menschen hierzulande also sowohl die Beziehung zu sich selbst als auch jene zu anderen Personen bei diesem Thema gestört.

Wenn Sie über ein gesundes Selbstwertgefühl verfügen, wissen Sie, dass Geld nichts mit Ihrem Wert als Person zu tun hat. Ob Sie reich oder arm, selbstständig oder arbeitslos, Immobilieneigentümer oder überschuldet sind, sollte Ihre Selbstliebe und Ihr Glück eigentlich nicht beeinflussen und ebenso wenig die Meinung Ihres sozialen Umfeldes.

Dennoch scheinen viele Menschen nicht darauf zu vertrauen, dass sich die Beziehung zu Freunden, Kollegen oder auch zur Familie nicht ändert, wenn sie offen über Geld sprechen würden. Denn wer viel besitzt, befürchtet Neid. Wer wenig besitzt, befürchtet Ausgrenzung.

Leider lassen sich beide Befürchtungen nicht pauschal entkräften. Aufgrund ihres geringen Selbstwertgefühls, gibt es schließlich tatsächlich Menschen, welche neidisch werden, wenn jemand anderes mehr verdient oder besitzt als sie selbst. Sie wären mit diesem Wissen nicht mehr in der Lage, eine gesunde soziale Beziehung aufrechtzuerhalten, würden vielleicht versuchen, das Gegenüber auszunutzen oder ihm gezielt zu schaden.

Es ist genau diese bereits erwähnte Zufriedenheit, die viele Frauen haben, die aber zahlreichen anderen Menschen fehlt und zwar längst nicht nur Männern. Gehaltsneid ist ein großes Thema in der deutschen Gesellschaft.

 

Geld verdirbt den Charakter – oder doch nicht?

Doch die Angst vor Neid ist nicht der einzige Grund, weshalb Menschen nicht gerne über Geld sprechen. Vor allem Reiche halten sich gerne bedeckt, schließlich fürchten sie einerseits Diebstahl oder andere „Neidattacken“ von Fremden oder sogar Bekannten.

Andererseits gilt in unserer Gesellschaft gemeinhin die Überzeugung, Geld verderbe den Charakter. Wer sich demnach als reich „outet“, dem werden schnell unlautere Machenschaften oder Eigenschaften wie Skrupellosigkeit unterstellt. Tatsächlich gibt es viele Menschen, welche ihren Reichtum auf Kosten anderer erworben haben. Narzissten und starke Egomanen sind in vielen Führungsetagen überdurchschnittlich häufig zu finden.

Dennoch ist der Zusammenhang umgekehrt: Geld verdirbt nicht den Charakter, sondern ein verdorbener Charakter kommt oftmals leichter sowie schneller an Geld. Um eben nicht ihr „Image“ zu riskieren, machen viele Reiche daher lieber ein Geheimnis um ihren Wohlstand, auch, wenn sie eigentlich nicht zu diesen „verdorbenen“ Charakteren gehören.

 

Die Tabuisierung verschärft das Problem

Ja, Geld hat einen zweifelhaften Ruf. Je weniger in Deutschland darüber gesprochen wird, umso schlechter wird er. Plötzlich geben sich die Menschen, die wirklich reich sind, übertrieben bescheiden. Wer hingegen nur wenig hat, trägt gerne dick auf und lässt die Welt mit Absicht in dem Glauben, jeden Monat einen dicken Gehaltsscheck nach Hause zu bringen.

Die Wahrheit kennt in der Regel nur der Ehepartner beziehungsweise die Ehepartnerin und das wohl auch nur aufgrund der gemeinsamen Steuererklärung. Wir leben somit in einem Land, in welchem das Thema Geld häufig mehr Schein als Sein ist. Welche Probleme das nach sich zieht, machen Stichworte wie der Gender-Pay-Gap oder das Entgelttransparenzgesetz deutlich.

Da sich hierzulande mittlerweile kaum noch jemand traut, über sein Gehalt zu sprechen, sollen nun gesetzliche Änderungen die Kehrtwende bringen. Gemäß Entgelttransparenzgesetz hat seit dem 6. Juli 2017 jeder Arbeitnehmer in einem Unternehmen mit mehr als 200 Mitarbeitern das Recht auf Auskünfte zur Bezahlung gleichwertiger Tätigkeiten im eigenen Unternehmen.

Auf gut Deutsch: Sie können nachfragen, was die Kollegen verdienen. Zwar erhalten Sie nur anonymisierte Durchschnittswerte, dennoch aber wichtige Hinweise darauf, ob Ihre Bezahlung fair ist oder eben doch schon bald eine Gehaltserhöhung notwendig wäre. Ein Gesetz, dass man sich hätte sparen können, wenn die Deutschen nur endlich ganz natürlich über Geld sprechen würden.

 

Vorbild sein für die Kinder bedeutet auch, sie den Umgang mit Geld zu lehren

Ab sofort einfach wild allen Kollegen zu erzählen wie viel Sie verdienen oder auf Ihrer Facebook-Seite ein Foto Ihres Gehaltsschecks zu posten, ist natürlich nicht empfehlenswert. Obwohl entsprechende Vertragsklauseln ungültig sind, sollten Sie sich nicht den Unmut Ihres Arbeitgebers einfangen.

Dennoch ist es dringend an der Zeit, das Thema Geld zu enttabuisieren – zumindest im Familien- sowie Freundeskreis. Nur so kann die deutsche Gesellschaft endlich einen gesunden Umgang mit Finanzthemen finden und vielleicht wieder Zufriedenheit lernen. Einen gesunden Umgang mit Geld sollten schließlich auch die eigenen Kinder lernen, und zwar so früh wie möglich, etwa im Rahmen des Taschengeldes.

Wenn niemand darüber spricht, ist das aber nicht machbar und so werden auch Ihre Kinder und Kindeskinder mit großer Wahrscheinlichkeit eines Tages dem Geld einen viel zu hohen Stellenwert beimessen. Sie werden sich darüber definieren und sie werden neidisch sein, wenn der Bruder oder die beste Freundin mehr verdient, das schönere Haus oder mehr PS im Sportwagen hat. Allein schon, um Ihren Kindern ein gutes Vorbild zu sein, sollten Sie also endlich anfangen, offen mit dem Thema Geld umzugehen.

 

Finanzielle Probleme sind kein Grund zur Scham

Zudem könnte mehr Offenheit auch wieder zu mehr Menschlichkeit führen. Denn wer Geldprobleme hat, schämt sich oftmals dafür. Die Folgen können Heimlichtuerei, sozialer Rückzug bis hin zu Depressionen sein. Und all das nur, weil Sie sich über dieses Thema stur ausgeschwiegen haben. Denn wie Sie bestimmt wissen, hilft es bei Problemen meist schon, sie anzusprechen – beim Partner, der besten Freundin oder dem Therapeuten. Ein offenes Ohr zu finden oder sozialen Rückhalt zu genießen, lässt die Probleme plötzlich weniger schlimm wirken und prompt findet sich eine Lösung.

Wenn Sie also anfangen, mit Ihren Vertrauenspersonen offen über Geld zu sprechen, werden Sie viel Verständnis und Hilfe erfahren. Vielleicht kennt jemand einen Steuerberater, der Ihnen bei einem Kaffee eine kostenlose Schuldenberatung zukommen lässt. Vielleicht helfen Ihnen Ihre Eltern mit einem kleinen Privatkredit aus. Vielleicht ist Ihr Kind verständnisvoller und nicht mehr so zornig, wenn es weiß, warum es an Weihnachten nicht das teure Geschenk seiner Wünsche unter dem Baum gefunden hat. Nur durch Offenheit kann auch (wieder) Vertrauen entstehen, in einer Gesellschaft, die von Neid, Unzufriedenheit, Egoismus und Misstrauen zerfressen scheint.

 

Geld als Tabuthema ist ein kulturelles Alleinstellungsmerkmal

Dies ist natürlich nur ein Erklärungsversuch von vielen. Nein, das soll nicht bedeuten, dass die deutsche Gesellschaft von Grund auf schlecht ist. Zumindest nicht schlechter oder besser als andere kapitalistisch geprägte Gesellschaften. Fakt ist aber, dass kein anderes Land auf der Welt eine so große Scheu vor dem Thema Geld hat wie wir.

In den USA beispielsweise pflegt man einen weitaus offeneren Umgang mit den eigenen Finanzen. Dort wird Reichtum in einen direkten Zusammenhang mit Fleiß gesetzt, ist also sehr positiv besetzt. Wer Grund zum Neid hat, muss sich eben mehr anstrengen. In Deutschland gehen hingegen viele Menschen davon aus, dass sie ihren beruflichen und damit auch finanziellen Erfolg nur bedingt selbst in der Hand haben. Sie schieben ihr Schicksal eher auf das Elternhaus, die Bildung oder auch ein bisschen Glück beziehungsweise Pech. Welche der beiden Einstellungen nun richtig oder falsch ist, lässt sich nicht beurteilen. Vermutlich liegt die Wahrheit irgendwo in der Mitte.

Darum soll es aber an dieser Stelle auch nicht gehen. Es handelt sich nur um einen weiteren Erklärungsversuch und zwar jenen, dass die Deutschen sich in puncto Geld machtlos und deshalb auch oftmals ungerecht behandelt fühlen. Das beste Beispiel dafür ist der eingangs erwähnte Gender-Pay-Gap. Auf den ersten Blick wirkt er ungerecht, auf den zweiten zumindest teilweise selbstverschuldet.

Weitere Beispiele gäbe es viele. Endlich über Geld zu sprechen, könnte die deutsche Gesellschaft also auch aus ihrer Unmündigkeit holen und die Menschen dazu verleiten, ihr Schicksal verantwortungsvoll selbst in die Hand zu nehmen, so weit dies eben möglich ist.

 

Warum gerade Frauen endlich über Geld sprechen sollten

Das gilt vor allem für Frauen, denn diese sind deutlich häufiger als Männer von der (Alters-) Armut betroffen. Oft verstecken sie sich hinter scheinbarer Unmündigkeit, verlassen sich auf ihre Ehepartner oder trauen sich eine eigene Karriere schlichtweg nicht zu. Dabei wird meist nicht einmal in Liebesbeziehungen offen über Geld gesprochen. Geschweige denn trauen sich viele Frauen, von ihrem Partner finanzielle Gegenleistungen zu fordern, wenn sie beruflich und damit auch finanziell der Kinder wegen zurückstecken. Gerade bei unterschiedlich hohen Einkommen, sollte man sich in einer Beziehung über dieses Thema austauschen und Absprachen über die finanzielle Zukuft treffen.

Scheitert die Beziehung, so stehen sie anschließend ohne Job, ohne Vermögen und Altersvorsorge da. Kein Wunder, dass in Deutschland viel mehr Frauen am Existenzminimum leben als Männer, vor allem alleinerziehende Mütter.

Über Geld zu sprechen, wäre also längst nicht nur im Job, sondern auch in der eigenen Beziehung der erste Schritt auf dem Weg zur Gerechtigkeit. Solange die Frauen aber noch darauf warten, dass der Mann diesen ersten Schritt macht, wird sich vermutlich auch in vielen Jahren und Jahrzehnten noch nichts geändert haben.

 

Fazit

Last but not least, pflegen Frauen schlichtweg einen offeneren Umgang mit ihren Ängsten, Emotionen und Wünschen, als die Herren der Schöpfung. Auch hier bestätigen Ausnahmen die Regel. Frauen dürfte es also leichter fallen, über Geld im Allgemeinen, eventuelle Geldsorgen, finanzielle Ziele und andere Fragen rund um den Kontostand zu sprechen. Allein das ist schon Grund genug, warum es an der Zeit ist, dass Sie ein Exempel statuieren und endlich das Tabu brechen.

Deshalb geht dieser Appell an die Damenwelt, um endlich den längst überfälligen Wandel in unserer Gesellschaft bezüglich des Umgangs mit Geld anzustoßen und dadurch viele Probleme wie Ungerechtigkeit, Unzufriedenheit oder Unwissenheit zu lösen.

Machen Sie das sich selbst zuliebe, um diese große Last des Geheimnisses namens „Geld“ loszuwerden. Machen Sie das Ihren Kindern zuliebe, damit sie einen gesunden Umgang mit dem Thema Geld lernen. Und machen Sie das der Gesellschaft zuliebe, damit sie endlich begreift, dass Geld eine weitaus geringere Bedeutung hat als ihm durch die ständige Mystifizierung beigemessen wird. Zuletzt sollten Sie natürlich auch endlich mit Ihrem Arbeitgeber über das Thema Geld sprechen, um den Gender-Pay-Gap endgültig zu schließen.

 
Schlagworte: