27. Juli 2021
Gemüse marinieren und grillen: Rezept und Anleitung

Perfekt gegrillte Gemüsepäckchen

Gemüse grillen – wie bleibt es schön saftig? Mit diesem Rezept zaubern Sie saftig-würzige Gemüsepäckchen, die Sie als vegetarische Hauptspeise servieren können, aber die auch als Beilage zu Fleisch einen sehr guten Job machen.

Wer sich vegetarisch ernährt, hat beim Grillen öfter noch das Nachsehen. Den größten Platz auf dem Rost nehmen meist doch Würstchen, Nackensteak und Kotelett ein. Unsere Gemüsepäckchen werden aber ALLE Grill-Fans begeistern, denn als Beilage oder als Hauptgericht schmecken sie einfach super. Verwenden Sie am besten Saisongemüse aus der Region, denn es schmeckt zur Hochzeit einfach am besten – kurze Transportwege und das Unterstützen von heimischen Bauern ist im Rahmen von Nachhaltigkeit zudem zeitgemäß.

Grillgemüse: Welches Gemüse eignet sich zum Grillen?

Damit das Gemüse gleichmäßig gar ist, sollten Sie Sorten mischen, die einen ähnlichen Garzeitraum haben. Die Zutaten in unserem Rezept passen dafür hervorragend zusammen, denn es sind weiche Gemüsesorten, die sich in ihren Garzeiten nicht unterscheiden. Zum direkten Grillen eignen sich so ziemlich alle Gemüsesorten wie Auberginen, Zucchini, Tomaten, Zwiebeln, Lauch, Paprika oder Pilze. Auch Spargel können Sie in der Saison direkt über der Glut grillen. Langsamer, schonender, aber genauso lecker, gart das Gemüse, wenn Sie es indirekt grillen, also abseits der Hitze mit geschlossenem Deckel.

Kann man Tiefkühlgemüse grillen?

Wie in der Küche gilt auch beim Grillen: Tiefkühlgemüse kann eine tolle Alternative zu frischem Gemüse sein. Es wird kurz nach dem Ernten schockgefroren, sodass Vitamine und Nährstoffe gut erhalten bleiben. Wenn Sie Tiefkühlgemüse grillen möchten, sollten Sie es lediglich schonend einige Stunden vorher im Kühlschrank auftauen lassen. Anschließend können die unterschiedlichen Gemüsesorten wie frisches Gemüse am Grill verarbeitet werden.

Gibt es auch Gemüsesorten, die man nicht so gut auf dem Grill zubereiten kann?

Eigentlich eignen sich alle Gemüsesorten zum Grillen – manche sollte man allerdings vorkochen, damit Sie auf dem Grill auch wirklich gar werden und sich die Grillzeit verkürzt. Dies gilt zum Beispiel für feste Gemüsesorten wie Kartoffeln oder Mais, bzw. Maiskolben. Gemüsesorten wie Blumenkohl oder Brokkoli gehören zwar ebenfalls zum festen Gemüse, aber wenn Sie es in kleine Röschen zerteilen, brauchen Sie die Kohlsorten nicht vorab zu kochen. Probieren Sie es einfach aus – wenn es Ihnen nur gegrillt zu knackig ist, dann blanchieren Sie das Grillgemüse vorher.

Tipp: Auch wenn sich die Garzeiten der einzelnen Gemüsesorten leicht unterscheiden können – bei der optimalen Grilltemperatur sind sich alle einig! Wählen Sie hier eine mittlere Grilltemperatur von 160 bis 175 °C, um ein köstliches Grillergebnis zu erzielen. Bei dieser Grilltemperatur bleibt zudem der Nährstoffgehalt der jeweiligen Gemüsesorten erhalten. Überprüfen Sie die Temperatur zwischendurch mit einem Grillthermometer.

Gemüse grillen: Auf die richtige Garzeit kommt es an

Ganz egal ob hartes oder weiches Gemüse – haben Sie Garzeit, Methode und Temperatur im Griff, gelingt das vegetarische Grillvergnügen garantiert! Wir verraten, wie Sie die gängigsten Gemüsesorten am besten grillen können.

  • Auberginen schneiden Sie am besten in dicke Scheiben. Diese lassen sich bei 160-180 Grad und einer Garzeit von 5-8 Minuten grillen.
  • Auch die Zucchini gelingt am besten, wenn sie zuvor in Scheiben geschnitten wird. Und dann für ca. 3-5 Minuten und bei 150-160 Grad ab auf den Grill damit!
  • Ein Klassiker auf dem Grill ist der Maiskolben, der unbedingt im Ganzen und für ca. 15-20 Minuten bei 150-160 Grad gegrillt werden sollte.
  • Wie wäre es zur Abwechslung mal mit Champignons? Sie gelingen bei 150-160 Grad und einer Garzeit von 8-10 Minuten.
  • Auch Paprika lässt sich herrlich auf dem Grill zubereiten. Wer die Paprika im Ganzen grillen möchte, macht dies am besten indirekt, in Scheiben grillt man sie besser direkt – und zwar 4-5 Minuten lang und bei einer Temperatur von 150-160 Grad.

Rezept für Gemüsepäckchen

Zutaten

  • 1 Zucchini
  • 1 Paprikaschote
  • 1 Aubergine
  • 150 g Cocktailtomaten
  • 200 g Champignons
  • 80 g Feta
  • 50 ml Olivenöl
  • 2 EL Zitronensaft
  • 2 Knoblauchzehen
  • 2 TL Thymian
  • 1 TL Oregano
  • Salz, Pfeffer

Zubereitung

  1. Waschen Sie Zucchini, Paprika und Aubergine und schneiden Sie alles in mundgerechte Stücke.
  2. Putzen und vierteln Sie die Champignons und geben Sie die Tomaten in eine kleine Schüssel, um sie mit kochendem Wasser zu übergießen.
  3. Sobald die Schale der Tomaten aufgeplatzt ist, können Sie diese ganz einfach abziehen und das Fruchtfleisch vierteln. Das Wasser kann entsorgt werden.
  4. Geben Sie das Gemüse in eine Schüssel und bröckeln Sie den Feta darüber. Dann können Sie Olivenöl, Zitronensaft sowie die Kräuter in einen Rührbecher geben, die Marinade mit Pfeffer und Salz abschmecken und die Knoblauchzehen dazu pressen, bevor sie alles gründlich verrühren.
  5. Die Gemüse-Käse-Mischung wird nun mit der Marinade begossen und vorsichtig vermengt. Danach geben Sie jeweils drei Esslöffel des Gemüses auf ein Stück Alufolie und verschließen diese zu einem Päckchen.
  6. Auf dem Grill werden die vegetarischen Taschen rund 15 Minuten lang gegart.

    Alufolie auf dem Grill: Gesundheitsschädlich oder nicht?

    Dass Gemüse meist in Alufolie gewickelt auf dem Grill landet, wirft bei vielen Menschen Fragen auf – sie fürchten nämlich, dass diese Art der Zubereitung gesundheitsschädlich ist. Und damit liegen sie auch nicht ganz im Unrecht: Falsch angewendet, stellt Alufolie tatsächlich ein Gesundheitsrisiko dar, schließlich können sich kleinste Bestandteile aus der Folie lösen und somit auf das Grillgut übergehen. Andererseits dient Alufolie aber auch als Schutzbarriere, die Rauchpartikel und damit natürlich auch krebserregende Stoffe von Fleisch und Grillgemüse fernhält.

    Im Umkehrschluss bedeutet dies, dass Sie beim nächsten Grillen nicht auf Alufolie zu verzichten brauchen – viele Gerichte kommen ohne diese ja auch gar nicht aus! Achten Sie aber darauf, dass die Alufolie weder mit Salz noch mit Säure in Berührung kommt – diese lösen nämlich Aluminiumionen aus der Folie. Würzen Sie Ihr Grillgut also lieber immer erst NACH dem Grillen. Auch salzige Marinaden und Lebensmittel sollten besser nicht in Alufolie gegrillt werden.

    Übrigens: Auch Aluminiumschalen sind keine wirkliche Alternative zu Alufolie, denn auch hier darf das Würzen erst nach dem Grillen vom Gemüse stattfinden. Besser für die Zubereitung von Grillgemüse geeignet sind wiederverwendbare Grillschalen aus Edelstahl.

    Grillmarinade zu gegrilltem Gemüse

    Ideale Begleiter zu Grillgemüse sind Kräuter-Öl-Marinaden.

    Zutaten

    • 1 Bund Basilikum
    • 2 Zweige Rosmarin
    • 2 Knoblauchzehen
    • 5 EL Olivenöl
    • 2 TL Honig
    • Salz, Pfeffer

    Zubereitung

    1. Die Kräuter waschen und im Anschluss kleinschneiden. Zusammen mit Olivenöl und Honig in einen Becher füllen. Dann die Knoblauchzehen schälen und hineinpressen. Noch ein wenig Salz und Pfeffer dazu, fertig ist die leckere Marinade zum Gemüse.

    Auch lecker zu Gegrilltem: Salsa-Dip >>

    Gemüse grillen: Grillspieße sind eine leckere Alternative

    Sie suchen noch nach einer Alternative zu Gemüsepäckchen? Dann haben wir hier etwas für Sie: Mit unseren leckeren Grillspießen mit Thymian-Knoblauch-Marinade zaubern Sie sich noch mehr Abwechslung auf den Grill.

    Gemüsespieße mit Thymian-Knoblauch-Marinade

    © FOODkiss
    40 Minuten
    30 Minuten
    10 Minuten

    Zutaten

    für 4 Portionen
    • 1 Bund Thymian
    • 1 Bio-Zitrone
    • 2 Knoblauchzehen
    • 8 EL Olivenöl
    • 2 Zucchini
    • 12 Frühlingszwiebeln (mit runden Zwiebeln)
    • 200 g kleine Kirschtomaten
    • Salz, Pfeffer
    • 8 Holzspieße (20 cm)

    Zubereitung

    1. Den Thymian waschen, trocken schütteln, die Blättchen abstreifen und fein hacken. Die Zitrone heiß abwaschen, abtrocknen und 1⁄2 TL Schale abreiben. Den Knoblauch schälen und durchpressen. Thymian, Zitronenschale und Knoblauch in einem Schälchen mit dem Olivenöl verrühren.
    2. Zucchini waschen, längs halbieren und in Stücke schneiden. Von den Frühlingszwiebeln das Grün abschneiden und anderweitig verwenden. Die Zwiebeln waschen, von den Wurzeln befreien und längs halbieren. Die Kirschtomaten waschen und abtropfen lassen. Zucchinistücke, Frühlingszwiebelhälften und Kirschtomaten im Wechsel auf die Spieße stecken.
    3. Die Spieße in Grillschalen legen und von allen Seiten in 10–12 Min. bei mittlerer Hitze grillen, dabei regelmäßig mit dem Thymian-Knoblauch-Öl bestreichen. Vor dem Servieren mit Salz und Pfeffer würzen. Dazu schmeckt knuspriges Weißbrot.

    Tipps zum Rezept

    Zusätzlich oder anstelle der angegeben Gemüsesorten passen auch kleine Champignons, Paprikastücke und/oder in ca. 2 cm breite Scheiben geschnittene, vorgegarte Maiskolben (gibt es vakuumverpackt im Supermarkt) auf die Grillspieße. Ebenfalls lecker: 250 g schnittfesten Tofu in Würfel schneiden, diese ca. 2 Std. in dem Würzöl ziehen lassen und mit dem Gemüse auf die Spieße stecken.

    Auch lecker: Gefülltes Gemüse vom Grill

    Wussten Sie, dass auch gefülltes Gemüse ganz hervorragend auf den Grill passt? Denn egal, ob Zucchini, Tomate, Aubergine, Paprika oder Champignons – mit ein wenig Kräutern oder Käse gefüllt ergeben sich völlig neue Geschmackserlebnisse, die mit Sicherheit auch Ihre Gäste lieben werden. So vielfältig kann Grillgemüse sein!

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