Obst einkochen - Anleitung und Tipps

Obst einkochen

Wenn der Sommer in weiter Ferne ist, erfreuen wir uns an eingemachten Früchten aus der heißen Jahreszeit. Für Sie.de gibt Tipps, um die Sommerfrüchte haltbar zu machen.

Eingekochtes Obst - Hier erfahren Sie, wie dies am besten funktioniert
© Sarsmis / iStock
Obst einkochen

Obst einkochen


Die wichtigsten Tipps...

  • Benutzen Sie nur Gläser, die sehr sauber sind!
  • Gute Qualität der Produkte ist ein Muss
  • Beim Einkochen das Wasser langsam von 75 auf 100 Grad erhitzen. Benutzen Sie hierfür am Besten ein Kochthermometer
  • Abkühlen: Nach dem Einkochen müssen die Gläser erstmal noch in heißem Wasser abkühlen
  • Für Marmelade oder Gelee ist Zucker der wichtigste Bestandteil; er sorgt für Haltbarkeit

Genießen Sie den Sommer das ganze Jahr

Das warme Wetter, die vielen Sonnenstunden, die gute Laune und Ausgelassenheit, das köstliche Eis aus der Eisdiele und auch die süßen und frischen Früchte des Sommers machen uns glücklich. Für viele ist das heimische Obst das Beste im Sommer. Frisch, gesund, süß und einfach unwiderstehlich lecker! Die Supermärkte, Biomärkte und auch Wochenmärkte bieten eine große Auswahl an regionalen, aber auch internationalen Früchten und Beeren. Im Herbst und Winter ist die Auswahl an köstlichen Früchte geringer.
Doch greifen Sie in Zukunft nicht auf Tiefkühlware oder Konservendosen zurück, sondern kochen Sie erntefrisches Obst ein und genießen Sie den Geschmack des Sommers auch an kalten Tagen. Dann können Sie sichergehen, dass Sie naturbelassene Früchte, bestenfalls aus Ihrem eigenen Garten, verzehren.

Eine alte Tradition...

Marmelade
© ddsign_stock / iStock
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Das Einkochen, oder auch Einmachen, von Lebensmitteln hat eine alte Tradition. Vor Beginn des Ersten Weltkrieges bis in die 60er-Jahre fand das Einkochen seine Blütezeit. 90% aller deutschen Haushalte kochten zu Beginn des Zweiten Weltkrieges Obst, Gemüse, Fleisch und andere Lebensmittel ein. Lebensmittel wurden so haltbar gemacht und konnten im Keller gelagert werden. Konservendosen gab es nur selten und Tiefkühltruhen und –fächer gab es erst viel später.

...wird neu entdeckt.

Man kann allerdings von einem Aufwärtstrend beim Einkochen sprechen. Viele haben den Wunsch nach naturbelassenen, biologischen, ohne künstliche Zusatzstoffe versetzten Lebensmitteln, außerdem wird der Genuss der Sommerköstlichkeiten aus dem Glas im Herbst und Winter sehr geschätzt. In der Wahl der Lebensmittel sind keine Grenzen gesetzt. Grundsätzlich gilt: Alles was man essen kann, kann man auch konservieren. Natürlich eignen sich einige Nahrungsmittel mehr, andere weniger. Sehr beliebt und weit verbreitet ist das Einkochen von Obst und Gemüse. Sie können leckeres Obst und Gemüse einkochen und dabei die Frucht oder das Gemüse in ursprünglicher Form beibehalten. Sie können aber auch eine vorzügliche Marmelade, Konfitüre (hier direkt zu unserer Anleitung zum Heidelbeeren einkochen für köstliche Heidelbeerkonfitüre) oder ein Kompott (besonders lecker: unser Mirabellenkompott!) aus leckerem Obst einkochen. Gelees und Säfte lassen sich ebenfalls prima herstellen und haltbar machen. Mit ein bisschen Übung und Geschick ist das Einkochen kinderleicht gemacht.

Einkoch-Methoden


Konservierungs-Methoden

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© Jalag Syndication
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Brombeermarmelade mit Prosecco  
Mirabellen-Vanille-Konfitüre
Quittenkonfitüre
Pflaumen-Rotwein-Fruchtaufstrich
Beim Einkochen werden Lebensmittel durch Erhitzen und Luftabschluss konserviert. Das richtige Vorgehen macht das Einkochgut für eine lange Zeit haltbar. Sauberkeit ist das Wichtigste beim Einkochen. Es gibt den klassischen Einkochtopf. Dabei wird unbehandeltes, sauberes Obst oder Gemüse in Weckgläser gegeben. Das Glas wird bis zum Rand mit Flüssigkeit aufgekippt. Bei Obst wird meist ein Zuckerwasser verwendet, bei frischem Gemüse nutzt man Essig. Mit dem Deckel (Gummiband nicht vergessen) und einer Klammer wird das Glas fest verschlossen. Anschließend wird das Glas mit dem Obst in den Einkochtopf gestellt und je nach Obst oder Gemüse bei einer gewissen Zeit und bei 80 Grad eingekocht.

Bei einer anderen Methode zerkocht man das Obst oder Gemüse, schmeckt es mit Gewürzen ab und gießt das Gut heiß in Twist-Off-Gläser. Nach dem Verschließen müssen Sie auf den Kopf gestellt werden. So kühlen diese Gläser jetzt ab.

Wertvolle Tipps für das Einkochen von Obst

Das Für Sie.de-Team hat hilfreiche Tipps für das Einkochen von Obst gesammelt. Mit unseren Hinweisen wird das Einkochen garantiert gelingen.

Utensilien

Zum Einkochen von Obst benötigt man nur wenige Grundzutaten. Sie brauchen Obst (je nach Belieben), Gelierzucker, Wasser, Weckgläser und einen Topf. Je nach Geschmacksrichtung oder Rezept können Sie verschiedene Gewürze verwenden. Probieren Sie es einfach aus!

Gläser

Brombeermarmelade mit Prosecco - Ei einmalig-leckerer Brotaufstrich zum Selbermachen
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Mirabellen-Vanille-Konfitüre
Quittenkonfitüre
Pflaumen-Rotwein-Fruchtaufstrich
Kontrollieren Sie, ob die Gläser und Deckel vor dem Gebrauch unbeschädigt sind. Prüfen Sie auch die Gummiringe vor dem Benutzen. Kaputte Gläser oder Gummiringe können Sie sofort entsorgen, denn schon die kleinste Undichtigkeit kann das luftdichte Verschließen gefährden!

Das beste Obst

Beliebte Obstsorten für das Einkochen sind beispielsweise Pflaumen, Kirschen, Birnen, Äpfel, jegliche Beeren, z.B. Erdbeeren oder Brombeeren. Informieren Sie sich im Vorfeld über die verschiedenen Erntezeiten.

Sauberkeit

Sauberkeit und Hygiene spielen beim Einkochen eine ganz große Rolle. Reinigen Sie die Weck- oder Twist-Off-Gläser gründlich und spülen Sie diese mit sehr heißem Wasser aus. Das ist wichtig, damit alle Bakterien beseitigt sind. Kleine Staubkörner oder Speisereste würden das Eingekochte schnell verderben.

Für Experimentierfreudige

Beim Einkochen können Sie sich austoben und außergewöhnliche Rezepte kreieren. Experimentierfreudige kombinieren Obst und Gemüse. Diese Kombination wird Chutney genannt. Ein Chutney ist fruchtig, würzig, süß, sehr oft mit einer leichten Schärfe versehen. Für ein Chutney gibt es spezielle Chutney-Gewürz-Pulver. Dieses Gewürzpulver ist aber kein Muss. Seien Sie einfach kreativ und lassen Sie ihren Ideen freien Lauf! Wie wäre es mit Chilipulver in einer süßen Erdbeermarmelade?

Aufbewahrung

Marmelade
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Eingekochtes lagert man am Besten kühl und an einem dunklen Ort. So sind die Lebensmittel sehr lange haltbar. Wenn Sie einen Keller zur Verfügung haben, dann lagern Sie ihre Vorräte in einem kühlen, trockenen Kellerraum. Ansonsten achten Sie darauf, dass das Konservierte vor der direkten Sonneneinstrahlung geschützt ist. Noch ein Tipp: Versehen Sie die Gläser mit Etiketten. Kennzeichnen Sie das konservierte Gut mit Namen und Datum.

Haben Sie Spaß

Verbringen Sie den Tag nicht allein in der Küche. In Gesellschaft macht das Kochen viel mehr Spaß. Man kann auch gemeinsam zum Ernten der Früchte gehen, entweder im eigenen Garten oder auf eine Obstplantage.

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