Superfood und Küchenklassiker Grünkohl zubereiten: Tipps rund um das Gemüse

Auf Grünkohl freuen sich Fans das ganze Jahr über – und nach dem ersten Frost ist es endlich soweit: Es ist wieder Grünkohl-Saison. Wie Eintöpfe, schmeckt das pikant zubereitete Kohlgemüse aus dem großen Topf am besten. Und aufgewärmt am nächsten Tag am allerbesten! Dazu werden Pinkel, Kassler und Bratkartoffeln gereicht. Abgerundet wird das norddeutsche Gericht klassisch mit Senf. Aber auch als Superfood in Smoothies oder Salaten wird der Krauskohl gefeiert. Tipps und Infos rund um das Wintergemüse!
 

Grünkohl Grünkohl zubereiten: Tipps rund um das Gemüse © Fotolia

Grünkohl: lecker und gesund

Warum die Ernte nach dem ersten Frost? Der typisch herb-süße Geschmack hängt vom Zuckergehalt ab. Durch den Frost wird verhindert, dass Enzyme den Zucker wieder abbauen. Um Grünkohl möglichst das ganze Jahr über verkaufen zu können, gibt es mittlerweile aber auch Züchtungen mit einem extra hohen Zuckergehalt. Fans der Friesenpalme, wie Grünkohl auch gerne bezeichnet wird, machen die Saison aber stets am Frost fest. Somit ist es ein klassisches Winteressen.

Früher hauptsächlich von Liebhabern der norddeutschen Hausmannskost begehrt, zog das Gemüse mit dem Hype um Smoothies mit grünem Gemüse auch in die Küchen gesundheitsbewusster Menschen ein: 100 g frischer Krauskohl enthalten nämlich unglaubliche 100 mg Vitamin C, was der empfohlenen Tagesdosis eines Erwachsenen entspricht! Außerdem enthält er Vitamin A und E sowie Folsäure sowie ordentlich Mineralstoffe. Grund genug, das krause Blatt auch mal neu zu erfinden, beispielsweise als Grünkohlsalat mit Mango und Cashwkernen oder als Grünkohlsalat mit Apfel-Zitronen-Dressing. An kalten Tagen wärmen unsere Grünkohlsuppe mit Hackbällchen oder die Grünkohltarte ordentlich durch. Für echtes Superfood muss man nicht in die Ferne schweifen! Mit rund 37 kcal pro 100 g ist Grünkohl wie alle Kohlsorten ein Leichtgewicht. Klassisch deftig zubereitet, also mit entsprechender Fleischbeilage oder Wursteinlage, können die wenigen Kalorien natürlich nicht gehalten werden. 

Grünkohl einkaufen und zubereiten

Manche kennen das noch: Wenn Mama oder Oma zum saisonalen Grünkohlessen Gäste und Familie an den Tisch geholt hat, wurde ein meterhoher Sack verarbeitet. Der Kohl fällt beim Kochen so stark zusammen, dass man tatsächlich unglaubliche Mengen kaufen muss. Der Kohl soll beim Einkauf also nicht nur frisch, knackig und elastisch sein, man braucht auch viel davon. Auf dem Markt bekommt man die frischeste Ware.

Der Klassiker: So geht’s (für 4-6 Portionen)

  • ca. 2 kg Grünkohl
  • 3 mittelgroße Zwiebeln
  • 2 - 3 EL Butterschmalz
  • 300 - 400 ml Fleischbrühe (oder Gemüsebrühe)

1. Grünkohl putzen: Dazu frische Blätter von braunen oder welken Spitzen befreien. Den Strunk abschneiden und dicke Stiele entfernen. Den Kohl gründlich (!) waschen und mit einem großen Messer grob schneiden.

2. Um den Grünkohl bekömmlicher zu machen, ihn zuerst in kochendem Salzwasser portionsweise ca. 2 Minuten blanchieren, anschließend abgießen, mit kaltem Wasser abschrecken und abtropfen lassen. 

3. Die Zwiebeln schälen und würfeln. Den Butterschmalz in einem großem Topf erhitzen und die Zwiebeln darin glasig andünsten. Den Grünkohl dazugeben und mit den Zwiebeln vermengen. Die Brühe dazugeben und alles einmal aufkochen. Anschließend das Gericht für rund 1,5 Stunden schmoren. Ab und zu umrühren. Tipp: Evt. etwas Brühe nachgießen, der Grünkohl soll nicht anbrennen!

4. Später mit etwas Salz, Pfeffer und einer guten Prise Zucker abschmecken.

Was isst man zu Grünkohl?

Weil Grünkohl ohne Fleischeinlage leider fade schmeckt, isst man klassischerweise geräucherten Fleischsorten wie Kasseler und/oder Pinkel dazu.

  • Speck und Kassler geben Sie bereits eine halbe Stunden nach dem Aufsetzen hinzu (braucht ca. 60 Minuten).
  • Kochwurst kommt nach einer Stunde in den Topf (braucht ungefähr 30 Minuten) und
  • Pinkel rund 10 Minuten, bevor das Schmorgericht fertig ist.

Dazu werden knusprig gebratene Bratkartoffeln oder kleine Salzkartoffeln gereicht. Als „Soße“ gibt's reichlich Senf dazu.

Datum: 21.10.2019
Autor: Tanja Seiffert

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