23. Juli 2021
Folienkartoffel grillen

Folienkartoffel grillen: Die besten Tipps

Die deutsche Volksfrucht mal anders: Wir geben Ihnen Tipps, wie die Folienkartoffel auf dem Grill gelingt und zur knackig frischen Genusskomponente beim Grillabend wird.

Wir sind dem Erdapfel verfallen! Als Bratkartoffel, saftiger Puffer aus der Pfanne, weiche Gemüsespalte aus dem Ofen oder als schlichte Beilage aus dem Topf. Die Deutschen sind absolute Kartoffelfans und genießen das Gemüse in sämtlichen Variationen. Um auch während der Grillsaison nicht auf das Super-Gemüse verzichten zu müssen, geben wir Ihnen Tipps, wie die Ofenkartoffel zur Grillkartoffel wird und garantiert gelingt.

Tipp: Für Ihre Grillparty sollten Sie je nach Größe der Kartoffeln mindestens eine pro Person berechnen.

Folienkartoffel grillen: Einkauf und Vorbereitung

Für Ofen-, Back-, oder Grillkartoffeln verwenden Sie stets mehlig kochende Kartoffeln – sie enthalten mehr Stärke als festkochende Kartoffeln und sind somit lockerer. Perfekt zum Löffeln mit einem leckeren Dip! Wenn Sie nicht auf dem Wochenmarkt einkaufen, dann finden Sie auch im Supermarkt fertig abgepackte Beutel mit großen Backkartoffeln. Achten Sie beim Einkauf darauf, dass die Kartoffeln eine zarte Schale haben, fest und prall sind sowie keine dunklen Stellen und Triebe habe. Wenn Kartoffeln, das gilt für sämtliche Kartoffeln, zu viele Keime haben, dann kann das gebildete giftige Solanin zu Kopfschmerzen, Erbrechen oder Unwohlsein führen.

Ist Alufolie beim Grillen gesundheitsschädlich?

Vor allem die typische Folienkartoffel, aber auch Feta- oder Gemüsepäckchen werden beim Grillen klassischerweise in Alufolie oder einer Aluschale zubereitet. So wird das Grillgut schonend gegart, ohne, dass Glut, Asche und Dreck ins Essen gelangen.

Doch Alufolie steht nicht nur aus Umweltgründen in der Kritik – auch gesundheitliche Bedenken werden in Richtung dieser Zubereitungsart geäußert. Wie gesundheitsschädlich ist die Verwendung von Alufolie auf dem Grill wirklich? Verschiedene Verbraucherzentralen mahnen zur Achtsamkeit. Denn ob Alufolie beim Grillen giftig ist, hängt von der korrekten Anwendung ab. Enthält das Grillgut viel Salz oder Säure, kann sich das Aluminium aus der Folie lösen und in das Lebensmittel übergehen. Das sollten Sie in jedem Fall vermeiden!

Möchten Sie Alufolie zum Grillen verwenden, würzen Sie Ihr Essen vorsichtshalber erst nach dem Grillen – dann sollten keine gesundheitlichen Bedenken vorliegen. Jedoch können Sie auf Nummer sicher gehen und auch der Umwelt etwas Gutes tun, indem Sie gleich zu Alternativen greifen. Nutzen Sie zum Beispiel einfach wiederverwendbare Grillschalen aus Emaille oder Edelstahl.

Folienkartoffeln zubereiten und richtig garen

Folienkartoffeln schält man nicht, sondern wäscht sie gründlich ab, dazu nimmt man am besten eine Bürste. Hinterher die Kartoffeln gut abtrocknen und als Ganzes garen. Große Kartoffeln garen Sie am besten im Backofen vor – wenn Sie sie direkt auf dem Grill garen möchten, dann stechen Sie mit einer Gabel Löcher hinein, um die Garzeit zu beschleunigen. Selbstverständlich können Sie auch kleinere Kartoffeln servieren – hier eignen sich neben mehlig kochenden Sorten auch vorwiegend feste Sorten. Ob Sie sich für kleine oder große Kartoffeln entscheiden, hängt davon ab, was Sie außerdem auf der Grill-Party servieren wollen: Wenn es ausschließlich Fleisch, Fisch und/oder Würstchen gibt, dann bieten sich die großen Kartoffeln mit Quark oder unterschiedlichen Dips an. Wenn Sie noch diverse andere Sachen dazu reichen wie Salate oder Röstbrot, dann reichen auch kleine Kartoffeln als Beilage.

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Marinade für Grillkartoffeln

Nun geht es an die Marinade: Je nach Geschmack kann hier zu allerlei Gewürzvielfalt gegriffen werden. Bepinseln Sie die Kartoffel mit etwas Öl und reichlich Kräutern und Gewürzen. Sie können die Kartoffel auch mit einem Stück Butter belegen oder einen Kräuterzweig herauflegen, hierfür eignet sich Rosmarin besonders gut. Auch Gemüse können Sie um die Folienkartoffeln drumherumlegen. Dieses wird dann einfach mitgegart und schmeckt super zur Kartoffel: Zwiebel, Paprika, Tomate und alles, was Ihnen oder Ihren Gästen am besten schmeckt.

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© Wolfgang Schardt
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Wie lange muss die Kartoffel auf den Grill?

Ist die Kartoffel nun mit Alufolie ummantelt oder in eine wiederverwendbare Metallschale gelegt, legen Sie die Kartoffel auf den Grill. Haben Sie sich für eine große entschieden, so legen Sie diese zunächst in die Mitte des Grills, denn dort sammelt sich die meiste Hitze. Nach etwa fünf Minuten Garzeit können Sie die Kartoffel wenden und nach weiteren fünf Minuten legen Sie die Kartoffel etwas weiter an den Rand. So wird verhindert, dass die Kartoffel verbrennt. Bei kleineren Kartoffeln direkt am Rand platzieren. Je nach Größe benötigt eine Folienkartoffel etwa eine halbe Stunde Zeit, bis sie völlig gegart ist. Bei der Kartoffel vom Gasgrill lässt sich der Garzeitpunkt besser bestimmen und besser regulieren.

Für besonders hungrige Gäste ist es zu empfehlen, die Kartoffel vorzukochen. So reduziert sich die Garzeit auf dem Grill und das Essen kann schneller gereicht werden. Außerdem werden so die Kartoffeln eher zur gleichen Zeit fertig. Wenn es schnell gehen soll, können Sie die Kartoffel auch einfach einwickeln und direkt in die heiße Glut legen.
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Kartoffeln grillen: Tipps, damit es schneller geht

Wem das Grillen der Kartoffel dennoch zu lange dauert, kann in die Trickkiste greifen und die Kartoffel vorher halbieren. Nun etwas aushöhlen, mit leckeren Zutaten belegen, marinieren und auf einem Stück Folie oder einer wiederverwendbaren Grillschale auf dem Grill garen. Hierbei sollte die halbierte Kartoffel allerdings nicht der vollen Grillhitze ausgesetzt sein, da sie nicht gewendet wird und möglicherweise verbrennt. Legen Sie diese deshalb an den Rand. Neben Butter, Kräutern, Öl, Salz, Pfeffer und Gemüse können Sie auch zu anderen Zutaten greifen. Bestreuen Sie die Kartoffel beispielsweise mit etwas Käse: Egal ob Fetakäse oder Gouda - Überbacken sind sie einfach nur richtig lecker! Mit diesem Rezept verzücken Sie Ihre Gäste bestimmt. Tipp: Fächerkartoffeln, auch Hasselback-Kartoffeln genannt, haben ebenfalls eine kürzere Garzeit, denn sie werden gleichmäßig eingeritzt – später einfach etwas Kräuterbutter darüber geben. Lecker!

Würfeln Sie die Kartoffeln und formen Sie auf einem Stück Alufolie eine Art Grillpfanne. Marinieren Sie die Stücke mit Öl, Kräutern und mit allem, was schmeckt und worauf Sie Appetit haben. Nun die selbstgebastelte Alu-Pfanne auf den Grill legen und wenden, sodass Sie nicht an der Alufolie haften bleiben. Hierbei nicht zu einer herkömmlichen Alupfanne greifen, da diese häufig Löcher hat und so das Öl herauslaufen und auf die Glut tropfen würde.

Folienkartoffeln: Das passt dazu

Sind die Kartoffeln fertig, ist der Variations-Vielfalt keine Grenze gesetzt. Die kleinen Kartoffelwürfel können Sie beispielsweise über Ihren Salat geben, oder einfach so genießen. Die Folienkartoffel können Sie mit Dips wie Sour Cream oder Kräuterbutter garnieren und mit Salat und Fleisch genießen. Lassen Sie Ihrer Genuss-Fantasie freien Lauf und genießen Sie verschiedene Variationen der Folienkartoffel vom Grill.

Kann man die Schale bei Folienkartoffeln mitessen?

Eine Frage, die sich viele bei der Zubereitung von Folienkartoffeln immer wieder stellen: Darf man die Schale der Kartoffel nun mitessen oder nicht? Denn ja, gerade in der Kartoffelschale sowie in den Keimstellen befinden sich eine Menge giftige Stoffe, die sogenannten Glykoalkaloide. Diese können bei einer sehr hohen Aufnahme im schlimmsten Fall zu Erbrechen und Durchfall, aber auch zu neurologischen Störungen führen. Viele gute Gründe also, die gegen das Mitessen der Schale sprechen.

Doch keine Sorge! Um erste Symptome zu bemerken, müsste man ungefähr zwei Milligramm der giftigen Substanz pro Kilogramm des eigenen Körpergewichts zu sich nehmen. Bei einem Körpergewicht von 60 Kilo würde dies in etwa 600 bis 900 Gramm Kartoffeln entsprechen – und das ist die dreifache Portion von dem, was wir im Normalfall zu uns nehmen. Kinder und Schwangere sollten dennoch auf den Verzehr von Folienkartoffeln mit Schale verzichten.

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