9. Dezember 2020
Magen- und Darmkrämpfe: Tipps und Hilfe

Die besten Tipps bei Magen- und Darmkrämpfen

Magen- und Darmkrämpfe treten meist unerwartet auf. Die Krämpfe können die unterschiedlichsten Ursachen haben und sollten bei häufigerem Auftreten unbedingt von einem Arzt untersucht werden.

Schmerzen in der Magengegend kennt wohl fast jeder. Etwas Falsches oder zu viel gegessen, vielleicht auch nur ein empfindlicher Tag oder sogar ein kleiner Infekt. Die Ursachen für Magen- und Darmschmerzen können vielseitig sein. In jedem Fall sind die Krämpfe äußerst unangenehm und belasten bei häufigem Auftreten den Alltag vieler Betroffener.

Symptome von Magenkrämpfen

Magenschmerzen, die plötzlich auftreten und krampfartig sind, werden auch als Magen- bzw. Darmkrämpfe bezeichnet. Diese Krämpfe können oft nur sehr kurz, aber dafür mehrmals in regelmäßigen Abständen auftreten. Bei sehr extremen Magenkrämpfen kann es auch zu Erbrechen und Durchfall kommen.

Ursachen der Krämpfe

Ob eine Unverträglichkeit eines bestimmten Lebensmittels vorliegt, ein Verdauungsproblem oder eine Sorbitintoleranz – Magen- und Darmkrämpfe können viele verschiedene Ursachen haben. Den Ursprung Ihrer Magenkrämpfe zu finden ist für viele Menschen sehr schwer. Oft haben sie Beschwerden und können nicht wirklich einordnen, woher diese kommen. Bei plötzlich auftretenden, starken Schmerzen oder lang anhaltenden Beschwerden sollten Sie einen Arzt aufsuchen, denn es gibt unzählige Ursachen, die langfristig ernsthafte Folgen haben können.

Es gibt vergleichsweise harmlose Ursachen, an denen man selbst arbeiten kann, wie beispielsweise eine falsche Ernährung. Schon durch zu heiße oder fettige Speisen kann der Darm gereizt werden. Aber auch wer ein wahrer Kaffeeliebhaber ist und dadurch viel Koffein zu sich nimmt, tut seinem Magen keinen Gefallen. Kaffee kurbelt die Salzsäureproduktion des Magens stark an. Durch zu viel Koffein und zusätzlichem Alkohol-und Nikotinkonsum kann eine Übersäuerung entstehen. Linderung können pflanzliche Tropfen, beispielsweise Magen-Darm-Tropfen von tetesept verschaffen. Hält dieser Zustand über einen längeren Zeitraum an, sind Schäden wie beispielsweise eine Magenentzündung oder eine Entzündung der Speiseröhre oft nicht mehr zu vermeiden.

Oft wird bei immer häufigeren Magenkrämpfen aber auch eine Nahrungsmittelallergie oder eine Unverträglichkeit vom Arzt erkannt, die vielen hilft, gegen ihre Magenkrämpfe vorzugehen. So leidet beispielweise 15 % der deutschen Gesamtbevölkerung an Laktoseintoleranz und mittlerweile fast jeder dritte Deutsche an einer Fruktoseintoleranz.

Aber auch eine entzündete Magenschleimhaut kann der Grund für Magenkrämpfe sein. Diese kann entweder durch Bakterien, durch bestimmte Medikamente oder durch verstärkten psychischen Stress ausgelöst werden.

Psychische Probleme wie Stress, Druck bei der Arbeit, depressive Verstimmungen oder Probleme im sozialen Umfeld führen außerdem vermehrt zu Magenkrämpfen. Hier schlägt das Problem Betroffenen im wahrsten Sinne des Wortes auf den Magen.

In schlimmen Fällen können die Schmerzen aber auch durch den Blinddarm, ein Magengeschwür oder in seltenen Fällen sogar durch Magenkrebs bedingt sein.

>> Was passiert bei einer Magenspiegelung?

Therapie von Magen- oder Darmkrämpfen

Die Behandlung von Magenkrämpfen muss abhängig von der Ursache behandelt werden. Deshalb ist der erste Schritt der Gang zum Hausarzt. Um die Krämpfe behandeln zu können, sollten ein Darmverschluss und Nierensteine zunächst ausgeschlossen werden.

Sollte Ihr Arzt eine Unverträglichkeit gegen Fruktose, Laktose oder Sorbit bei Ihnen feststellen, so können Sie durchaus selbst etwas gegen die Magenkrämpfe unternehmen. Versuchen Sie Ihre Ernährung an Ihre Unverträglichkeit anzupassen und vermeiden Sie unbedingt Lebensmittel, in denen viel Fruchtzucker enthalten ist. Wenn Sie sich also daran halten, werden Sie merken, dass Ihre Beschwerden geringer und die Magen- und Darmkrämpfe immer seltener werden. Handelt es sich bei Ihren Magenkrämpfen aber um eine bakterielle Infektion, ist eine antibiotische Behandlung notwendig.

Hausmittel bei Magenkrämpfen

Bei leichten Magen- und Darmschmerzen können Sie meist selbst etwas tun. Fangen Sie zuerst an, auf Ihre psychische Gesundheit zu achten: Gönnen Sie sich Pausen? Liegt Ihnen etwas auf dem Herzen? Schlafen Sie ausreichend und erholsam? Versuchen Sie, einen Ausgleich zum stressigen Job zu finden – etwa Pilates oder Meditation. Akut helfen bei Krämpfen aber auch folgende Hausmittel:

  • Wärme in Form einer Wärmflasche oder eines Körnerkissens
  • Kräuter wie zum Beispiel Kamille- und Pfefferminztee, Kümmel, Fenchel, Ingwer oder Koriander
  • Honig wirkt antibakteriell – geben Sie einen Löffel davon in den Kräutertee
  • Sanfte Übungen: Leichte Übungen können helfen, die Magen-Darm-Muskulatur zu entspannen. Versuchen Sie die leichte Brücke. Legen Sie sich dafür auf den Rücken, stelle Sie die Füße auf. Heben Sie den Po so weit hoch, wie Sie können und halten Sie ihn dort für ein paar Sekunden, bevor Sie den Po wieder langsam absenken. Wiederholen Sie dies zehn Mal.

Ernährungsbedingten Magenkrämpfen können Sie vorbeugen, indem Sie auf Folgendes verzichten:

  • Zu fettiges oder zu scharfes Essen
  • Lebensmittel, die die Magenschleimhaut reizen, wie beispielsweise Kaffee oder Zitrusfrüchte
  • Hektisches Essen
  • Blähende Lebensmittel wie zum Beispiel Kohl oder Bohnen
  • Große Mahlzeiten mit hohem Fettanteil kurz vor dem Schlafen

Vorbeugung der Beschwerden

Um Magenkrämpfen vorzubeugen, ist es wichtig eine Reizung des Darmes zu verhindern. So kann also schon die Reduzierung eines übermäßigen Alkohol-oder Koffeinkonsums ein Schritt in die richtige Richtung sein. Aber auch psychischer Stress ist ein wichtiger Faktor und einer der häufigsten Gründe, warum es zu Magen- und Darmkrämpfen kommt. Versuchen Sie jeglichen Stress zu vermeiden und gehen Sie Dinge gelassener an. Kennen Sie die Ursachen, weshalb Sie sich gestresst fühlen, sollten Sie daran unbedingt arbeiten und unangenehmen Situationen den Rücken kehren. Sie werden merken, dass sich ein stressfreieres Leben auf Ihre Magengesundheit auswirkt.

Mit einer ausgewogenen, gesunden Ernährung tun Sie Ihrem Magen langfristig definitiv etwas Gutes und sie kann zudem Magenkrämpfe erheblich reduzieren. Achten Sie also vermehrt darauf viel Obst und Gemüse zu sich zu nehmen und essen Sie gelegentlich Fisch, Nüsse und Samen. Zusätzliches ist es wichtig, dass Sie am Tag genügend trinken (ungefähr 2 Liter am Tag).

Bewegung und frische Luft fördern ebenso die gesunde Darmperistaltik. Die Darmperistaltik wird stark durch unsere Nahrung und psychische Faktoren beeinflusst. Wer also zum Beispiel viel psychischen Stress hat und sich unwohl fühlt, neigt vermehrt zu Durchfall.

Fazit

Ernähren Sie sich gesund und ausgewogen. Falls Sie doch einmal an Magen-und Darmkrämpfen leiden, werden Sie aktiv! Wenn Sie die Ursache Ihrer Krämpfe kennen und schlimmere Ursachen wie ein Geschwür, eine Blinddarmentzündung und Krebs mit Hilfe Ihres Hautarztes ausschließen konnten, zeigen Sie Eigeninitiative und gehen Sie selbst gegen Ihre Beschwerden vor. Mit Betroffenen kann man sich auch in Reizdarm-Selbsthilfegruppen austauschen.

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