17. September 2021
Magen- und Darmkrämpfe: Tipps und Hilfe

Die besten Tipps bei Magen- und Darmkrämpfen

Magen- und Darmkrämpfe treten oft unerwartet auf und können einem das alltägliche Leben schwer machen. Die Krämpfe können die unterschiedlichsten Ursachen haben und sollten bei häufigerem Auftreten unbedingt von einem Arzt untersucht werden. Wir haben Soforthilfe-Tipps und Hausmittel für Sie!

Schmerzen in der Magengegend kennt wohl fast jeder. Etwas Falsches oder zu viel gegessen, vielleicht auch nur ein empfindlicher Tag oder sogar ein kleiner Infekt. Die Ursachen für Magen- und Darmschmerzen können vielseitig sein. In jedem Fall sind die Krämpfe äußerst unangenehm und belasten bei häufigem Auftreten den Alltag vieler Betroffener.

Magenkrämpfe: Die häufigsten Symptome

Magenschmerzen, die plötzlich auftreten und krampfartig sind, werden auch als Magen- bzw. Darmkrämpfe bezeichnet. Diese Krämpfe können oft nur sehr kurz, aber dafür mehrmals in regelmäßigen Abständen auftreten. Bei sehr extremen Magenkrämpfen kann es auch zu Erbrechen und Durchfall kommen. Weitere Symptome sind Übelkeit, allgemeines Unwohlsein und Bauchschmerzen.

Ob eine Unverträglichkeit eines bestimmten Lebensmittels vorliegt, ein Verdauungsproblem wie eine Sorbitintoleranz oder ernsthafte Erkrankungen dahinter stecken – Magen- und Darmkrämpfe können viele verschiedene Ursachen haben. Den Ursprung Ihrer Magenkrämpfe zu finden ist für viele Menschen sehr schwer. Oft haben sie Beschwerden und können nicht wirklich einordnen, woher diese kommen. Bei plötzlich auftretenden, starken Schmerzen oder lang anhaltenden Beschwerden sollten Sie in jedem Fall einen Arzt aufsuchen, um schwerwiegende Erkrankungen ausschließen zu können.

Magen und Darm: Mögliche Ursachen der Krämpfe

Es gibt vergleichsweise harmlose Ursachen, gegen die Sie selbst etwas tun können, wie beispielsweise eine falsche Ernährung. Schon durch zu heiße oder fettige Speisen kann der Darm gereizt werden. Aber auch wer ein wahrer Kaffeeliebhaber ist und dadurch viel Koffein zu sich nimmt, tut seinem Magen keinen Gefallen. Kaffee kurbelt die Salzsäureproduktion des Magens stark an. Durch zu viel Koffein und zusätzlichen Alkohol- oder Nikotinkonsum kann eine Übersäuerung entstehen. Linderung können pflanzliche Tropfen, beispielsweise Magen-Darm-Tropfen von tetesept verschaffen. Hält dieser Zustand über einen längeren Zeitraum an, sind Schäden wie beispielsweise eine Magenentzündung oder eine Entzündung der Speiseröhre oft nicht mehr zu vermeiden.

Oft wird bei immer häufigeren Magenkrämpfen aber auch eine Nahrungsmittelallergie oder eine Unverträglichkeit vom Arzt erkannt, die vielen hilft, gegen ihre Magenkrämpfe vorzugehen. So leidet beispielsweise 15 % der deutschen Gesamtbevölkerung an Laktoseintoleranz und mittlerweile fast jeder dritte Deutsche an einer Fruktoseintoleranz.

Aber auch eine entzündete Magenschleimhaut kann der Grund für Magenkrämpfe sein. Diese kann entweder durch Bakterien, durch bestimmte Medikamente oder durch verstärkten psychischen Stress ausgelöst werden. Auch die monatliche Regelblutung kann zu Krämpfen im Bauch, Blähungen Verdauungsbeschwerden oder Durchfall führen.

Weiterhin sind Darmkrämpfe eine Begleiterscheinung von Verstopfungen, es kann aber auch ein Reizdarm-Syndrom hinter Darmbeschwerden stecken. Frauen sind übrigens häufiger als Männer von dieser Funktionsstörung des Darms betroffen.

Unbedingt ernste Erkrankungen ausschließen

Während als Hauptursache Verdauungsbeschwerden aufgrund von falscher Ernährung oder Stress auftreten, können selten auch ernsthafte Erkrankungen des Darms zu Beschwerden führen, wie etwa Entzündungen, Infektionen oder Tumore. Deshalb sollten Sie bei Problemen lieber rechtzeitig einen Arzt aussuchen.

Stress löst Magen- und Darmkrämpfe aus

Psychische Probleme wie Stress, Druck bei der Arbeit, depressive Verstimmungen oder Probleme im sozialen Umfeld führen außerdem vermehrt zu Magen- oder Darmkrämpfen. Hier schlägt das Problem Betroffenen im wahrsten Sinne des Wortes auf den Magen.

In schlimmen Fällen können die Schmerzen aber auch durch den Blinddarm, ein Magengeschwür oder in seltenen Fällen sogar durch Magenkrebs bedingt sein.

>> Was passiert bei einer Magenspiegelung?

Magenschmerzen können auch auf einen Herzinfarkt hindeuten

Einen Herzinfarkt bringt man normalerweise mit einem Brennen in der Brust in Verbindung. Doch auch Schmerzen im Magen können auf einen möglichen Infarkt hindeuten. Verspüren Sie bei Anstrengung plötzlich Schmerzen im Oberbauch, sollten Sie sofort einen Arzt konsultieren. Es könnte sich um lebensbedrohliche Herzerkrankungen wie eine Angina Pectoris oder ein Herzinfarkt handeln, die bis in den Magen ausstrahlen können.

Sie haben am Tag zuvor deftig gegessen, zurzeit viel Stress oder sogar Alkohol getrunken? Kein Grund zur Sorge. Auch dann sind Magenkrämpfe keine Seltenheit. Die Symptome klingen meist nach wenigen Tagen von selbst wieder ab. Neben den Magenkrämpfen leiden Betroffene häufig auch unter Durchfall, Erbrechen und Blähungen. Doch die Begleiterscheinungen lassen sich schnell in den Griff bekommen.

Therapie von Magen- oder Darmkrämpfen

Die Behandlung von Magenkrämpfen muss abhängig von der Ursache behandelt werden. Deshalb ist der erste Schritt der Gang zum Arzt – so können mögliche Erkrankungen erkannt werden. Um die Krämpfe behandeln zu können, sollten ein Darmverschluss und Nierensteine zunächst ausgeschlossen werden.

Sollte Ihr Arzt eine Unverträglichkeit gegen Fruktose, Laktose oder Sorbit bei Ihnen feststellen, so können Sie durchaus selbst etwas gegen die Magenkrämpfe unternehmen. Versuchen Sie Ihre Ernährung an Ihre Unverträglichkeit anzupassen und vermeiden Sie unbedingt Lebensmittel, in denen viel Fruchtzucker enthalten ist. Wenn Sie sich also daran halten, werden Sie merken, dass Ihre Beschwerden geringer und die Magen- und Darmkrämpfe immer seltener werden. Handelt es sich bei Ihren Magenkrämpfen aber um eine bakterielle Infektion, ist eine antibiotische Behandlung notwendig.

Hausmittel, die bei Magenkrämpfen helfen

Bei leichten Magen- und Darmschmerzen können Sie meist selbst etwas tun. Fangen Sie zuerst an, auf Ihre psychische Gesundheit zu achten: Gönnen Sie sich Pausen? Liegt Ihnen etwas auf dem Herzen? Schlafen Sie ausreichend und erholsam? Versuchen Sie, einen Ausgleich zum stressigen Job zu finden – etwa Pilates oder Meditation. Akut helfen bei Krämpfen aber auch folgende Hausmittel:

  • Wärme in Form einer Wärmflasche oder eines Körnerkissens
  • Kräuter wie zum Beispiel Kamillen- und Pfefferminztee, Kümmel, Fenchel, Ingwer oder Koriander
  • Honig wirkt antibakteriell – geben Sie einen Löffel davon in den Kräutertee
  • Sanfte Übungen: Leichte Übungen können helfen, die Magen-Darm-Muskulatur zu entspannen. Versuchen Sie die leichte Brücke. Legen Sie sich dafür auf den Rücken, stelle Sie die Füße auf. Heben Sie den Po so weit hoch, wie Sie können und halten Sie ihn dort für ein paar Sekunden, bevor Sie den Po wieder langsam absenken. Wiederholen Sie dies zehnmal.

Ernährungsbedingten Magenkrämpfen können Sie vorbeugen, indem Sie auf Folgendes verzichten:

  • Zu fettiges oder zu scharfes Essen
  • Lebensmittel, die die Magenschleimhaut reizen wie beispielsweise Kaffee oder Zitrusfrüchte
  • Hektisches Essen
  • Blähende Lebensmittel wie zum Beispiel Kohl oder Bohnen
  • Große Mahlzeiten mit hohem Fettanteil kurz vor dem Schlafen
  • Milchprodukte aller Art. Hinter Magenkrämpfen kann sich auch eine Laktoseintoleranz verbergen

Vorbeugung der Beschwerden

Um Magenkrämpfen vorzubeugen, ist es wichtig eine Reizung des Darmes zu verhindern. So kann also schon die Reduzierung eines übermäßigen Alkohol- oder Koffeinkonsums ein Schritt in die richtige Richtung sein. Aber auch psychischer Stress ist ein wichtiger Faktor und einer der häufigsten Gründe, warum es zu Magen- und Darmkrämpfen kommt. Versuchen Sie jeglichen Stress zu vermeiden und gehen Sie Dinge gelassener an. Kennen Sie die Ursachen, weshalb Sie sich gestresst fühlen, sollten Sie daran unbedingt arbeiten und unangenehmen Situationen den Rücken kehren. Sie werden merken, dass sich ein stressfreieres Leben auf Ihre Magengesundheit auswirkt.

Mit einer ausgewogenen, gesunden Ernährung tun Sie Ihrem Magen langfristig definitiv etwas Gutes und sie kann zudem Magenkrämpfe erheblich reduzieren. Achten Sie also vermehrt darauf viel Obst und Gemüse zu sich zu nehmen und essen Sie gelegentlich Fisch, Nüsse und Samen. Zusätzliches ist es wichtig, dass Sie am Tag genügend trinken (ungefähr 2 Liter am Tag).

Bewegung und frische Luft fördern ebenso die gesunde Darmperistaltik. Die Darmperistaltik wird stark durch unsere Nahrung und psychische Faktoren beeinflusst. Wer also zum Beispiel viel psychischen Stress hat und sich unwohl fühlt, neigt vermehrt zu Durchfall.

Magen- und Darmkrämpfe: Fazit

Ernähren Sie sich gesund und ausgewogen. Falls Sie doch einmal an Magen- und Darmkrämpfen leiden, werden Sie aktiv! Wenn Sie die Ursache Ihrer Krämpfe kennen und schlimmere Ursachen wie ein Geschwür, eine Blinddarmentzündung und Krebs mithilfe Ihres Hautarztes ausschließen konnten, zeigen Sie Eigeninitiative und gehen Sie selbst gegen Ihre Beschwerden vor. Mit Betroffenen kann man sich auch in Reizdarm-Selbsthilfegruppen austauschen.

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