4. Dezember 2019
Rotkohl selber machen - Anleitung und Rezept

Leckeres Rotkraut selber machen

Wer Rotkohl selber machen möchte, braucht lediglich etwas Geduld beim Kochen. Rotkohl wird nämlich nicht gekocht, sondern geschmort. Nachdem die Schnippelarbeit erledigt ist, läuft der Schmorvorgang aber wie von allein. Viel Arbeit hat man dann also nicht mehr. Den Geschmack von selbst gemachtem Rotkohl sollten Sie sich wirklich nicht entgehen lassen.

Topf mit Rotkohl
© Einwanger, Klaus-Maria für GuU / Jalag Sydication
Leckeres Rotkraut selber machen

Rotkohl: vielseitig und gesund

Im Winter und zum Weihnachtsfest ist Rotkohl eine der beliebtesten Beilagen. Besonders Apfelrotkohl mit Gänsebraten und Klößen ist ein klassisches Weihnachtsmenü. Viele kennen die Beilage leider ausschließlich aus der Dose oder dem Glas, denn sie halten die Zubereitung für aufwendig. Das stimmt aber nur bedingt: Wenn die Schnippelarbeit erledigt ist, dann schmort der Kohl ganz alleine im Topf vor sich hin. Rotkohl frisch zuzubereiten hat zudem den Vorteil, dass Sie ihn auf Vorrat kochen und portionsgerecht einfrieren können. Zu leckeren Rouladen oder Braten tauen Sie das fertige Wintergemüse später einfach auf. Voilà! Aber auch roh ober blanchiert lässt sich das Rotkraut einfrieren. Sie sehen: Die Zubereitung von frischem Rotkraut lohnt sich auch für Single-Haushalte oder Paare. Übrigens: Rotkohl und Blaukraut ist das gleiche: Blautkraut sagt man eher im Süddeutschen Raum und in Österreich. In der Schweiz sagt man auch Rotkabis oder Blaukabis.

Diese Gerichte schmecken mit Rotkohl

Das Wintergemüse schmeckt zu deftigen Fleischgerichten wie Rouladen, Wild, Wildgeflügel, Gulasch, Frikadellen oder Sonntagsbraten. Als weitere Beilage passen beispielsweise Kartoffeln, Kartoffelgratin oder Spätzle. Zur Weihnachtsente werden gern noch eingelegte halbe Birnen mit Preiselbeeren und etwas Meerrettich gereicht. Aber natürlich kann man Rotkraut vielseitig genießen, weshalb auch in der jungen, modernen Küche das Gemüse längst seinen Platz gefunden: Frisch und fein geschnitten oder gehobelt, schmeckt er roh oder blanchiert als Rohkostsalat mit Äpfeln, Nüssen, eingelegten Senffrüchten sowie einem fruchtigen Dressing mit Rotweinessig. Als Rohkost ist Rotkohl in der Poké Bowl oder im Döner eine beliebte Beilage. Empfindliche Mägen sollten mit Rohkost allerdings stets etwas vorsichtig sein.

Tipps: Da Rotkohl stark färbt, sollten Sie bei der Zubereitung Einweghandschuhe tragen. Verfärbungen des Schneidebretts bekommen Sie mit Zitrone ganz einfach weg – das funktioniert natürlich an den Händen, für den Fall der Fälle.

Hierzulande hat das vitaminreiche Gemüse von September bis November Saison. Darüber hinaus ist es als Lagerware aber noch den ganzen Winter auf Wochen- und Supermärkten sowie Discountern erhältlich. Wie alle Kohlsorten, ist auch das Blaukraut sehr gesund: Es enthält viel Vitamin C, Folsäure, reichlich Mineralstoffe, Ballaststoffe und Antioxidantien. Dazu überzeugt er mit wenig Kalorien: 100 g haben gerade einmal 31 kcal!

Muss Essig an den Rotkohl?

Durch den Essig bekommt bzw. erhält der Klassiker beim Kochen seine schöne tiefrote Farbe. Gleichzeitig rundet ein Schuss Essig den Geschmack ab. Anstelle von normalem Essig können Sie auch Rotwein- oder Balsamicoessig verwenden. Wenn Sie es mit Essig nicht so haben, können Sie auch Apfelsaft verwenden – die enthaltene Zitronensäure hat den gleichen Effekt. Da der Kohl durch den Essig etwas säuerlich ist, braucht es eine gute Prise Zucker als Ausgleich. In unserem Rezept ist die Menge angegeben.

Rotkohl einmachen

Wussten Sie, dass Sie Rotkohl auch einmachen können? Auf diese Weise wird das Kraut bei schonender Garung lange haltbar gemacht. Wir haben ein süß-säuerliches Rezept für Sie gefunden:

  • 2 kg Rotkohl
  • 2 EL Salz
  • 1 Liter Essig (Weinessig)
  • 500 g Zucker
  • Lorbeerblätter
  • Pfefferkörner
  • 1-2 Nelken

Zubereitung:

  1. Den Rotkohl raspeln, Salz dazugeben und 24 Stunden stehen lassen.
  2. Kohl waschen, putzen, gut abtropfen lassen, in Einweckgläser schichten.
  3. Weinessig und Zucker vermischen. Den Aufguss auf die Gläser verteilen und die Gewürze hinzufügen.
  4. 1,5 Stunden bei 95° im Kessel oder im Backofen bei 180° 70 Minuten garen.

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Probieren Sie unser leckeres Rotkohl-Rezept!

Rezept für Rotkohl

Zutaten (für eine gut gefüllte Festtagstafel)

  • 150 g Zwiebeln
  • 1 gewürfelter Apfel
  • 100 g Gänseschmalz
  • 1 Rotkohl (ca. 1 kg)
  • 100 ml Rotwein
  • 20 g Zucker
  • 50 g Johannisbeergelee (am besten auch selbst gemacht)
  • 10 g Stärke
  • 30 ml Essig
  • 1 Zimtstange
  • Nelke
  • Lorbeer
  • ganze Pfefferkörner und Wacholderbeeren
Rosenkohl
© Thinkstock
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Zubereitung

  1. Der Rotkohl muss gut gewaschen und geviertelt werden. Entfernen Sie dabei den hellen Strunk. Zwiebel und Äpfel werden klein geschnitten, der Kohl in feine Streifen geschnitten.
  2. Das Gänseschmalz wird in einem Topf erhitzt, und Zwiebel und Äpfel darin angeschwitzt. Danach werden Zucker und Rotkraut dazugegeben.
  3. Alles mit dem Rotwein ablöschen und das Johannisbeergelee dazugeben.
  4. Geben Sie nun etwas Wasser hinzu (etwa ein Drittel der im Topf angeschwitzten Menge), um das Rotkraut weich zu kochen. Tipp: Der Kohl sollte noch etwas Biss haben!
  5. Mit Pfeffer und Salz abschmecken
  6. Geben Sie danach die Gewürze zum Kraut, und schmoren Sie den Rotkohl angedickt, bis er weich ist. Der Essig wird am Ende der Garzeit hinzugegeben.
  7. Anschließend noch mit Salz und Pfeffer abschmecken und mit Stärke andicken, um dem Kraut eine tolle Farbe, Konsistenz und einen tollen Glanz zu verleihen.

Noch ein paar Tipps

  • Die Kochzeit beträgt zehn Minuten in einem Schnellkochtopf und eine Stunde in einem normalen Kochtopf.
  • Richtig lecker schmeckt der Rotkohl erst, wenn er über Nacht mindestens zwölf Stunden an einem kühlen und dunklen Ort durchgezogen ist.
  • Zum Festtagsbraten wird das Rotkraut einfach in einem Topf erhitzt und dann als Beilage serviert.
  • Am besten schmeckt es zu Gänsebraten und fetten Weihnachtsgerichten.

Auto: Tanja Seiffert

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