Die drei wichtigsten Fragen Käsespätzle selber machen

Wer hat’s erfunden? Die Schwaben – zumindest glauben sie das. Fest steht: Käsespätzle gehören vor allem in Schwaben, im Allgäu und in Österreich zu den Lieblingsgerichten. Die Teignocken sind auch bekannt unter den Namen Kässpatzen, Chäschnöpfli oder Käsknöpfle. Frische Käsespätzle sind eine eigenständige Mahlzeit – sie werden mit kräftigem Bergkäse geschichtet und mit Röstzwiebeln und etwas Petersilie serviert. Dazu gibt's einen grünen Salat. Das sind die drei wichtigsten Fragen zur Zubereitung von Käsespätzle.

Käsespätzle selber machen Käsespätzle selber machen © Pixabay

Die drei wichtigsten Fragen zum Artikel

1. Was benötigt man zum Spätzle selber machen?
2. Spätzle pressen oder schaben?
3. Spätzle abschrecken – eine gute Idee?

1. Was benötigt man zum Spätzle selber machen?

Sie benötigen folgende Grundzutaten: 

  • 300 g Mehl
  • 4 Eier, Größe M
  • etwas geriebene Muskatnuss
  • 4-6 EL Mineralwasser
  • ca. 250 g Bergkäse oder Emmentaler
  • 2 große Zwiebeln
  • 1 EL Butterschmalz

Der zähflüssige Teig wird so lange mit der Hand oder mit dem Knethaken gerührt, bis er Blasen wirft und seidig glänzt. Wenn der Teig zu fest ist, einfach noch etwas Mineralwasser hinzugeben. Ein Tuch über die Schüssel geben und den Teig mindestens eine halbe Stunde ruhen lassen. Setzen Sie einen Topf mit reichlich (wichtig!) Salzwasser auf und pressen oder schaben Sie die Spätzle direkt ins leicht sprudelnde Wasser. Fürs Schaben benötigen Sie ein Messer mit langer Klinge sowie ein Spätzlebrett (anfangs reicht auch ein normales Brett). Wenn die Spätzle oben schwimmen (nach ca. drei Minuten), diese mit einer Schöpfkelle aus dem Wasser holen und in in eine mit Butter gefettete Auflaufform geben. Die Spätzle abwechselnd mit geriebenem Bergkäse oder milderem Emmentaler aufschichten. Die letzte Schicht ist Käse. Tipp: Es ist wichtig, dass die Spätzle heiß sind, damit der Käse schmilzt. Halten Sie die Auflaufform zwischen den Schichten bei ca. 120 bis 150 Grad warm. Jetzt die Zwiebeln in Ringe schneiden und in Butterschmalz goldbraun anrösten, die Petersilien abbrausen, abtrocknen kleinschneiden, unterheben und zu den Spätzle reichen. Tipp: Probieren Sie unsere Käsespätzlevariante mit Pilzen

2. Spätzle pressen oder schaben?

Ob Sie Spätzle lieber schaben oder pressen ist Geschmackssache. Das Schaben braucht auf jeden Fall etwas Geschick und Übung. Wenn Sie Spätzle erstmalig selber machen und diese gleich Gästen servieren wollen, dann empfiehlt sich eine Spätzleteigpresse. Dazu geben Sie einfach portionsweise Teig hinein und pressen ihn direkt ins Wasser. Beim Schaben streichen Sie gleichmäßig etwa 2 Esslöffel Teig auf die untere Hälfte eines befeuchteten Holz und trennen mit dem Messer die Spätzlefäden ab. Hier gilt es, zügig zu arbeiten, damit die Spätzle gleichmäßig gar werden.

3. Spätzle abschrecken – eine gute Idee?

Nur, wenn diese anschließend nicht direkt weiterverarbeitet oder verzehrt werden werden. Das kalte Wasser sorgt beim Abschrecken dafür, dass der Garprozeß unterbrochen wird und die Spätzle nicht zu einem Kloß zusammenkleben. Wenn die Spätzle allerdings direkt gegessen oder für Käsespätzle weiterverarbeitet werden sollen, kann man sie direkt auf die Teller oder in eine Ofenform geben. Ob Sie Spätzle abschrecken oder nicht, hängt also von der weiteren Verarbeitung oder dem Verzehr ab.

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