26. April 2021
Magen-Darm-Beschwerden: Diese Krankheiten stecken dahinter

Magen-Darm-Beschwerden: Diese Krankheiten können dahinter stecken

Krämpfe, Völlegefühl, Blähungen – Magen-Darm-Beschwerden können sehr unangenehm sein. Doch wie bedrohlich sind sie für unsere Gesundheit? Wir verraten, welche Ursachen sich hinter welchen Magen-Darm-Symptomen verbergen und ab wann Sie die Schmerzen ernst nehmen sollten.

Bauchschmerzen, Verstopfungen oder Durchfall sind Symptome, die wohl jeder schon mal durchleben musste. Doch sind die Magen-Darm-Beschwerden harmlos oder steckt etwas Ernsteres dahinter? Wir verraten, welche typischen Magen-Darm-Symptome auf welche Ursachen und Erkrankungen hinweisen.

Ursachen für Magen-Darm-Beschwerden: Diese Krankheiten können dahinter stecken

Gründe für Magen-Darm-Beschwerden sind nahezu unzählig. Bauchschmerzen sind ein sehr unspezifisches Symptom, hinter dem verschiedene Krankheitsbilder stecken können – von harmlos bis sehr ernstzunehmend. Hier kommen die häufigsten Ursachen für Magen-Darm-Beschwerden:

Magen-Darm-Grippe

Die klassische Ursache: Magen-Darm-Grippe. Treten Beschwerden unerwartet und plötzlich ein und äußern sich durch Übelkeit, Erbrechen, Durchfall und Bauchkrämpfe ist dies ein Hinweis auf die Grippe. Vor allem, wenn außerdem Fieber, Schwächegefühl und Schwindel auftreten, liegt die Vermutung auf einen grippalen Magen-Darm-Infekt nahe. In der Regel lassen die Beschwerden nach zwei bis sechs Tagen nach – lassen Sie sich dennoch vorsichtshalber von einem Arzt abchecken.

Achten Sie darauf, ausreichend Flüssigkeit zu sich zu nehmen und magenschonende Kost zu essen.

Darmbeschwerden durch Stress

Nicht umsonst existieren Sprichwörter wie "Das schlägt mir auf den Magen" oder "Das liegt mir schwer im Magen". Unser Verdauungstrakt besteht aus empfindlichen Organen, die eng mit unseren Emotionen verbunden sind. In unserem Bauchraum befinden sich Botenstoffe, die auch in unserem Gehirn vorkommen - etwa das Glückshormon Serotonin. 

Wenn das vegetative Nervensystem streikt, macht sich das schnell auch auf unangenehme Weise in unserem Magen-Darm-Bereich bemerkbar. Dort sitzt nämlich die wichtige Steuerungszentrale von Atmung, Kreislauf und der Verdauung. Durch Stress kann das vegetative Nervensystem aus dem Gleichgewicht geraten. Bemerken Sie Verdauungsprobleme in stressigen Lebensphasen, versuchen Sie, einen Ausgleich zu finden, bei dem Sie sich entspannen können und nehmen Sie sich ausreichend Ruhepausen. 

Lesen Sie auch: Die besten Tipps gegen Völlegefühl >>

Magengeschwür

Geschwüre im Magen und Darm machen sich vor allem durch anhaltende Schmerzen bemerkbar, die eher im Zusammenhang mit dem Essen oder nachts im nüchternen Zustand auftreten. Bemerken Sie außerdem einen pechschwarzen Stuhlgang oder das Erbrechen von Blut oder kaffeesatzartigem Material, suchen Sie dringend einen Arzt auf.

Magenschleimhautentzündung (Gastritis)

Die häufigste Ursache für Magenschmerzen ist eine Gastritis. Dabei handelt es sich um die Entzündung der Magenschleimhaut. Sie entsteht häufig durch eine unausgewogene Ernährung, sodass ein Ungleichgewicht zwischen der Säureproduktion und dem Säureschutz im Magen hervorgerufen wird. Demzufolge greift die Magensäure die Schleimhaut an. Typische Symptome sind Übelkeit, Erbrechen, Druckschmerz im Magenbereich, Druckgefühl im Oberbauch.

In der Regel ist eine Gastritis nicht besorgniserregend - allerdings sollte diese nicht chronisch werden. Achten Sie deshalb darauf, keine übermäßigen Mengen an Alkohol und Nikotin zu sich zu nehmen und sich gesund und vielseitig zu ernähren. Können Sie dennoch keine Besserung feststellen, suchen Sie einen Arzt auf.

Auch spannend: Warmes Wasser auf leeren Magen trinken - darum ist es so gesund >>

Reizmagen/Reizdarm

Der Reizdarm und der Reizmagen sind häufig auftretende Krankheitsbilder bei Magen-Darm-Problemen. Etwa 30 bis 50 Prozent der Patienten, die deswegen einen Arzt aufsuchen, erhalten diese Diagnose. Dabei handelt es sich um Magen-Darm-Beschwerden, die ohne erkennbaren Grund auftreten. Kann der Arzt keine krankhafte Veränderung der Organe feststellen, handelt es sich vermutlich um psychische Ursachen oder Unverträglichkeiten. Die Ursache ist jedoch bisher nicht eindeutig geklärt.

Auch spannend: Diese Hausmittel helfen gegen Blähungen >>

Morbus Crohn/Colitis ulcerosa

Bei diesen Krankheitsbildern handelt es sich um chronisch entzündliche Darmerkrankungen. Hierbei ist die Darmschleimhaut entzündet (Colitis ulcerosa) oder sogar die ganze Darmwand (Morbus Crohn). Betroffene leiden stark unter Durchfall oder Verstopfungen, Schmerzen und Krämpfen im gesamten Bauchbereich sowie Blähungen. Diese Beschwerden können so schmerzhaft sein, dass sie die Patienten im Alltag stark einschränken. Suchen Sie bei anhaltenden Problemen auf jeden Fall einen Arzt auf.

Der richtige Zeitpunkt ist entscheidend!
Ob Kopfschmerzen nach dem langen Arbeitstag, Periodenkrämpfe oder Rückenprobleme: Schmerzmittel kommen für viele Personen täglich zum Einsatz. Doch wie...
Weiterlesen
Lade weitere Inhalte ...