30. Oktober 2012
Bauch-Übungen im Test

Übungen für einen flachen Bauch im Test

Wie bekommt man den Bauch schnell straff und schön? Klar, mit effektiven Übungen für den Bauch. FÜR SIE-Gesundheitsredakteurin Dagmar Metzger hat fünf Methoden ausprobiert, die einen flachen Bauch "zaubern" sollen.

Eine Frau macht Sit-Ups um einen flachen Bauch zu bekommen
© Wavebreak Media/Thinkstock
Übungen für einen flachen Bauch im Test

Übungen für einen flachen Bauch im Test

Die Welt der Bauchmuskel-Workouts ist ganz schön groß. Aber haben Sie sich bei den vielen verschiedenen Methoden auch schon gefragt, welche die Richtige für Sie ist? Genauso erging es FÜR SIE-Gesundheitsredakteurin Dagmar Metzger. Sie hat hat fünf Methoden ausprobiert, die für einen tollen Oberkörper und neben Crunches, klassischen Übungen für Bauch, Beine und Po auch ein bisschen Abwechslung in das Fitness-Programm bringen können.

Übungen für den Bauch – das wurde getestet:

  • Aerial oder Flying Yoga soll gleich zwei Fliegen mit einer Klappe schlagen: Schlank am Bauch machen und Stress abbauen.
  • Nicht jeder hat Zeit noch in ein Fitnessstudio oder in einen speziellen Kurs zu gehen, daher hat unsere Redakteurin eine Fitness-DVD ausprobiert, mit der Sie nicht nur Zuhause, sondern auch Übungen ohne teure Fitnessgeräte ausführen können.
  • Für Test Nummer 3, ließ sich unsere Redakteurin in einen Hypoxi-Anzug stecken, der mit Über- und Unterdruck für einen flachen Bauch sorgen soll.
  • Besonders viel Spass hatte sie mit dem Trampolin. Die Übungen tun nicht nur Bauch, Beine, Po und Rücken gut, sondern irgendwie auch der Seele!
  • Beim Power Plate trainieren Sie auf einer High-Tech-Platte, die durch Vibration für eine besseres Ergebnis bei den dagegen soll.

Wie das für Dagmar Metzger ausgegangen ist, erfahren Sie in ihrem Testbericht zu den besten Übungen für den Bauch:

Bauch-Übungen im Test: Aerial Yoga
© aluxum/iStock
Übungen für einen flachen Bauch im Test

Flacher Bauch dank Aerial Yoga


Aerial Yoga / Flying Yoga: Schwing dich schön

Wie Fledermäuse im Turndress hängen drei Frauen schon von der Decke, als ich den Aerial-Yoga-Kursraum betrete. Beeindruckend sieht das aus – und ganz schön schwierig. „Ist es gar nicht“, sagt Trainerin Dhanya Meggers lachend. „Am besten, du probierst es gleich mal selbst.“ Sie zeigt mir, wie ich in das Trapeztuch einsteige. Und siehe da: Was ich am Boden nie hinkriegen würde, funktioniert in der Luft auf Anhieb. Relaxt schwebe ich im „Schmetterling“ und kann dabei sogar noch mit den Fingern Mudras formen. Das Gefühl von Schwerelosigkeit könnte süchtig machen. Hängen, schweben, schaukeln – ich würde am liebsten stundenlang weitermachen. Und doch geht es nicht um Akrobatik, sondern wie bei anderen Yoga-Formen auch um ein neues Körperbewusstsein und Stressabbau. Der Schlank-Erfolg: Aerial Yoga strafft nicht nur meinen Bauch, sondern entspannt mich auch so sehr, dass ich meine Frust-Schokolade überhaupt nicht mehr brauche.

  • Für wen? Alle, die Yoga mit Extrakick möchten
  • Kosten: ab 20 Euro pro Stunde, mehrere Termine empfehlenswert
  • Fazit: entspannte Körperstraffung

Das sagt der Experte, Professor Ingo Froböse (Deutsche Sporthochschule Köln): „Alle Yoga-Arten sind ideal, um die Tiefenmuskulatur zu kräftigen. Speziell Aerial Yoga wirkt auf Bauch, Rücken und Oberkörper. Wegen der Aufhängung muss man sich nämlich permanent stabilisieren.“

Bauch-Übungen im Test: Fitness-DVD


Übungen Zuhause: Training statt „Tatort“

Mein Fernsehcoach heißt Mark und hat bei der US-Army schon 700 Elitesoldaten gestählt. Praktischerweise gibt’s sein Programm „Fit ohne Geräte“ auf DVD. Ich kann ihn also auf Knopfdruck vorturnen lassen. Außer am Kopf scheint Mark überall Muskeln zu haben. So fällt es ihm nicht schwer, nur mit dem eigenen Körpergewicht noch mehr Muckis aufzubauen. Das sei effizienter als Hantelnstemmen und lasse das Fett schneller schmelzen als Aerobic, verspricht er. Also hoch die Beine und rüber mit dem Kopf. Das Problem: Ich habe keine Ahnung, ob ich’s richtig mache. Und mehr als jeweils 15 Minuten halte ich nicht durch. Das finde ich ein bisschen frustrierend. Immerhin: Obwohl ich nur halb so viel „Bodyweight-Training“ mache, wie Mark vorschlägt, werden nicht nur meine Bauchmuskeln fester, sondern auch Schenkel, Po und Beine straffer.

  • Für wen? Leute, die wenig Zeit haben
  • Kosten: ca. 13 Euro
  • Fazit: preiswert, aber man braucht viel Disziplin

Das sagt Professor Froböse: „Kraftübungen verhelfen tatsächlich zu einem gesteigerten Grundumsatz und machen einen schlanken Körper. Kleinere Gewichte – oder auch gar keine – und höhere Wiederholungszahlen sind der beste Weg. Nur mit einer DVD zu trainieren birgt aber zwei Gefahren: Es kann langweilig werden, und man kann sich leicht überanstrengen.

Straffer Bauch
© b-d-s/ iStock/ Thinsktock
Übungen für einen flachen Bauch im Test

Übungen für den Bauch: Hypoxi im Test


Die Hypoxi-Methode: Schlank durch Über-Unterdruck-Prinzip

Sie kennen das vielleicht: Sie wollen abnehmen, trainieren und ernähren sich gut und gesund. Resultat: Sie nehmen rundherum ab, nur nicht an den Problemzonen, die Ihnen Ärger bereiten. Hypoxi will mit gezielter Figurformung dagegensteuern: Durch einen hautengen Anzug wird der Körper mithilfe von Vakuum und Kompression unter Druck gesetzt. Dabei trainieren Sie auf Laufband oder Stepper, der Körper kommt ins Schwitzen und kurbelt so den Stoffwechsel an. Fettdepots werden aktiviert und die an den Problemzonen liegenden Pölsterchen gezielt verbrannt. Oder Sie legen sich in Geräte, die zusätzlich gegen Cellulite an Bauch, Hüfte, Po, Oberschenkel und Beine helfen sollen. In einem Hypoxi Studio bringt man den Body wieder in Shape – so die Theorie. Die Geräte sehen futuristisch aus, ein persönliches Team führt durch das Programm führt und anhand Ihrer Bedürfnisse wird ein individueller Ernährungs- und Trainingsplan zusammenstellt. Sicher nicht die günstigste Art, den Oberkörper zu trainieren!

Praxistest: Steppen im Taucheranzug

Wosch! Mit Unterdruck wird alle paar Minuten an meinem Bauch gesaugt, während ich auf dem Stepper unterwegs bin. „Das verstärkt die Durchblutung und löst Fett aus den Zellen“, erklärt Henrik Schünemann, Chef des „Hypoxi-Figurzentrums Hamburg“. Bequem ist das nicht. Für die Schröpfmassage beim Gehen musste ich mich in einen luftdichten Gummianzug mit allerlei Kabelanschlüssen zwängen. Schwitzen garantiert – nicht nur durch das Steppen. Zum Glück ist nach 20 Minuten alles vorbei. Ich habe Lust auf Apfelschorle. Aber die verkneife ich mir. Zum Hypoxi-Training gehört nämlich auch eine Ernährungsanalyse. Und die hat ergeben, was ich mir schon gedacht habe: Von Kohlenhydraten und Zucker sollte ich besser die Finger lassen und auch sonst mehr Disziplin beim Essen halten. Nach vier Wochen mit je zwei Studiobesuchen passe ich wieder in meine Lieblingsjeans, die zuvor fast ein Jahr lang wegen Kneifens im Schrank lag.

  • Für wen? Nur für Leute, die bereit sind, zusätzlich Diät zu halten
  • Kosten: ca. 500 Euro pro Monat, einzelne Einheiten ab 35 Euro
  • Fazit: teuer und Unbequem

Das sagt Professor Froböse: „Schlank werden Sie vor allem durch die Ernährungsumstellung und das Extra an Bewegung. Das können Sie auch umsonst haben.

Bauch-Übungen im Test: Balance Swing
© Giorez/iStock
Übungen für einen flachen Bauch im Test

Balance Swing für einen flachen Bauch


Balance Swing: Gute Laune auf dem Trampolin

Wer wie ich schon als Kind von Hüpfburgen magisch angezogen wurde, kann meine Begeisterung für dieses Training gut verstehen. Hopsen ist lustig, nicht anstrengend, und man kann es sofort. Dabei muss man gar keine hohen Sprünge machen. Auf dem weich gefederten Mini-Trampolin geht’s mehr um das „Swingen“ und darum, die Balance zu halten. Dadurch werden alle Muskeln gefordert. Nach einer Stunde bei „Balance Swing“-Trainerin Regina Ziegler kann ich schon, ohne zu kippeln, auf einem Bein stehen und den Fuß kreisen lassen. Das Trampolin ist aber auch super als Unterlage für Muskelübungen oder zum Entspannen nach dem Swingen. Und der Wabbelbauch? Wurde nach und nach fester, unter anderem, weil sich auch meine Haltung automatisch verbessert hat.

  • Für wen? Auch für Unsportliche
  • Kosten: ab 12 Euro pro Stunde
  • Fazit: Spaß-Training, von dem auch der Rücken profitiert

Das sagt Professor Froböse: „Ich bin ein großer Fan dieser Mini-Trampoline, weil sie Rücken und Gelenke schonen und die Balance verbessern. Das langsame Abfedern begünstigt den Stoffwechsel. Und weil’s Spaß macht, verliert man nicht so schnell die Lust.“

Bauch-Übungen im Test: Power Plate
© LordHenriVoton/iStock
Übungen für einen flachen Bauch im Test

Übungen für den Bauch: Power Plate im Test


Power Plate: Rütteln bis zum Umfallen

So muss es sich anfühlen, wenn man versucht, bei einem Erdbeben Kniebeugen zu machen. Auf der „Power Plate“ werden selbst banale Sit-ups zum Ganzkörper-Workout: Die Schwingungen der ursprünglich für Astronauten entwickelten Hightech-Platte werden auf den Körper übertragen und bringen die Muskeln dazu, sich automatisch anzuspannen. So kommen 97 Prozent aller Muskelfasern in Bewegung. Gut, dass Personal Trainer Patrick Pott bei allen Übungen dabei ist. Zu Anfang habe ich sogar ein bisschen Angst, vom Podest zu fallen. Er erklärt mir seriöserweise auch, was ich von der Plate erwarten kann: „Sie ersetzt das Training nicht, sondern intensiviert es nur“, so der Ex-Leistungssportler. Lohn der Anstrengung und des Muskelkaters danach sind nicht nur gestählte Bauchmuskeln, sondern auch mehr Kondition schon nach der vierten Session.

  • Für wen? Alle, die keine Angst vor Muskelkater haben
  • Kosten: ab 45 Euro pro 25 Minuten
  • Fazit: schneller Muskelaufbau mit Personal Training

Das sagt Professor Froböse: „Die Vibrationen machen das Training tatsächlich effektiver. Besonders die größeren und kräftigeren Muskelfasern profitieren. Allerdings sollten Sie nur mit qualifizierten Trainern üben, um zum Erfolg zu kommen und keine Gelenk oder Rückenprobleme zu riskieren.“

Crossfit – Tipps für Workout und Abnehmen
© matthiasdrobeck/iStock/Thinkstock
Übungen für den Bauch: Klassische Crunches und Übungen, die neben der Bauchmuskulatur den ganzen Körper und ihre Beweglichkeit stärken, finden Sie beim Functional Training oder, wer sich gerne auspowert, beim Cross Fit
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