27. Oktober 2020
Die besten Pilzgebiete in Deutschland

Pilze sammeln: Die besten Pilzgebiete in Deutschland

Wann beginnt die Pilzsaison? In welchem Monat kann ich meine Lieblingspilze finden? Und wo genau soll ich suchen? Bei uns erfahren Sie, zu welcher Jahreszeit Sie am besten Pilze sammeln können, unter welchen Baum Sie suchen sollten und welche Orte am ergiebigsten sind. Wir verraten Ihnen die besten Pilzgebiete in Deutschland!

Wann gibt es welche Pilzarten?

Im Allgemein kann man sagen, dass es in allen Monaten Pilze gibt. Die Hauptsaison, in der die meisten Pilze wachsen, ist allerdings von Sommer bis Herbst. Besonders im Herbst, nach Regenfällen, sprießen die Pilze in den Wäldern. Dann heißt es für Pilzsammler: Ran an die Körbchen!

Pilzesammeln in Deutschland: Worauf muss man beim Sammeln achten?

Am wichtigsten ist natürlich, dass Sie giftige von ungiftigen Pilzen unterscheiden können. Pilzesammeln ohne Vorbereitung und entsprechende Kenntnisse ist nicht empfehlenswert – immerhin gibt es rund 60 giftige Arten, die man kennen sollte. Sie haben daher zwei Möglichkeiten: Entweder Sie gehen mit versierten Pilzkennern auf die Suche, oder Sie eignen sich ein gewisses Wissen im Vorfeld an. Im Idealfall verbinden Sie beides miteinander, um am meisten zu lernen. Tipp: Anfangs sollten Sie nur Röhrlinge sammeln, denn von ihnen gibt es am wenigsten giftige Verwandte.

Richtiger Zeitpunkt: Wann Pilze sammeln?

Laut Experten sprießen Pilze ganz besonders gut nach Regengüssen. Geben Sie den Gewächsen etwa eine Woche nach Regenende Zeit und freuen Sie sich dann über tolle Exemplare in rauen Mengen.

Welche Mengen sind erlaubt?

Tatsächlich gibt es beim Sammeln von Pilzen Beschränkungen, wobei die Menge nicht exakt gesetzlich festgelegt ist. Als Richtwert gelten 150 g bis 200 g pro Person. Wenn Sie alleine unterwegs sind, dann kann auch 1 kg noch in Ordnung sein, wenn Sie diese Menge für eine Mahlzeit brauchen – die Behörden regeln das jeweils unterschiedlich. Es muss offensichtlich sein, dass die Mengen für den Eigenbedarf sind, denn das Verkaufen von Pilzen ist verboten.

Richtige Kleidung und Ausrüstung

Beachten Sie außerdem, dass es im Wald von Zecken und Mücken nur so wimmelt. Schützen Sie daher Ihre Haut, damit kein Getier sich an Ihnen festbeißen oder -saugen kann. Packen Sie Mückenspray ein, Sonnenschutz und eine Kopfbedeckung - im Spätsommer haben wir noch sehr warme Tage und Sie wollen ja sicher keinen Sonnenbrand riskieren. Denken Sie auch an einen kleinen Erste-Hilfe-Kasten mit Desinfektionsmittel und Pflastern, falls Sie sich verletzten sollten. Tragen Sie außerdem feste Outdoor-Schuhe, um im Wald nicht abzurutschen.

Achtung: Pilze NIEMALS in einer Plastiktüte sammeln, sonders ausschließlich in einem luftdurchlässigen Korb. Die schlimmsten Pilzvergiftungen, die man bekommen kann, sind Sekundärvergiftungen – diese entstehen, wenn sich das Eiweiß in der Tüte zersetzt. Und das geschieht bei den empfindlichen Köpfen sehr schnell. Durch eine natürliche Luftzirkulation kann das bei Körben nicht passieren. 

Darf man Pilze unten abschneiden?

Bitte, nein! Die Stielbasis, ist wichtig um den Pilz bestimmen zu können. Fehlt diese, kann er mit anderen, unter Umständen giftigen Sorten, verwechselt werden. Zudem wird der Pilz regelrecht beschädigt – das ist, als ob Sie einen Apfel oder eine Kartoffel in zwei Hälften schneiden. Sie verletzen den Pilz und Schadstoffe können eindringen. So machen Sie es richtig:

Pilzesammeln in Deutschland: Wo wachsen Pilze?

Pilze wachsen allgemein da, wo Bäume stehen. In Parks, Gärten, meistens aber in Wäldern, der Grund dafür ist die symbiotische Lebensgemeinschaft. Manche Pilze spezialisieren sich auf bestimmte Baumarten, so gibt es Pilzarten die an z.B. Nadelbäume gebunden sind und nur hier vorkommen. Dann gibt es wiederum Pilze die sowohl an Nadelbäumen als auch an Laubbäumen vorkommen. Doch auch nicht unter jedem Baum gedeihen Pilze. Wiesen-Champignons finden Sie auf Wiesen – wenn diese überdüngt sind, sollte man aber vielleicht besser davon absehen, sofern sie dann überhaupt noch wachsen. Das Angebot an Speisepilzen ist groß: von Pfifferlingen über Steinpilze bis Maronen kann man sich in der Pilzsaison über einen reich gedeckten Tisch freuen.

Grundsätzlich können Sie in jedem Waldgebiet Pilze sammeln, ausgenommen sind

  • Naturschutzgebiete
  • Nationalparks
  • öffentlichen Parks
  • Verjüngungsflächen
  • Flächen, auf denen Holz geschlagen wird

Außerdem ist es verboten,  seltene Pilzarten wie Trüffel oder Grünlinge zu sammeln sowie einem unbekannte Pilze wahllos abzuschneiden, um sie später von einem Profi zuordnen zu lassen.  Zudem dürfen im Wald gesammelte Pilze nicht verkauft werden. Verboten ist auch das Pilzesammeln in der Nacht zum Schutz der Wildtiere.

Pilze in der Nähe von vielbefahrenen Straßen oder in Industriegebieten sollten Sie lieber stehenlassen, da diese mit Schadstoffen belastet sein könnten.

Übrigens, theoretisch finden Sie die Pilze im Jahr darauf an der gleichen Stelle wieder. Das hängt jedoch davon ab, wie ideal der Nährboden fürs Wachstum ist. Eventuell bleiben die Pilze eine Saison aus und wachsen im Jahr darauf umso zahlreicher. Wir zeigen Ihnen die schönsten Gebiete zum Pilze sammeln in ganz Deutschland.

    Pilze - Das gesunde Gemüse aus Wald schmeckt und ist gesund
    © Thinkstock/iStock
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    - Galerie der gifitgen Pilze 
    Die heilende Kraft der Pilze 
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          Ba­den-Würt­tem­berg

          • Schwarzwald
          • Schwäbisch-Fränkischer Wald

          Bayern

          • Steigerwald
          • Hirschwald
          • Frankenwald
          • Fichtelgebirge
          • Erzgebirge
          • Oberpfälzer Wald
          • Alpenvorland zwischen Wolfratshausen und Tölz
          • In den Wäldern um Wessobrunn
          • Munrau
          • Hohenspeißenberg

          Rund um Berlin

          • Grunewald
          • Müggelberge
          • Eiskeller
          • Spandauer Forst
          • Tegeler Forst
          • Eberswalde
          • Rund um den Falkensee

          Brandenburg

          • Schorfheide

          Rund um Hamburg

          • Stuckwald
          • Haakewald
          • Niendorfer Gehege
          • Rantzauer Forst
          • Emmewald
          • Bergdorfer Geholz
          • Buschewald

          Hier finden Sie weitere Infos zu den Pilzgebieten in und um Hamburg >>

          Hessen

          • Habichtswald
          • Meißner-Kaufunger Wald
          • Lahn-Dill-Bergland
          • Gladenbacher Bergland
          • Niederwald bei Bensheim

          Mecklenburg Vorpommern

          • Nossentiner/ Schwinger Heide

          Niedersachsen

          • Weserbergland
          • Lüneburger Heide
          • Harz

          Nord­rhein-West­fa­len

          • Teutoburger Wald/ Eggengebirge
          • Rothaargebirge

          Rheinland-Pfalz

          • Soonwald-Nahe
          • Rhein-Westerland
          • Pfälzerwald

          Sachsen/Sachsen-Anhalt

          • Dübener Heide
          • Erzgebrigre/Vogtland
          • Naturpark Hoher Fläming

          Schleswig Holstein

          • Hüttener Berge

          Thüringen

          • Thüringer Wald
          • Thüringer Schiefergebirge/Obere Saale
          • Südharz

          Noch mehr Informationen über Pilze finden Sie in unserem Pilz-Special>>

          Lesen Sie auch: Rezept für Steinpilzrisotto >>

          Fliegenpilz
          © Thinkstock/iStock
          Giftige Pilze:
          Bilder: Giftige Pilze >>

          Pilzesammeln in Deutschland Welche Pilze wachsen an welchen Bäumen?

          Wir zeigen Ihnen, welche Pilze an welchen Baumarten wachsen.

          Fichte

          • Fichten Steinpilz
          • Flockenstieliger Hexenröhrling
          • Maronenröhrling
          • Rotfußröhrling
          • Fliegenpilz

          Kiefer

          • Maronenröhrling
          • Sandröhrling
          • Butterpilz
          • Reifpilz

          Rotbuche

          • Sommer-Steinpilz
          • Satansröhrling
          • Perpilz
          • Totentrompete

          Birke

          • Birkenpilz
          • Heide-Rotkappe
          • Fliegenpilz
          • Rotbrauner Scheidenstreifling
          • Pfifferling

          Eiche

          Wie lange sind gepflückte Pilze haltbar?

          Frisch gesammelte Pilze sind nur sehr kurz haltbar. Aufgrund ihres hohen Eiweiß- und Wassergehaltes bilden sich schnell giftige Abbauprodukte, die dann zu einer Lebensmittelvergiftung führen können. Verarbeiten Sie Pilze idealerweise noch am selben Tag. Schlagen Sie übrig gebliebene Pilze locker in Küchenpapier ein und bewahren Sie diese einen Tag lang im Kühlschrank auf.

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