2. November 2020
Pilze richtig putzen - Anleitung und Tipps

Pilze richtig putzen: Anleitung und Tipps

Der Herbst ist schon allein deshalb eine besondere Zeit, weil wir wieder vermehrt Pilze essen können. Aus den kleinen Leckerbissen können tolle Gerichte entstehen, allerdings müssen sie vorher richtig gereinigt werden, um sauber und trotzdem aromatisch zu sein. Wir verraten, wie Sie Pilze richtig putzen!

Pilze richtig putzen: So funktioniert's

Wenn Sie die nächsten drei Menschen, denen Sie begegnen, fragen, wie man Pilze richtig putzt, werden Sie wahrscheinlich drei unterschiedliche Antworten bekommen. Die einen bürsten, die anderen baden, die nächsten tupfen nur ab. Wir verraten Ihnen, wie es wirklich geht und welcher Pilz welche Behandlung für sich beansprucht.

Gezüchtet gleich sauber

Gezüchtete Pilze, die in großen Mengen auch im Supermarkt angeboten werden, sind kaum schmutzig. Deshalb ist ihre Reinigung natürlich besonders einfach. Bei Champignons oder Kräuterseitlingen zum Beispiel reicht es meist aus, sie mit einem Küchentuch abzureiben. Bei stärkeren Verschmutzungen können Sie das Küchentuch ein wenig anfeuchten, müssen die Pilze danach aber auch wieder abtrocknen. Auch die Reinigung mit dem Pinsel ist für Pilze geeignet, allerdings sollten Sie darauf achten, dass die Borsten sehr weich sind und Sie beim Putzen nicht zu fest aufdrücken, da die Pilze sonst beschädigt werden.

Rohe Pilze essen

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© intophoto
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Nicht alle Pilze können roh gegessen werden. Bei den anderen können Sie weiche Druckstellen, die schon ein wenig braun geworden sind, mit einem scharfen Messer herausschneiden. Allerdings haben diese Stellen meist keinerlei Auswirkung auf den Geschmack der Pilze oder ihre Haltbarkeit. Auch trockene und meist holzige Stielenden werden mit einem scharfen Messer entfernt. Bei älteren Pilzen können Sie ebenfalls mit einem scharfen Messer die schrumpelige Haut einfach abziehen. Bei Champignons wird dieses Vorgehen auch empfohlen, wenn der Pilz roh gegessen werden soll, zum Beispiel in einem Salat.

Pilze richtig putzen: Wasser nur in Maßen

Und tatsächlich stimmt die weit verbreitete Annahme, dass man Pilze nicht waschen sollte. Sobald sie im Wasser liegen, saugen sie sich voll, werden matschig und verlieren ganz schnell ihr Aroma. Sehr stark verschmutzte Pilze können Sie über einem Sieb zügig abbrausen, niemals aber im Wasser schwimmen lassen oder längere Zeit untertauchen. Das darf einzig und allein bei Morcheln geschehen, da sich in diesen oft Sand festsetzt. Danach müssen die Morcheln gründlich auf einem Küchentuch abtropfen.

Selbstgepflückte Waldpilze putzen

Meist sind Wildpilze, wie Pfifferlinge oder Steinpilze, stärker verschmutzt als die gezüchteten Verwandten, da oft Erdreste an ihnen kleben. Auch Madenbefall ist hier möglich.

Entfernen Sie zuerst allerlei Sand, Moss, Nadeln und Blätter sanft mithilfe eines Küchenpinsels. Schneiden Sie die Pilze dann am besten auf und entfernen Sie befallene Stellen großzügig. Von großen Exemplaren ziehen Sie die Haut vom Hut ab und die Röhrenschicht, weil sich darin Schwermetalle sammeln können.

Nur, wenn es absolut nötig ist, reinigen Sie die frischen Pilze mit Wasser. Dabei die Pilze auf keinen Fall im Wasser liegen lassen, da sie sich ansonsten vollsaugen. Maximal mit einem feuchten Tuch abwischen!

 

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