Brennholz im Wald sammeln: Wann es erlaubt ist

Wann Sie Brennholz im Wald sammeln dürfen

Steigende Nebenkosten für Strom, Gas und Öl lassen nun auch das Brennholz knapp werden. Für viele ist der Wald jetzt eine große Verlockung, um Holz für den Kamin oder Ofen zu sammeln. Doch darf man das? Wir klären Sie auf, welche Voraussetzungen dafür erfüllt sein müssen.

Lebensmittel, Öl, Gas und Strom sind so teuer wie nie. Und jetzt wird auch noch das Brennholz knapp. Wer noch nicht für den Herbst und Winter vorgesorgt hat, sollte also spätestens jetzt aktiv werden. Und Not macht bekanntlich erfinderisch. Viele Menschen zieht es jetzt in die umliegenden Wälder, um Holz für den Kamin zu sammeln. Doch Vorsicht, dies ist nur unter bestimmten Voraussetzungen erlaubt!

Darf ich Brennholz im Wald sammeln?

In Deutschland ist es grundsätzlich verboten, Holz, Äste oder Zweige aus dem Wald zu sammeln. Ganz egal, ob diese nun ab Boden liegen oder an den Bäumen hängen. Kommen Sie also bloß nicht auf die Idee, mit einer Säge oder einem Brennholzkorb in den Wald zu spazieren. Denn das kann ganz schön teuer werden. Holzdiebstahl ist eine Straftat, die mit Geldstrafe oder Freiheitsstrafe geahndet wird. In einigen Bundesländern sind zwar geringe Mengen für den Eigenbedarf erlaubt. Mit diesem Raffholz, Leseholz oder Klaubholz lässt sich das heimische Brennholz für den Kamin aber nicht aufstocken.

Wann Sie Brennholz im Wald sammeln dürfen

Unter bestimmten Voraussetzungen, kann das Sammeln von Holz im Wald sogar erlaubt sein. Möchten Sie Brennholz sammeln, so benötigen Sie eine Erlaubnis der Gemeinde – und zwar in Form eines Sammelscheins. Diesen Schein können Sie beim zuständigen Forstamt in Ihrer Region oder der Gemeindeverwaltung beantragen. Er kostet zwischen 5 und 30 Euro.

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Der Holzsammelschein gilt zwischen einem Monat und einem Jahr und nur für das jeweilige Waldgebiet dieser Gemeinde. Nicht aber im Wald von anderen Waldeigentümern! Dazu zählen beispielsweise der Staatswald, der Wald einer anderen Gemeinde oder der Wald einer privaten Person. Halten Sie sich hier also unbedingt an die jeweiligen Bestimmungen und Verordnungen.

Holzbriketts oder Brennholz – was ist besser?

Sie haben in diesem Jahr zu wenig Brennholz auf Lager, vielleicht sogar gar keins bekommen und suchen jetzt nach einer Alternative? Sie können Ihren Ofen oder Kamin auch mit Holzbriketts beheizen. Gegenüber Brennholz haben Holzbriketts folgende Vorteile:

  • Holzbriketts brennen aufgrund ihrer Dichte etwas länger als Brennholz.
  • Sie sind praktisch in der Lagerung.
  • Der Heizwert von Holzbriketts ist etwas höher als beim Brennholz.
  • Holzbriketts enthalten kaum Wasser.
  • Es bleiben weniger Ascherückstände zurück.

Holzbriketts sind jedoch mit etwas höheren Anschaffungskosten verbunden. Brennholz zeichnet sich außerdem durch ein ästhetischeres Flammenbild aus.

Achtung: Auf Kohle sollten Sie zum Heizen unbedingt verzichten! Viele Öfen und Kamine sind nicht auf die starke Hitze ausgelegt. Im schlimmsten Fall bilden sich Hitzerisse an den Schamottsteinen.

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