Gesunde Winterküche Maronen zubereiten: Tipps rund um die Edelkastanie

Dampfend warme Esskastanien vom Weihnachtsmarkt, hmmm, köstlich! 

Doch wie lassen sich die Nussfrüchte eigentlich selbst zubereiten? Wir verraten, wie das ganz einfach Zuhause gelingt.

Maronen zubereiten Maronen zubereiten: Tipps rund um die Edelkastanie © Adobestock

Maronen sind wahrlich ein Power-Food: Sie enthalten viel hochwertiges Eiweiß, sind reich an Kalium, Calcium, Eisen, Magnesium sowie Vitamin E, C und fast allen B-Vitaminen. Außerdem machen sie dank ihrer komplexen Kohlenhydrate richtig lange satt.

Mit 200 Kilokalorien pro 100 Gramm sind die Kastanien zwar reichhaltig, enthalten aber im Vergleich zu Nüssen viel weniger Fett. Der gesunde Snack steckt also voll guter Nährstoffe und ist damit eine super Idee für die Herbstküche!

Essbare Kastaniensorten

Wer sich einmal selbst an die Nussfrucht wagen möchte, sollte zuerst einen Blick auf die Arten werfen, denn: Nicht jeder Kastanientyp ist genießbar! Bei den glänzenden Exemplaren im Park handelt es sich hierzulande häufig um Rosskastanien. Diese sollten nur zum Basteln verwendet werden, da sie giftig für den menschlichen Körper sind. 

Für den Verzehr sind dagegen die Sorten der Edelkastanie geeignet. Dazu gehören Maronen (in Süddeutschland und Österreich auch Maroni genannt), Esskastanien und Dauermaronen. Die Bezeichnung der Maronen stammt ursprünglich vom italienischen Wort „marrone“ ab, welches „braun“ bedeutet. 

Im Handel sind vor allem frische Maronen und Dauermaronen erhältlich. Aber auch eingelegt in Dosen, als Püreepulver oder in Form von Maronenmehl gibt es die Nussfrüchte zu kaufen. Letzteres eignet sich als glutenfreie Back- und Kochalternative, aus der etwa Brot oder Plätzchen entstehen können.

Edelkastanien selber sammeln geht natürlich auch und sollte unbedingt auf Ihrer Herbst-To-Do-Liste stehen: An den bis zu 35 Meter hohen Maronenbäumen hängen kleine stachelige Hüllen, in deren Fruchtbecher sogar drei Kastanien gleichzeitig wachsen können. Merkmale sind ihre ovale Form und der pinselartige Büschel an einer Seite. Abpflücken ist nicht nötig - die Früchte fallen bei Vollreife von selbst auf den Boden. Ab Oktober ist der perfekte Zeitpunkt zum Sammeln. 

Maronen zubereiten: Die verschiedenen Möglichkeiten

Wer frische Maronen oder Esskastanien besorgt hat, sollte sie zügig verarbeiten, da sie nach etwa einer Woche zu keimen beginnen. Im Gegensatz dazu halten Dauermaronen, wie der Name schon andeutet, etwas länger. Sie können an einem kühlen, trockenen Ort bis zu drei Monate lagern. 

Zuerst muss entschieden werden, ob die Edelkastanien lieber geröstet oder gekocht werden sollen. Während sich die gekochte Variante besonders gut als leckere Beilage zur herzhaften Mahlzeit eignet, sind geröstete Kastanien super zum Naschen für zwischendurch. Ganz egal, für was Sie sich entscheiden – die Edelkastanien sind immer glutenfrei! Überzeugt? Dann los:

Kastanien rösten

  1. Mit einer Schere den spitzen Pinsel der Marone entfernen.
  2. Anschließend mit einem scharfen Messer ein Kreuz in die Schale der Kastanie schlitzen, das bis zum Fruchtfleisch druchdringt. Das verhindert das Aufplatzen beim Erhitzen.
  3. Den Backofen auf 175 Grad Umluft stellen und die Nussfrüchte auf einem Backblech hineingeben.
  4. Tipp: Neben die Edelkastanien eine Schale mit Wasser stellen, damit sie beim Rösten nicht zu trocken werden.
  5. Nach etwa 20 Minuten sind die leckeren Herbst-Snacks fertig. Sind die Einkerbungen deutlich geöffnet und die Schale etwas dunkler, können sie aus dem Ofen genommen und die Schale entfernt werden.

Die gerösteten Edelfrüchte schmecken nun pur, leicht gesalzen oder süß als Garnitur bei Kuchen und Desserts. Auch kräftige Gewürze wie Zimt, Vanille oder Nelken lassen sich ideal zum Nussaroma kombinieren.

Kastanien kochen

Wer die Edelkastanien als Beilage weiterverarbeiten möchte, kann sie auch im Kochtopf zubereiten. Durch die enthaltene Stärke sind sie zum Beispiel ein super Kartoffel-Ersatz. Das geht so:

  1. Vor dem Kochen die Schale der Kastanien kreuzweise bis zum Fruchtfleisch aufschlitzen.
  2. In leicht gesalzenem Wasser die Nussfrüchte etwa 20 Minuten lang kochen lassen.
  3. Sind die Schalen an den Einkerbungen gut aufgeplatzt, sind die Maronen fertig.
  4. Etwas abkühlen lassen, anschließend die Schale entfernen.

Wer möchte, isst die gekochten Herbstfrucht nun als Beilage. Möglich ist aber auch die Weiterverarbeitung zu Püree oder einer leckeren Suppe.

Tipp für alle Ungeduldigen: Die Edelkastanien lassen sich auch roh verspeisen. Dazu muss nur die Schale (auch die pelzige Schicht) mit einem Messer abgeschält werden, bis das weiche Fruchtfleisch vorliegt. Guten Appetit!

Auf der Suche nach Inspiration? Hier gibt es viele tolle Maronen-Rezepte zum Nachkochen.

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