17. Juni 2021
Rinderfilet grillen – so bleibt es saftig

Rinderfilet grillen – so bleibt es saftig

Kein Fleisch ist zarter als ein schönes Stück Rinderfilet. Bei richtiger Zubereitung schmeckt es vom Grill besonders lecker und besticht durch eine rauchige Geschmacksnote. Aber wie wird es schön saftig? Ein Rinderfilet grillen, so geht's!

Rinderfilet grillen: Das richtige Fleisch ist das A und O

Sie können der beste Grillmeister sein – wenn kein gutes Fleisch auf dem Grill liegt, nützt das nicht viel. Fragen Sie beim Einkauf also an der Fleischtheke, woher das Filetstück kommt. Filetstücke werden aus der Lende des Rindes geschnitten. Aus dem mittleren Lendenstück werden Steaks gemacht, die Sie wunderbar auf dem Grill zubereiten können. Auf die Dicke des Filets kommt es beim Gelingen an: Je dicker das Stück Fleisch, desto besser entwickelt sich eine Kruste, die den Kern saftig-zart garen lässt. Bestellen Sie daher unbedingt Filetscheiben, die mindestens sechs Zentimeter dick sind. Das mag auf den ersten Blick zu groß aussehen, aber vergessen Sie nicht, dass während des Grillens sehr viel Wasser verdampft und das Fleisch an Masse verliert.

Übrigens: Wird das Filetsteak aus dem schmalen Teil der Rinderlende geschnitten, heißt es Filet Mignon. Das zarte Fleisch ist besonders bei Gourmets sehr beliebt und macht sich auch auf dem Grill hervorragend.

Rinderfilet: So erkennen Sie ein gutes Stück Fleisch!

Beim Kauf von Fleisch wird immer wieder erwähnt, wie wichtig doch die Qualität ist. Doch woran erkennt man, ob ein Stück Fleisch auch wirklich gut ist? Generell lässt sich sagen: Je günstiger ein Rinderfilet ist, desto schlechter ist auch die Produktion und demnach auch die Qualität. Gute Qualität lässt sich im ersten Schritt an der Farbe erkennen. Ist das Rinderfilet dunkelrot, ist alles in Ordnung. Weist das Fleisch dagegen eine gräuliche bis grünliche Farbe auf, sollten Sie besser die Finger von dem Rinderfilet lassen. Das Fleisch ist verdorben. Werden Tiere auf konventionelle Art geschlachtet, sind sie häufig einer Menge Stress ausgesetzt. Und das schmeckt man auch. Das Rinderfilet fühlt sich häufig leimig an und wird beim Braten oder Grillen meist trocken und zäh.

Entscheidend für die Qualität des Rinderfilets ist aber auch die Reifung des Fleisches. Denn ein gutes Steak braucht vor allem Zeit! Das Fleisch sollte daher mindestens 14 Tage (besser noch 18 Tage) abgehangen sein. Ansonsten ist die Muskulatur noch zu hart und das Fleisch viel zu fest im Biss. Die Reifung ermöglicht dem Rinderfilet außerdem, Aromen zu entwickeln. Kaufen Sie Ihr Rinderfilet am besten beim Metzger Ihres Vertrauens oder im Bioladen. So können Sie ganz sicher gehen, dass das Fleisch von guter Qualität ist und Sie keine bösen Überraschungen beim Verzehr erleben. Der Preis für ein gutes Rinderfilet aus freier bzw. Demeter-Haltung sollte mindestens 60 Euro pro Kilo kosten.

Welche Gewürze, Beilagen und Marinaden passen zu Rinderfilet?

Gutes Fleisch hat einen sehr delikaten Eigengeschmack, daher braucht es eigentlich keine Marinade – es zum Schluss mit etwas Salz und frisch gemahlenem Pfeffer würzen macht das pure Geschmackserlebnis aus. Aber natürlich gibt es sehr geschmackvolle Varianten: Wenn Sie Marinaden lieben, dann machen Sie sie selbst. Wie wäre es mit unserer einfachen Marinade in drei verschiedenen VariantenHinweis: Verzichten Sie beim Fleischeinkauf auf fertig marinierte Ware, denn häufig wird dafür minderwertiges Fleisch mit einem hohen Fettanteil verwendet. Die Marinade schmeckt zudem oft wie vom Fließband.

Für den Fall, dass Sie auf der Suche nach leckeren Marinade-Rezepten sind: Diese finden Sie hier>>

Nachdem das Rinderfilet schön saftig vom Grill kommt, spricht nichts dagegen, mit Steakpfeffer oder Salz nachzuwürzen. Auch etwas Kräuterbutter kann den Geschmack des Fleisches noch intensivieren. Beim Grillen kommt es auf die Kerntemperatur an. Bevor das Filet auf den Grill kommt, sollten Sie sich bei Ihren Gästen über die gewünschte Garstufe informieren, damit Sie die perfekte Garzeit einhalten. Beim „Rare“-Zustand variiert die Kerntemperatur während des Grillens zwischen 48 und 52 Grad, bei „Medium Rare“ zwischen 52 und 55 Grad. Für ein „Medium“ gegrilltes Filetsteak benötigen Sie eine Kerntemperatur von 55 bis 59 Grad und für „Well-Done“, um also ein durchgegartes Ergebnis zu bekommen, 60 bis 62 Grad.

Als Beilagen eignen sich Pommes frites, Kartoffelpüree, Pellkartoffeln, Buttergemüse, Spargel, Möhren, Reis, Fenchel oder köstliche Salate.

Rinderfilet grillen: Unterschied zwischen direkter und indirekter Hitze

Kennen Sie den Unterschied zwischen direkter und indirekter Hitze? Wenn nicht, sollten Sie jetzt ganz besonders gut aufpassen, denn dieser Unterschied macht beim Grillen von Rinderfilet tatsächlich so einiges aus!

Rinderfilet bei direkter Hitze grillen

Rinderfilet bei direkter Hitze zu grillen ist besonders für Anfänger eine sichere Methode. Hierbei liegt das Fleisch direkt über der heißen Holzkohle. Wichtig ist dementsprechend, dass das Fleisch gleichmäßig und von allen Seiten gegrillt wird, ohne das Fleisch dabei jedoch allzu oft zu wenden. Zwischendurch kann auch gerne mal – falls vorhanden – der Deckel des Grills geschlossen werden.

Rinderfilet bei indirekter Hitze grillen

Wer sich etwas mehr traut und zu den eher fortgeschrittenen Grillmeistern zählt, sollte sein Rinderfilet unbedingt bei indirekter Hitze garen. Dafür das Fleisch erst einmal für ca. zwei Minuten auf allen Seiten scharf anbraten und es dann auf eine Stelle auf dem Rost verschieben, unter dem sich keine Holzkohle befindet. Nun können Sie das Fleisch etwa eine halbe Stunde lang ziehen lassen, bis die gewünschte Kerntemperatur erreicht ist. Durch das indirekte Grillen kann sich der Fleischsaft gleichmäßig im ganzen Rinderfilet verteilen, was es noch zarter macht.

Rinderfilet grillen: Das müssen Sie vor dem Grillen beachten

Damit Ihr Rinderfilet perfekt wird, sollten Sie es vor dem Grillen mindestens 30 Minuten, besser noch 1-2 Stunden vorher,  aus dem Kühlschrank nehmen. So kann sich das Rinderfilet ganz schonend auf Zimmertemperatur erwärmen. Wird das Rinderfilet dagegen sofort in die Pfanne oder auf den Grill gegeben, mindert dies die Qualität enorm. Das kalte Fleisch kühlt die Pfanne und das Öl ab, es tritt wertvoller Fleischsaft aus. Tipp: Entfernen Sie vor dem Grillen des Rinderfilets auch unbedingt die Sehnen und die Silberhaut, sofern Ihr Metzger dies nicht bereits erledigt hat.

Rinderfilet grillen: Holzkohlegrill, Elektrogrill oder Gasgrill?

Geht es um den richtigen Grill, scheiden sich beim Grillen von Rinderfilet tatsächlich die Geister. So oder so steht fest: Soll das Fleisch innen zart und außen knusprig sein, muss der Grill ordentlich Power haben. Er sollte mindestens auf eine Temperatur von 200, wenn nicht sogar 250 Grad kommen. Da Elektrogrills eine solche Temperatur meist nicht erreichen können, sind diese auch nicht zum Grillen von Rinderfilet geeignet.

Mit einem Gasgrill hingegen können Sie Temperaturen gut regulieren – was Ihrem Filet besonders beim Nachgaren zugutekommt. Ein echter Vorteil gegenüber dem Holzkohlegrill, der gut und gerne an die 30 bis 40 Minuten braucht, um die gewünschte Hitze zu erreichen. Etwas aufwendiger ist das Grillen mit Holzkohle daher schon – allerdings bringt auch nur diese Methode das köstliche und typische Raucharoma mit sich! Sie sehen: Auf welchem Grill Sie Ihr Filet grillen möchten, bleibt Ihnen ganz allein überlassen!

Auf dem Holzkohlegrill zum perfekten Steak

Sobald die Holzkohle gut durchgezogen ist und die Glut rot leuchtet, kommt das Fleischstück auf den Rost. Damit es genug Hitze abbekommt, gehen Sie mit dem Rost ruhig etwas näher an die Kohlen heran. Mit einem Fleischthermometer können Sie die Kerntemperatur checken und den Rost je nach Bedarf justieren. Idealerweise bleibt das Filet nur zwei bis fünf Minuten auf dem Grill und wird nur ein- bis zweimal mit einer Fleischzange gewendet. Nur so bildet sich die leckere Kruste, die Ihren Gästen schon beim Hinschauen das Wasser im Mund zusammenlaufen lässt.

Wir wünschen gutes Gelingen und einen noch viel besseren Appetit! Unser Grill-Special mit vielen Interessanten Themen und leckeren Rezepten finden Sie hier>>

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