27. Oktober 2020
Richtig lüften gegen Corona: Das sollten Sie beachten

Lüften gegen Corona: Das sollten Sie im Winter beachten

Lüften – noch nie stand diese Praxis so sehr im Fokus, wie jetzt gerade. Aufgrund der immer weiter steigenden Coronainfektionen ist die richtige Technik beim Lüften so gefragt wie nie zuvor – denn diese senkt das Ansteckungsrisiko in geschlossenen Räumen.

So wichtig ist Lüften im Winter

Lüften muss sein – vor allem im Winter! Um Schimmelbildung zu vermeiden, die Luftfeuchtigkeit in Balance zu halten und unser Wohlbefinden zu steigern, ist ein regelmäßiger Durchzug unerlässlich.

Profis im Fensteröffnen? Die Deutschen! Andere Länder schauen sich in Zeiten der Coronakrise anlässlich der sinkenden Temperaturen unsere Lüftungsgewohnheiten ab, denn ob Fenster auf Kipp, Quer- oder Stoßlüften – viele Länder haben davon bisher nur wenig gehört.

Doch auch uns bleibt die ein oder andere Frage: Wie lüften wir optimal, ohne unsere Heizkosten in die Höhe zu treiben und mit welcher Taktik halten wir das Infektionsrisiko denn nun am geringsten?

Richtig Lüften im Winter: Darauf kommt es an

Warme Luft speichert mehr Feuchtigkeit, als kalte Luft. Deshalb ist es wichtig, die warme Raumluft regelmäßig gegen frische auszutauschen. So halten Sie die Luftfeuchtigkeit gering und vermeiden Schimmelbildung.

Im Winter sollten Sie deshalb grundlegend morgens, mittags und abends für fünf bis zehn Minuten bei weit geöffneten Fenstern stoßlüften. Halten Sie sich zum Beispiel am Wochenende ganztags mit mehreren Personen in den Räumen auf, gerne auch häufiger.

Wie lüften, ohne viel Heizkosten einzubüßen?

Um die Heizkosten nicht unnötig in die Höhe zu treiben, sollten Sie die Räume nie komplett auskühlen lassen. Deshalb gilt: Auch, wenn Sie mal ein oder zwei Tage nicht Zuhause sind, stellen Sie nicht alle Heizungen aus. Die ausgekühlten Räume und Wände wieder warum zu bekommen, kostet viel mehr Energie, als die Temperatur konstant zu halten. Sie können die Heizkörper in dem Fall ein paar Grad herunterregeln.

Lüften mit den Fenstern auf Kipp ist ebenfalls nicht zu empfehlen. So entsteht nicht genug Luftaustausch – Sie müssten die Fenster über einen längeren Zeitraum gekippt lassen. Dies führt wiederum zu Energieverschwendung.

Während des kurzen Stoßlüftens drehen Sie die Heizungen runter, damit diese in dem kurzen Zeitraum nicht gegen an heizen. Achten Sie auch darauf, die Räume kurz vor dem Lüften nicht zu überheizen.

Richtig lüften während Corona: Was müssen Sie jetzt zusätzlich beachten?

Zu den regulären Lüftungs-Empfehlungen im Winter kommen angesichts der steigenden Coronainfektionen neue Regelungen hinzu.

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Häufiges Lüften hilft nämlich nachweislich dabei, die infektiösen Aerosolpartikel aus geschlossenen Räumen zu entfernen. Über die winzigen Schwebeteilchen, die wir beim Niesen, Husten, Sprechen und sogar Atmen ausscheiden, kann sich das Coronavirus schnell verbreiten. Innerhalb geschlossener Räume staut sich die Anzahl an Aerosolpartikeln und steigert so das Infektionsrisiko immens.

Um dem entgegen zu wirken, gelten nun folgende Empfehlungen bei Aufenthalten in geschlossenen Räumen mit mehreren Personen:

  • Alle 45 bis 60 Minuten ein intensives Stoßlüften bei weit geöffneten Fenstern – am besten mit Durchzug
  • Wird viel gesprochen, sollte sogar alle 20 Minuten stoßgelüftet werden
  • Zusätzlich kann zwischendurch frische Luft durch gekippte Fenster zugeführt werden
  • Zusätzliches Stoßlüften nach jedem Niesen oder Husten
  • Räume, in denen Sport getrieben oder gesungen wird, sollten mindestens fünfmal pro Stunde stoßgelüftet werden

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