22. November 2021
Neurodermitis: 5 Trigger, die die Krankheit auslösen

Neurodermitis: 5 Trigger, die die Krankheit auslösen

Der Juckreiz bei Neurodermitis ist unerträglich. Cremes und Medikamente verschaffen zwar kurzzeitige Linderung, die Symptome lassen sich meistens aber trotzdem nicht gänzlich eindämmen. Schuld daran sind oft ganz bestimmte Trigger, die die Krankheit nur noch schlimmer machen – zum Beispiel diese 5.

© Pornchai Soda/iStock
Bestimmte Trigger können eine Neurodermitis nicht nur auslösen, sondern sogar verschlimmern.

Ob als Baby, Kleinkind oder Erwachsener: Neurodermitis ist eine chronische Autoimmunerkrankung und zählt zu den unangenehmsten und quälendsten Hautkrankheiten überhaupt. Die Auslöser zu finden, ist jedoch gar nicht so einfach. Denn neben der genetischen Veranlagung für Neurodermitis gibt es auch einige Triggerpunkte im Alltag, die die Krankheit noch weiter verschlimmern können. Das Tückische? Oft sind wir uns diesen gar nicht bewusst. Umso wichtiger, sie zu kennen.

Neurodermitis: 5 Trigger, die die Krankheit auslösen

Trigger 1: Wärme

Ihre Neurodermitis ist im Sommer deutlich schlimmer als beispielsweise im Herbst und Winter? Das ist gar nicht so ungewöhnlich. Besonders hohe Temperaturen können eine Neurodermitis befeuern, da der Schweiß auf der Haut unangenehmen Juckreiz auslöst. Gleiches gilt übrigens auch für Menschen, die in ihrer Freizeit viel Sport machen. Denn auch bei dieser Aktivität schwitzen wir oft besonders stark. 

Trigger 2: Allergene

Allergien sind zwar nicht immer der Auslöser für eine Neurodermitis, unentdeckt können sie jedoch dazu beitragen, dass Neurodermitis-Schübe häufiger werden. Ein Haut- oder Bluttest beim Allergologen kann Aufschluss darüber geben, ob Sie beispielsweise gegen bestimmte Pollen, Hausstaubmilben o.ä allergisch sind. Das Risiko für einen Neurodermitis-Schub lässt sich auf diese Weise deutlich senken.

Trigger 3: Lebensmittel

Als Nummer-1-Auslöser für Neurodermitis gilt immer noch die Ernährung. Leiden Sie unter der Hautkrankheit, sollten Sie Ihre Ernährung also unbedingt anpassen. Folgende Lebensmittel werden bei Menschen mit Neurodermitis häufig nicht vertragen:

  • Weißmehl
  • Soja
  • Alkohol
  • Kaffee
  • Schwarzer Tee
  • Kuhmilch oder Produkte aus Kuhmilch
  • Zitrusfrüchte wie Zitronen, Orangen oder Limetten
  • Industriell stark verarbeitete Lebensmittel (Fertigprodukte)
  • Zucker (Süßigkeiten)
  • Erdnüsse
  • Rotwein (Histamin)

Gerade im Hinblick auf die Ernährung ist es oft gar nicht so leicht, die bestimmten Trigger für die Neurodermitis zu finden. Probieren Sie es daher mit einer Art Ernährungstagebuch. Dort können Sie jeden Tag Ihre Mahlzeiten eintragen und so herausfinden, was Ihre Neurodermitis auslöst oder verstärkt. Sie leiden unter einer Lebensmittelunverträglichkeit? Essen Sie die Lebensmittel trotzdem, kann die chronische Hautkrankheit ebenfalls getriggert werden.

Lesen Sie auch: Alles Wichtige rund um den Krankheitsverlauf bei Neurodermitis>>

Trigger 4: Stress

Stress im Job oder Privatleben macht sich häufig in Form von Bluthochdruck, Schlafstörungen oder innerer Unruhe bemerkbar. Aber eben nicht nur. Auch die Haut fungiert als Spiegel unserer Seele. Durchleben wir besonders stressige Phasen, kann also auch der Juckreiz verstärkt werden. Verstärkter Juckreiz wiederum kann dazu führen, dass ein Ekzemschub ausgelöst wird. Versuchen Sie daher, dem Stress so gut es geht entgegenzuwirken. Besonders hilfreich sind beispielsweise Meditationen, Entspannungs- oder Atemübungen.

Trigger 5: Pflegeprodukte

Es geht doch nichts über eine gut duftende Körpercreme, eine pflegende Handcreme oder ein aromatisches Duschgel. Bei Neurodermitis sieht die Realität leider anders aus. Besonders Duftstoffe, aber auch künstliche Zusätze wie Emulgatoren können als Trigger für Neurodermitis fungieren. Auch stark schäumende Badezusätze und Duschgele sollten bei Neurodermitis gemieden werden, da die Haut so nur noch mehr ausgetrocknet wird. Tipp: Versuchen Sie nur alle 1 - 3 Tage zu duschen. So umgehen Sie, dass Ihre Haut unnötig austrocknet. Bäder sollten allerhöchstens 10 - 15 Minuten dauern.

Noch mehr Informationen zu Neurodermitis finden Sie hier sowie auf der Instagram-Seite von "Leben mit Neurodermitis". 

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