24. September 2021
Darum sollten Sie nachts nicht mit offenem Fenster schlafen

Darum sollten Sie nachts nicht mit offenem Fenster schlafen

Bei gekipptem Fenster schläft es sich doch gleich viel angenehmer. Wirklich? Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler schlagen Alarm. Denn die Angewohnheit kann uns auf lange Sicht sogar krank machen.

Nicht nur im Sommer, auch im Herbst schlafen viele Menschen am liebsten bei geöffnetem Fenster. Bei hartgesottenen Frischluft-Fanatikern ist das Fenster sogar im Winter gekippt. Sich von den niedrigen Temperaturen beirren lassen? Niemals! Frische Luft ist schließlich gesund. Oder? Eine Studie der Johannes Gutenberg Universität in Mainz hat nun genau das Gegenteil herausgefunden.

Darum sollten Sie nachts nicht mit offenem Fenster schlafen

Nein, es hat nichts damit zu tun, dass ein Einbrecher sich an Ihrem Fenster zu schaffen machen könnte. Der Grund liegt in uns selbst. Genauer gesagt in unserem Körper. Denn Verkehrslärm hat auch in der Nacht einen großen Einfluss auf unser Wohlbefinden. Selbst dann, wenn wir tief und fest schlafen und eigentlich nichts davon merken.

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Schon bei einem einzelnen vorbeifahrenden Auto setzt der Körper Stresshormone frei, die wiederum den Cholesterinspiegel und Blutdruck in die Höhe schnellen lassen können. Die Folge? Das Risiko für Herzinfarkte und Schlaganfälle steigt. Und sogar die Psyche hat unter dem Lärm zu leiden. So können etwa Depressionen und Angstzustände begünstigt werden.

Je nachdem, wo Sie leben, wird das nächtliche Stresslevel natürlich unterschiedlich stark auf die Probe gestellt. Während in ländlichen Gegenden meistens wenig bis keine Autos in der Nacht unterwegs sind, sieht es in der Stadt schon wieder ganz anders aus. Daher sollten vor allem Stadtmenschen vor dem Schlafengehen öfter mal das Fenster geschlossen lassen. Ihr Körper wird es Ihnen danken.

Nachtruhe: Ab wann sie gilt und was es zu beachten gibt

Nicht immer ist es das vorbeifahrende Auto, was uns in der Nacht aus dem Schlaf reißt. Auch laute Nachbarn können die Nachtruhe enorm stören. Generell gilt die Ruhezeit zwischen 22 und 6 Uhr. Lärm durch laute Musik, Feierlichkeiten, Hundegebell, Bohren oder Wäschewaschen sind in diesem Zeitraum zu unterlassen. Sollten Gespräche mit den Nachbarn nichts bringen, sollten Sie sich an den Vermieter wenden. Tipp: Die Anfertigung eines Lärmprotokolls kann vor dem Gespräch mit dem Vermieter hilfreich sein. So können Sie bei anhaltendem Lärm eine Mietminderng erwirken. Laufen Feierlichkeiten in Ihrer Nachbarschaft regelmäßig aus dem Ruder und reichen bis in die frühen Morgenstunden hinein, können Sie auch die Polizei über die Ruhestörung informieren.

Die besten Hilfsmittel für eine ruhige Nacht

Sind die Fenster alt oder haben die Fensterdichtungen die besten Jahre hinter sich, kann dies ebenfalls zu einem unruhigen Schlaf beitragen. Denn Geräusche und Lärm von vorbeifahrenden Autos oder Passanten machen auch vor undichten Fenstern keinen Halt. Möchten Sie die Fenster nicht ganz austauschen oder auch weiterhin mit offenem Fenster schlafen, können Sie sich zum Beispiel mit diesen Hilfsmitteln aus unserer Galerie behelfen.

Richtig lüften im Winter: Was muss beachten werden?

Wird falsch gelüftet, steigt die Schimmelgefahr. Mit regelmäßigem Stoßlüften können Sie einer Schimmelbildung jedoch gut entgegenwirken. Mehrmaliges und kurzes Stoßlüften über den Tag verteilt lohnt sich aber noch aus zwei weiteren Gründen: Stoßlüften verbessert das Raumklima und spart Energie. Lassen Sie Ihre Fenster oder Türen zum Durchlüften länger als ein paar Minuten geöffnet, entweicht dabei auch viel warme Heizungsluft. Sind die Türen und Fenster nach dem Lüften geschlossen, müssen die Wohnräume erst wieder auf Temperatur gebracht werden. Auf Dauer verbrauchen Sie also nur unnötig Energie. Eine erhöhte Heizkostenabrechnung ist die Folge.

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