18. Juni 2021
Thripse bekämpfen: Die besten Tipps und Tricks

Thripse bekämpfen: Die besten Tipps und Tricks mit Erfolgsgarantie

Thripse lieben Zimmerpflanzen! Und auch vor Gewächshäusern machen die Insekten keinen Halt. Damit die Schädlinge Ihre Pflanzen in Zukunft in Ruhe lassen, können Sie zum Glück einiges tun.

Thripse zählen zu den wohl hinterlistigsten Schädlingen. Erkennbar werden die geflügelten Insekten oft erst bei größeren Ansammlungen. Mit ihrem scharfen Mundwerkzeug durchbohren sie die Oberfläche der Blätter, um an den köstlichen Pflanzensaft zu kommen. Die Bissspuren werden auf der Pflanze dann meist als silbrig-weiße Stellen auf den Blättern sichtbar. Die weißen bis grünen Larven machen es sich am liebsten auf der Blattunterseite bequem - gut geschützt vor neugierigen Blicken. Daher sollten Sie beim Kontrollieren Ihrer Pflanzen auch stets die Unterseite der Blätter im Blick haben. Auch die winzigen Kotkügelchen sind ein gutes Indiz, um Thripse ausfindig zu machen.

Doch nicht nur Zimmerpflanzen wie Orchideen, Flamingoblumen, Keulenlilien, Alpenveilchen, Passionsblumen oder Gummibäume leiden unter den Schädlingen. Auch im Gewächshaus kann eine Plage verheerende Folgen für Ihre Ernte haben. Bleibt ein Befall mit Thripse unentdeckt, droht die Pflanze einzugehen.

Da Thripse trockene Wärme mögen, lohnt es sich, die Pflanzen im Sommer und vor Beginn der Heizperiode im Innenbereich regelmäßig zu untersuchen. Sie haben Thripse entdeckt? Dann handeln Sie sie schnell!

Thripse bekämpfen: Die besten Tipps und Tricks

Abduschen mit Seifenlauge

Nachdem die betroffene Pflanze isoliert wurde, können Sie diese mit einer selbstgemachten Seifenlauge behandeln. Damit die Pflanze nicht noch mehr Schaden nimmt, sollten Sie vor der Behandlung unbedingt den Wurzelballen samt Erde in Frischhaltefolie oder eine Plastiktüte einwickeln. Mischen Sie für die Lauge 10 Gramm Schmierseife mit 1 Liter Wasser. Nun können Sie die Pflanze vorsichtig reinigen. Vergessen Sie auch nicht die Blattunterseiten! Um die Seifenlauge leichter einzuarbeiten, können Sie diese auch in eine Sprühflasche geben und auf einen Lappen sprühen.

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Luftfeuchtigkeit erhöhen

Thripse mögen es bekanntermaßen trocken und warm. Mit Wasser können Sie es den Insekten ungemütlich machen. Im Gewächshaus können Sie den Wasserstrahl hierfür beispielsweise auf die feinste Stufe stellen, um die Pflanzen mit einem leichten Nebel aus Wasser zu benetzen. Bei Zimmerpflanzen kommt die Sprühflasche zum Einsatz. Im Winter können Sie der trockenen Heizungsluft mit einer Schale Wasser entgegenwirken. Stellen Sie diese am besten in die Nähe der Zimmerpflanzen.

Neemöl verwenden

Das aus den Samen des Niembaums gewonnene Öl lässt sich zur Bekämpfung von vielen Schädlingen einsetzen. Nicht nur Blatt- und Wollläuse mögen es so gar nicht, wenn Sie damit in Kontakt kommen, auch Thripse lassen sich auf diese Weise sehr gut eindämmen und abtöten. Betupfen, bestreichen oder besprühen Sie die betroffene Pflanze mit dem Neemöl. Das enthaltene Azadirachtin lässt die Larven absterben.

Blautafeln kaufen

Um einen Befall mit Thripse einzudämmen oder diesem sogar vorzubeugen, benötigen Sie Blautafeln. Gelbtafeln sind gegen die Insekten wirkungslos und helfen nur gegen Trauermücken, Kirschfruchtfliegen, Zikaden und Weiße Fliegen. Hängen Sie die Tafeln am besten in unmittelbarer Nähe der Pflanzen auf. Blautafeln können Sie beispielsweise hier bestellen>>

Verbündete suchen

Raubmilben oder Florfliegenlarven sind natürliche Feinde der Thripse. Im Innenbereich und Gewächshaus angewendet, fressen die Nützlinge die Schädlinge zuverlässig auf. Auch Fadenwürmer - sogenannte Nematoden - haben sich als sehr zuverlässig erwiesen. Für Mensch, Tier, Pflanze und Kinder sind sie ungefährlich, da sie sich nur auf das Vertilgen der Schädlinge konzentrieren.

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