1. Juli 2021
Blattläuse bekämpfen: Die besten und schnellsten Tricks

Blattläuse bekämpfen: Die besten und schnellsten Tricks

Blattläuse sind nur wenige Millimeter klein, können im Garten oder auf dem Balkon aber ganz schön großen Schaden anrichten. So bekämpfen Sie die Insekten erfolgreich!

Im Frühling und Sommer können wir es gar nicht erwarten, bis die ersten Pflanzen ihre jungen Triebe und Knospen zeigen. Getrübt wird der Anblick meistens aber durch einen ganz besonders ungebetenen Gast: Blattläuse! Und die sind echte Gourmets. Den Pflanzensaft saugen sie bevorzugt aus den jungen Blättern und Triebspitzen der Pflanzen. Betroffen sind vor allem Rosen, Hibiskus, Engelstrompeten, Minze, Liebstöckel, aber auch Petunien, Orchideen und Clematis. Gerade für Jungpflanzen ist das extrem gefährlich. Nicht selten gehen sie bei akutem Blattlausbefall ein. Haben Sie Blattläuse in Ihren Pflanzen entdeckt ist es daher wichtig, sofort zu handeln. Mit Chemie müssen Sie dem Befall zum Glück nicht zu Leibe rücken. Denn die Bekämpfung klappt auch mit schonenderen Methoden und sogar Hausmitteln!

Blattläuse bekämpfen: Die besten und schnellsten Tricks

Nützlinge ansiedeln

Es muss nicht immer die Chemiekeule sein. Blattläuse lassen sich auch auf schonende und biologische Weise bekämpfen. Nützlinge wie Marienkäfer und Florfliegen können von Blattläusen gar nicht genug bekommen. Die Larven von Marienkäfern und Florfliegen können Sie bequem online bestellen. Auch bei Ohrwürmern stehen die Tierchen ganz oben auf dem Speiseplan. Um Ihren Garten oder Balkon attraktiv für Nützlinge zu machen, lohnt es sich auf ein Insektenhotel zu setzen. Eine DIY-Anleitung finden Sie hier>> Achtung! Der asiatische Marienkäfer ist zur Bekämpfung eher ungeeignet. Zwar vertilgt er Blattläuse, kann für den heimischen Marienkäfer aber gefährlich werden.

Nistkasten aufstellen

Vögel wie Meisen, Sperlinge oder Grasmücken füttern ihren Nachwuchs am liebsten mit Blattläusen. Es lohnt sich also gleich doppelt einen Nistkasten im Garten oder (falls möglich) auf der Terrasse und dem Balkon aufzuhängen. So können Sie die Vögel nicht nur beobachten, Sie unterstützen die Tierchen auch noch beim Nestbau und werden dabei so ganz nebenbei mit Pflanzen ohne Schädlinge belohnt.

Pflanzensud verwenden

Auch mit der Kraft der Pflanzen können Sie es Blattläusen ganz schön unbequem machen. Besonders bewährt haben sich Sud aus Rainfarn, Waschnüssen, Brennnesseln.

Sud aus Brennnesseln: Geben Sie hierfür zwei Hände Brennnesseln in einen Eimer und gießen Sie zwei Liter kaltes Wasser darüber. Den Sud etwa einen halben Tag stehen lassen - danach die befallenen Pflanzen gründlich einsprühen.

Sud aus Rainfarn: Für diese Variante benötigen Sie 100 Gramm getrockneten Rainfarn. Diesen mit einem Liter Wasser ca. eine halbe Stunde kochen. Den abgekühlten Sud nun mit Wasser verdünnen und in eine Sprühflasche geben. Sind Ihre Pflanzen nur wenig befallen, ist ein Verhältnis von 1:10 ausreichend. Bei stärkerem 1:6. 

Sud aus Waschnüssen: Geben Sie etwa 10 Waschnüsse in einen Liter Wasser und kochen Sie diese aus. Danach können Sie den abgekühlten Sud in eine Sprühflasche füllen und die betroffenen Pflanzen behandeln. Waschnüsse eignen sich übrigens auch hervorragend als Waschmittel für die Wäsche. 

Mit Neemöl gießen

Mit Neemöl lassen sich nicht nur Trauermücken besonders schnell in die Flucht schlagen, auch Blattläuse mögen das aus dem Niembaum gewonnene Öl überhaupt nicht gerne. Eingesprüht ist die Pflanze schon nach wenigen Tagen frei von Schädlingen.

Wermuttee zweckentfremden

Als Tee hilft Wermut vor allem gegen Blähungen und Appetitlosigkeit. Und er kann noch viel mehr. Blattläuse mögen ihn überhaupt nicht gerne. Kochen Sie etwa 100 Gramm frische oder 10 Gramm getrocknete Wermutblätter mit einem Liter kochendem Wasser auf und lassen Sie diese etwa 24 Stunden ziehen. Danach die Blätter abseihen und den Tee unverdünnt gegen die Blattläuse anwenden.

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Mit Oregano "würzen"

Ja, richtig gelesen. Als Küchenkraut ist Oregano unverzichtbar - und ab sofort auch bei der Pflanzenpflege! Denn Oregano enthält viele natürliche Substanzen, die Motten und sogar Blattläuse in die Flucht schlagen. Das natürliche Schädlingsmittel lässt sich außerdem ganz einfach herstellen. Sie benötigen 100 Gramm frischen Oregano oder 10 Gramm getrockneten Oregano. Begießen Sie die Blätter nun mit kochendem Wasser und lassen Sie die Brühe für 15-20 Minuten ziehen. Im Anschluss nur noch abseihen und den Sud im Verhältnis 1:3 mit Wasser verdünnen.

Dünger sparsam einsetzen

Düngen ist eigentlich eine gute Sache. Die Pflanze wird nicht nur mit wichtigen Nährstoffen versorgt, sie wächst auch schneller und bleibt widerstandsfähig. Eigentlich. Denn zu viel Dünger kann sogar schaden und einen Befall mit Blattläusen fördern. Besonders eine Überdüngung mit Stickstoff sollten Sie vermeiden. Der Stickstoff hilft der Pflanze dabei, übermäßig und viel Pflanzensaft zu produzieren - die Leibspeise der Blattläuse.

Wasserstrahl verwenden

Mit einem scharfen Wasserstrahl können Sie die Blattläuse ebenfalls von den befallenen Pflanzen jagen. Seien Sie hier jedoch vorsichtig. Nicht alle Pflanzen sind auch für so eine Prozedur gemacht und könnten leicht kaputtgehen. 

Vorbeugen im Herbst und Winter

Schon im Herbst und Winter können Sie einiges für Ihren Garten tun, damit es erst gar nicht zu einem Blattlausbefall kommt. Klingt die Saison ab, legen viele Blattlausarten an Gehölzen ihre Eier ab. Auch Erwachsene Tiere können auf Gehölzen überwintern. Bei Obstbäumen ist es daher ratsam, die Stämme vor dem Weißanstrich besonders gründlich mit einer Bürste abzureiben. So können Sie überwinternde Schädlinge ganz einfach entfernen. Zusätzlich können Sie die gesamte Pflanze mit einem Präparat auf Pflanzenölbasis (z.B dieses Neemöl) bearbeiten. Der Ölfilm legt sich auf die Eier der Blattläuse und unterbindet die Sauerstoffzufuhr. Die Schädlinge sterben ab.

Von Mischkultur profitieren

Auch Blattläuse mögen ganz bestimmte Pflanzen so gar nicht. Machen Sie sich daher die Mischkultur zunutze, um Ihre Pflanzen vor einem Befall mit Blattläusen zu schützen. Besonders abschreckend auf die Schädlinge wirken zum Beispiel folgende Pflanzen: Bohnenkraut, Lavendel, Rosmarin und Thymian. Pflanzen Sie diese einfach zwischen besonders betroffene Pflanzen oder stellen Sie einen Kübel auf, um den Befall zu reduzieren und einem neuen entgegenzuwirken. Ein Tipp, der auch wunderbar bei befallenen Zimmerpflanzen hilft! Weitere Pflanzen, die Blattläuse so gar nicht mögen, finden Sie hier>>

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