Nistkasten bauen: 5 Fehler, die Vögeln schaden

Nistkasten bauen: Vermeiden Sie unbedingt diese Fehler

Ein selbst gebautes Vogelhaus im Garten oder auf dem Balkon schafft wichtigen Lebensraum für Vögel aller Art. Doch Vorsicht. Diese 5 Fehler können den Tieren sogar schaden!

Wenn die Tage wieder länger werden, lässt auch das Vogelgezwitscher nicht lange auf sich warten. Wer einen eigenen Garten oder Balkon hat, kann sogar einiges für Rotkehlchen, Blaumeise, Spatzen oder Zaunkönig tun. Besonders beliebt bei Groß und Kein: einen Nistkasten bauen. So gut gemeint die Idee auch ist. Das DIY-Projekt kann für die Vögel im schlimmsten Fall sogar zum Todesurteil werden.

Nistkasten bauen: 5 Fehler, die Vögeln schaden

1. Fehler: Sie bohren keine Löcher in den Nistkasten

So eine zwitschernde Kinderstube ist zwar ganz schön niedlich, zählt aber nicht gerade zu den saubersten Orten. Doch nicht nur die Ausscheidungen, auch mögliches Kondenswasser können die Aufzucht der Jungvögel zur Herausforderung machen. Vergessen Sie beim Bau Ihres Nistkastens auf keinen Fall, etwa 2-3 fünf Millimeter große Löcher in den Boden/ in die Seiten zu bohren. Tipp: Bauen Sie in den Nistkasten am besten eine Bodenklappe ein. Sind die Vögel ausgeflogen, können Sie den Nistkasten zur Reinigung ganz einfach am Boden öffnen und den Inhalt ausschütten.

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2. Fehler: Sie verwenden billige Spanplatten

Der Vorteil bei Spanplatten oder Sperrholz? Die Materialien gibt es für kleines Geld, manchmal sogar geschenkt. Vögeln tun Sie mit diesen Materialien jedoch keinen Gefallen. Nistkästen aus Spanplatten oder Sperrholz sind nicht witterungsbeständig. Das Häuschen saugt sich also nach und nach mit Feuchtigkeit voll und fängt an zu faulen. Die Arbeit war also umsonst. Investieren Sie beim Bau eines Nistkastens lieber in hochwertigere Materialien. So haben Sie und die Vögel deutlich länger etwas davon.

3. Fehler: Sie machen es Fressfeinden besonders leicht

Ein Nistkasten soll vor allem eines: Schutz bieten. Fressfeinde wie Katzen oder Marder nutzen ein schlecht konzipierten Nistkasten natürlich schamlos aus. Um das Risiko für die Jungvögel so gering wie möglich zu halten, sollten Sie daher folgendes beachten: Montieren Sie eine Stange vor dem Loch und sorgen Sie beim Dach für einen ordentlichen Überstand. So machen Sie es den Feinden besonders schwer.

4. Fehler: Sie hängen den Nistkasten falsch auf

Ihr Nistkasten ist fertig und nun müssen Sie nur noch einen geeigneten Platz finden? Nichts leichter als das! Nicht ganz. Möchten Sie Ihren Nistkasten aufhängen, sollten Sie unbedingt die Himmelsrichtungen im Hinterkopf behalten. Um die Jungvögel nicht in Gefahr zu bringen, darf der selbst gebaute Nistkasten niemals Richtung Süden aufgehängt werden. Der Brutkasten heizt sich dann viel zu stark auf. Wählen Sie stattdessen lieber ein Plätzchen im Schatten.

5. Fehler: Sie montieren eine Sitzstange am Nistkasten

Ein selbst gebauter Nistkasten soll natürlich auch in optischer Hinsicht überzeugen. Übertreiben sollten Sie es damit aber nicht. Eine Sitzstange vor dem Einflugloch ist zwar gut gemeint, erschwert es den Vögeln aber, in den Nistkasten zu gelangen. Fressfeinden wie Mardern oder Katzen wird das Eindringen in den Nistkasten so dagegen erleichtert.

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