Alternative zu Nudeln Gemüsespaghetti

Nudeln sind lecker und schnell gemacht — mit ihrem hohen Kohlenhydrat-Anteil passen sie leider nicht in die Low-Carb-Küche. Wir haben die ideale Lösung: Gemüsenudeln. Tipps wie sie gelingen, geben wir Ihnen natürlich auch. Und: Die köstliche Pasta schmeckt auch allen, die einfach nur ein leckeres Gericht mit viel Gemüse essen wollen.

http://stadt-land-lifestyle.de/rezept-suesse-kaesetaschen/ Gemüsespaghetti © Pixabay

Bye, bye Pasta - welcome Gemüsenudeln

Wir alle lieben Sie: italienische Pasta. Ob Spaghetti, Tagliatelle oder Penne – Nudeln gehören bei uns zu den beliebtesten Gerichten. Einziges Problem: Der hohe Anteil an Kohlenhydraten! In Verbindung mit einer Carbonara- oder Bolognesesoße macht Pasta zwar lange satt, aber sie zahlt auch ganz schön aufs Kalorienkonto ein. Es gibt aber eine tolle Alternative, die nicht nur Low-Carb-Anhängern schmeckt, sondern auch allen Gemüsefans sowie figurbewussten Genießern: Gemüsenudeln.

Gesund, kalorienarm und lecker: Die Vorteile von Gemüsenudeln

Kalorienvorteil: Nudeln haben um 350 Kalorien pro 100 Gramm. Die Gemüsevarianten zwischen 19 und 35 Kalorien. Deshalb können Sie davon wirklich so viel essen, bis Sie satt sind. Bei Zucchini reichen aber normalerweise 2 große oder 3 kleine für den großen Hunger aus. Sie enthalten also weniger Kohlenhydrate und Kalorien, dafür aber umso mehr Vitamine, Mineral- und Ballaststoffe. Das macht sie nicht nur zu einer kalorienarmen Mahlzeit, sondern auch zu einem super gesunden Essen. Weiterer Pluspunkt: Zoodles sind immer vegan und glutenfrei. Es gibt tolle vegane Rezepte von Attila Hildmann. So können auch Menschen mit Zöliakie die leckeren Gemüsenudeln genießen. Das Zubereiten der gesunden Nudeln ist außerdem schnell, einfach und ohne großartige Anschaffungen zu bewältigen.

Gemüsenudeln zubereiten

Für kalorienbewusste Genießer bietet sich die Gemüse-Variante förmlich an, aber auch vegan lebende Menschen kommen mit Gemüsepasta auf ihre Kosten. Häufig sagt man auch gern „Zoodles“ zu Gemüsenudeln – das ist nur insofern korrekt, als dass diese aus Gemüse hergestellt werden. Richtig ist, das Zoodels ein spezieller Ausdruck für Zucchininudeln ist. Die Wortkombination aus Zucchini und Noodles ergibt Zoodles. Für Gemüsenudeln können aber auch andere Gemüsesorten verwendet werden wie Karotten, Zucchini, Gurken, Kartoffeln, Kohlrabi, Rote Bete oder Rettich.

Gemüsenudeln selbermachen: Spiralschneider im Vergleich

Das Gemüse wird mithilfe eines Spiralschneiders in dünne, lange Fäden geschnitten. Doch welcher ist am besten geeignet? Es gibt verschiedene Arten von Spiralschneidern. Wir erklären, wo die Unterschiede liegen und welche Vorteile sie haben.

Der mechanisch zu bedienende Spiralschneider mit Kurbel ist besonders für Gemüsespaghetti geeignet. Die Klinge schneidet das Gemüse waagerecht oder senkrecht so lange, wie das Gemüse erlaubt. Dadurch entsteht der tolle Spaghetti-Effekt. Auswechselbare Klingen ermöglichen außerdem verschiedene Dicken.

Eine andere Variante ist dem klassischen Anspitzer nachempfunden. Hier dreht man das Gemüse, zum Beispiel die Zucchini durch einen Metalltrichter mit Klinge am unteren Ende. So entsteht wie beim Anspitzen eine kringelige Gemüsenudel. Diese Art von Gerät ist besonders einfach zu reinigen. Bitte darauf achten, dass ein Halter dabei ist, mit dem auch der letzte Gemüserest gedreht werden kann.

Natürlich gibt es auch elektrisch betriebene Varianten. Diese haben ganz klar den Vorteil, dass man selbst kaum Arbeitsaufwand betreiben muss. Dafür muss für diese Geräte gleich etwas mehr Geld investiert werden, sie brauchen natürlich einen Strom während des Betriebes und sind oft aufwänder zu reinigen. Vor allem wer wenig Platz in der Küche hat, kann getrost zu einer mechanischen Version des Gemüseschneiders greifen.

Spiralschneider: Darauf sollten Sie beim Kauf achten

Hier einmal die wichtigsten Kriterien beim Kauf eines Spiralschneiders im Überblick:

  • Einfache Reinigung: Beim Kauf darauf achten, dass der Spiralschneider leicht in Einzelteile zu zerlegen ist und dementsprechend gut gereinigt werden kann.
  • Verarbeitung: Es kommt natürlich darauf an, wie viel Geld man ausgeben möchte. Am Ende sollte dann aber das Preis-Leistungs-Verhältnis stimmen. Ein Spiralschneider muss scharfe Klingen haben, damit er was nützt. Außerdem sollte er aus rostfreiem Edelstahl bestehen, um bei der Nutzung und beim Reinigen nicht einzurosten.
  • Zubehör: Nicht zwingend notwendig, aber beliebt sind kleine Gadgets wie ein Restehalter, ein Fingerschutz und ein Auffangbehälter.
  • Material: Geräte aus Plastik sind häufig besonders gut zu reinigen, haben aber den Nachteil, dass sie harte Gemüsesorten wie Kohlrabi nicht so gut bewerkstelligen wie Geräte aus Metall.
  • Achtung Hinweis: Linkshänder sollten darauf achten, falls sie einen Spiralschneider mit Kurbelantrieb im Auge haben, dass dieser auch von Linkshändern gut bedient werden kann
  • Standfestigkeit: Gumminoppen an den Füßen des Spiralschneiders sorgen bei größeren Exemplaren für besonders gute Stabilität beim Schneiden!
Wer nicht in einen Spiralschneider investieren möchte, kann auch einen Sparschäler oder Julienne-Schneider verwenden – so kommt das Gemüse als Bandnudeln auf den Teller. Ein guter Sparschäler ist schon für fünf, ein guter Spiralschneider für um die 20 Euro erhältlich.
 

Zubereitung Gemüsenudeln

Pasta-Saucen
Basilikum Ziegenkäse Schaum

Probieren Sie unsere leckeren Pasta-Saucen aus, die Sie auch zu Nudeln aus Gemüse reichen können.

Zuerst wird einfach das Gemüse gewaschen und dann mit dem Schäler oder Spiralschneider in die gewünschte Nudelform gebracht. Letztendlich können Sie aber auch scharfes Messer oder eine Gemüsereibe verwenden.
Für Spaghetti sollten Sie auf jeden Fall Gemüsesorten wählen, die lang sind und somit der Pastaform nahekommen wie Zuchhini oder Karotten. Gemüsenudeln werden stets frisch zubereitet, damit die Vitamine und Nährstoffe erhalten bleiben – als fertiges Produkt sind sie im Handel so nicht erhältlich bzw. wären dann nicht wirklich empfehlenswert.
Die Nudeln aus Gemüse können nun nach Belieben zubereitet werden. In der Pfanne kann man die Streifen direkt mit Knoblauch, Zwiebeln, Fleisch und Gewürzen in der Pfanne garen. Auch im Wok lassen sich die Gemüsenudeln in Kombination mit leckeren Zutaten hervorragend zubereiten. Sie können Gemüsenudeln aber wie richtige Spaghetti im Kochtopf zubereiten. Anders als bei „richtigen“ Nudeln, müssen die Gemüsespaghetti nicht in kochendem Wasser sieden, sondern nur kurz in der Soße erwärmt werden. Tipp: Die Gemüsenudeln nur kurz ins heiße Wasser geben, damit sie nicht zerfallen. Nun mit tollen Zutaten ergänzen und servieren.
Eine weitere Variante: Sie können Gemüsespaghetti auch ungegart zu einem leckeren Gemüsenudel-Salat verarbeiten. Neben Knoblauch und Gewürzen, frischen Kräutern und Beilagen zaubert vor allem eine leckere Sauce Geschmack an die Gemüsepasta. So kann man aus Tomatenmark, frischem Gemüse und Fond feine und würzige Saucen zaubern. Vegetarisch lecker!
 

Bunter Gemüsenudel-Mix

Wer den besonderen Gemüse-Kick sucht, findet diesen im Kombinieren von verschiedene Gemüsesorten. So verschmelzen zum Beispiel Karotten und Zucchini zu einer leckeren und knackigen Gemüsespaghetti-Komposition. Hierzu kann man auch super die "kleinen" Gemüsearten wie Rote Bete reichen, denn in dem Mix aus langen und kurzen Gemüsestreifen entsteht nicht nur ein genialer Geschmack, sondern auch etwas Hübsches, Farbenfrohes für das Auge.
 

Beilagen und Soßen zu Gemüsenudeln

Für den nötigen Sättigungseffekt können unter die Nudeln aus Gemüse auch richtige Spaghetti gemischt werden. So reduziert sich die Kalorienmenge pro Person erheblich, während der Gesundheitsaspekt steigt und die Geschmacksgarantie bleibt. Aber auch ein kleiner Salat oder Brot ergänzen das Menü sehr gut. Es lässt sich mit vielen Saucen und Gewürzen experimentieren, die den Gemüsestreifen einen intensiven Geschmack verleihen.
 
Bei den Soßen steht Ihnen alles offen. Sie können aber auch Ihre ganz „normale“ Lieblings-Pasta-Soße oder Ihre Lieblings-Pesto dazu geben oder eine leckere vegetarische Carbonarasoße zu den Nudeln geben. Fast jede Soße ist möglich, die Sie auch sonst gern zu Pasta oder Gemüsegerichten essen. Die gesunde Pasta ist auch mit Fisch ein Genuss und bietet ein leichtes Essen, das nicht beschwert und doch satt macht.

Und wenn es doch mal die herkömmliche Nudel sein soll, finden Sie hier alle Rezepte rund um die Nudel>>

Datum: 16.03.2020

Autor: Lena Radke