Wechseljahre: Warum es häufiger zu Blasenentzündungen kommt

Wechseljahre: Warum es jetzt häufiger zu Blasenentzündungen kommt

Nicht nur Hitzewallungen oder Stimmungsschwankungen treten im Klimakterium gehäuft auf. Auch Blasenentzündungen machen Frauen in den Wechseljahren besonders zu schaffen. Welche Ursachen dahinterstecken und was hilft, erfahren Sie hier.

Kommen wir in die Wechseljahre, finden aufgrund der Hormonumstellung eine Menge Veränderungen in unserem Körper statt. Das Klimakterium macht sich dabei meist in Form von Symptomen wie Hitzewallungen, Schweißausbrüchen, Herzrasen oder Libidoverlust bemerkbar. Aber eben nicht nur. Auch Blasenentzündungen treten jetzt häufiger auf.

Ursachen für Blasenentzündungen in den Wechseljahren

Die nachlassende Östrogenproduktion in den Wechseljahren wird nicht nur mit Scheidentrockenheit, Konzentrationsschwäche oder Hitzewallungen in Verbindung gebracht. Sinkt der Östrogenspiegel, führt dies bei Frauen in den Wechseljahren außerdem dazu, dass sowohl Muskel- und Bindegewebe als auch Harnröhre und Blase erschlaffen. Die Bakterien haben deutlich leichteres Spiel und können so schneller Harnwegsinfekte und eben auch Blasenentzündungen hervorrufen. Aus diesem Grund leiden Frauen in den Wechseljahren besonders häufig unter schmerzhaften Blasenentzündungen.

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Blasenentzündung vermeiden: 8 Maßnahmen zur Vorbeugung in den Wechseljahren

Wer schon mal eine Blasenentzündung hatte, weiß, wie schmerzhaft und unangenehm diese sein können. Um eine Blasenentzündung in Zukunft zu vermeiden, können Sie zum Glück einiges tun:

  1. Trinken Sie ausreichend: Wer ausreichend trinkt, versorgt den Körper nicht nur mit Flüssigkeit, sondern spült gleichzeitig auch krankmachende Bakterien aus der Blase und den Harnwegen. Beherzigen Sie diese Maßnahme nicht nur während einer Blasenentzündung, sondern auch ganz allgemein.
  2. Hygiene beachten: Wischen Sie auf der Toilette niemals von hinten nach vorne. Gelangen die Bakterien aus dem Darm in die Scheide, kann dies ebenfalls zu einer Blasenentzündung führen.
  3. Trinken Sie Cranberry-Saft: Um die Blase zu stärken und einer Blasenentzündung vorzubeugen, wird häufig Cranberry-Saft empfohlen. Und zwar nicht ohne Grund: Die enthaltenen Tannine sollen sich äußerst positiv auf die Blase auswirken. Sie können verhindern, dass sich entzündungsfördernde Bakterien wie Escherichia-coli an der Schleimhaut des Harntraktes festsetzen.
  4. Schlafen Sie ausreichend: Ruhe und Entspannung können den Heilungsprozess bei einer Blasenentzündung fördern. Gönnen Sie sich also ruhig eine kleine Auszeit! 
  5. Setzen Sie auf Wärme: Nicht nur bei Periodenschmerzen, auch bei einer akuten Blasenentzündung wird Wärme als besonders wohltuend empfunden. Ein Körnerkissen, Wärmekissen oder eine Wärmflasche auf dem Unterleib wirken nämlich nicht nur entkrampfend, sondern auch schmerzlindernd.
  6. Unterwäsche regelmäßig wechseln: Lieber öfter als zu wenig! Verwendenden Sie zum Waschen Ihrer Wäsche außerdem lieber ein Waschmittel ohne reizende Duftstoffe.
  7. Nach dem Sex auf die Toilette: Das Urinieren nach dem Geschlechtsverkehr reinigt die Harnwege und kann einer Blasenentzündung entgegenwirken.
  8. Östrogenzäpfchen verwenden: Durch die örtliche Behandlung mit einem Östrogenzäpfchen kann das Risiko für Blasenentzündungen minimiert werden.

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