Wechseljahre: Warum es jetzt noch zu Blutungen kommt

Wechseljahre: Warum es jetzt trotzdem noch zu Blutungen kommt

Die Wechseljahre läuten das Ende der Fruchtbarkeit und damit auch der Monatsblutung ein. Zu Blutungen kann es aber trotzdem noch kommen. Welche Ursachen dahinterstecken und wann Sie zum Arzt sollten, erfahren Sie hier.

Kommen wir in die Wechseljahre, macht sich dies meistens in Form von Zyklusstörungen bemerkbar. Die Blutungen kommen nun sehr unregelmäßig, fallen besonders stark aus, dauern länger als üblich oder sind besonders schwach. Und sie sich gar nicht so unüblich, wie Sie vielleicht denken. Denn veränderte Blutungen hängen mit der starken Veränderung des Hormonhaushaltes zusammen. Doch was bedeuten sie genau? Diese Blutungen gibt es in den Wechseljahren.

Wechseljahre: Darum kann es trotzdem noch zu Blutungen kommen

1. Häufige Blutungen in den Wechseljahren

Kommt es in den Wechseljahren zu häufigen Blutungen, spricht man von einer sogenannten Polymenorrhoe. Der Abstand zwischen zwei Regelblutungen ist dann kürzer als 25 Tage. Diese Blutungen treten meistens vor den Wechseljahren auf. Grund ist die starke hormonelle Veränderung des Körpers.

2. Seltene Blutungen in den Wechseljahren

Nicht nur häufige Regelblutungen sind in den Wechseljahren möglich, auch das Gegenteil kann der Fall sein. Die Regelblutungen treten dann in größeren Abständen auf. Auch diese Blutungen sind auf die hormonelle Veränderung zurückzuführen.

3. Sehr schwache Blutungen in den Wechseljahren

Schwache Blutungen (auch Schmierblutungen genannt) sind in den Wechseljahren völlig normal. Besonders in der Perimenopause bemerken viele Frauen diese Form der Blutung. Sie ist also nichts Ungewöhnliches.

4. Sehr starke Blutungen

Verändern sich die zeitlichen Abstände zwischen den Blutungen, hat die Gebärmutterschleimhaut länger Zeit, sich aufzubauen. Die Blutungen fallen dann besonders stark aus. Bei manchen Frauen kann es durch die verdickte Gebärmutterschleimhaut sogar zu Dauerblutungen kommen. Klären Sie diese sicherheitshalber mit Ihrem Gynäkologen oder Ihrer Gynäkologin ab. Es könnten auch Zysten, ein Gebärmuttermyom oder Tumore hinter den Blutungen stecken.

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5. Sehr lange Blutungen in den Wechseljahren

Bei einigen Frauen nehmen die Blutungen in den Wechseljahren völlig neue Dimensionen an. Die Blutungen fallen dann oft stark oder sogar sturzbachartig aus. Viele Frauen haben sogar das Gefühl, dass die Blutung gar nicht mehr aufhört. Hält die Regelblutung länger als zwei Wochen an, spricht man daher von einer sogenannten Dauerblutung. In der Regel ist eine Dauerblutung meistens harmlos. Die Zyklusveränderung lässt sich auf das fehlende Gleichgewicht des Hormonspiegels zurückführen. Sollen Symptome wie allgemeine Müdigkeit oder Abgeschlagenheit hinzukommen oder ist Ihre Lebensqualität sehr stark eingeschränkt, sollten Sie die Blutungen von einem Arzt oder einer Ärztin abklären lassen.

Blutungen in den Wechseljahren: Wann Sie unbedingt zum Arzt sollten

Kommt es auch nach den Wechseljahren zu sogenannten postmenopausalen Blutungen, sollten Sie in jedem Fall zum Gynäkologen gehen. Manchmal kommt es zu einem Aufflackern der Eierstöcke, einer gutartigen Wucherung in der Gebärmutter oder Polypen. Neben den harmlosen Ursachen kann aber auch eine ernste Erkrankung für die Blutungen infrage kommen – beispielsweise eine Vorstufe von Gebärmutterhalskrebs.

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