28. April 2014
Cogap Diät: Genetisches Abnehmprogramm

Cogap Diät: Genetisches Abnehmprogramm

Genetic Shaping lautet das neue Zauberwort in der Diätwelt. Ein Programm, welches auf den individuellen Stoffwechseltyp angepasst wird. Neben dem Verlieren von lästigen Pfündchen soll auch der Wohlfühlfaktor gesteigert werden. Das hat uns neugierig gemacht und wir haben das neue Verfahren getesten.

CoGap Genetic Shaping - Cogap Diät: Genetisches Abnehmprogramm
© stokkete/iStock/Thinkstock
Cogap Diät: Genetisches Abnehmprogramm

Es klingt ja fast zu schön um wahr zu sein. Endlich ist ein Diät-Verfahren geboren, welches die lästigen Pölsterchen von den Hüften für immer lösen soll. Ich zähle mich zu den Leidtragenden, die egal was sie machen und essen, einfach nicht abnehmen. Deshalb kam mir der MetaCheck von CoGap genau recht und ich stürzte mich voller Vorfreude auf die neuen Infos. CoGap stützt sich auf den individuellen Gencode jedes Menschen, berücksichtigt die genetischen Veranlagungen und lässt einen gesund abnhemen. Denn individuelle Gene bedeuten gleichermaßen auch einen individuellen Stoffwechseltyp, was bedeutet, dass Diäten, wie Low Carb, nicht für jedermann geeignet sind. Und tatsächlich: Wochenlange eiweißbetonte Ernährungsquälerei sind für die Katz! Denn als Typ Delta E bin ich geradezu für die Verwertung von Kohlenhydraten und Fetten prädestiniert. Die Lebensmittel, die ich schon so gut wie ganz auf meinem Ernährungsplan gelöscht habe, sollen nun die sein, die mir beim Abnehmen helfen. Vom Enthusiasmus gepackt, machte ich mich auf den Weg zur ersten Beratung.

Konzept des Ernährungsprogramms

Als Partner und Beratungstelle wurde mir Wiebke vom "Besser Drauf"-Studio in Hamburg zugewiesen. Wiebke ist Ökotrophologin und Trainerin in einem Fitnesstsudio. Sie erklärte mir das Konzept des neuen Ernährungsprogrammes und nannte mir die häufigsten Gründe für scheiternden Diäten. Zum einen sei es oft die falsche Ernährungsform, denn nicht jeder verstoffechselt Kohlenhydrate, Fette und Eiweiß gleich. Genau deshalb unterteilt man bei der CoGap-Diät die Teilnehmer in vier Gruppen auf: Alpha, Beta, Gamma und Delta. Diese Typisierung erfolgt mit Hilfe eines DNA-Testes und so reichte Wiebke mir ein Wattestäbchen, welches ich zwei Minuten lang in meinem Mund hin und her bewegte. Gut verschlossen, findet das Röhrchen seinen Weg ins Labor. Um das DNA-Gut zu schützen, wird das Röhrchen verschlüsselt und lediglich mit einem Scan-Code versehen, sodass nur das Studio oder der beratende Arzt weiß, wer hinter welchem DNA-Material steckt.

Aber Wiebke erklärte mir, dass es noch ein zweites Problem mit den Diät-Mythen gibt. Und das liegt darin, dass die Leute einfach zu wenig essen. Und ich war tatsächlich überrascht, dass mein täglicher Kalorienbedarf während der Diät bei 2230 Kalorien liegt. Sehr viel, wie ich finde. Aber das ist auch eigentlich ganz logisch, wie Wiebke mir erklärt: Je weniger man isst, desto mehr stellt sich der Körper auf eine Hungerzeit ein und fängt an, sobald man wieder normal isst, direkt alles einzulagern um sich somit für schlechte Zeiten zu wappnen. Ich freute mich also auf einen reichhaltig gedeckten Tisch während meiner Diät.

Mit meiner Typisierung erhielt ich eine umfangreiche Mappe, die neben Infos zum Verfahren auch eine Lebensmitteltabelle im Ampelverfahren enthält. Hier werden Lebensmittel aufgeführt, die mit Grün, Gelb oder Rot gekennzeichnet werden. Grüne Lebensmittel darf ich jeden Tag in meinen Ernährungsplan einbauen, die gelben Lebensmittel soll ich nur 2-3 mal die Woche essen und die Roten gehören am besten ganz verbannt. Natürlich sind Lebensmittel wie Schokolade, Chips und sämtliche andere Leckereien rot markiert und dürfen somit so gut wie nie aufgenommen werden. Gemüse allerdings erhält die Farbe grün, wie passend.

Auf Basis der Lebensmitteltabelle wurde mir empfohlen, fünf kleine Mahlzeiten auf den Tag zu verteilen. Als Hilfestellung gibt es einen 5 Tage-Plan mit jeweils 5 kleinen Mahlzeiten, die ich schnell untereinander austauschen kann. Mit genauen Prozentangaben für meinen täglichen Kalorienbedarf (zu 54 % soll dieser aus Kohlenhydraten, zu 30 % aus Fetten und zu 16 % aus Proteinen bestehen) ausgestattet, machte ich mich ans Kochen.

Woche 1
© Tatjana Raphael
Cogap Diät: Genetisches Abnehmprogramm

Mit diesem köstlichen Frühstück startete ich um 7 Uhr in den Montagmorgen. Das Glas Orangensaft war mein persönliches Highlight und war überrascht, als ich um zehn auf die Uhr schaue und schon die nächste kleine Mahlzeit zu mir nehmen konnte. Jetzt einen Klecks Joghurt mit einem Apfel. Mein Mittagessen, drei Stunden später, bestand aus Kartoffeln und Rosenkohl. Da ich komischerweise zum Mittag mit einem Bären-Hunger gesegnet war, kam mir die Portion sehr klein vor: 3 Kartöffelchen und einige Röschen sehen ziemlich wenig aus. Ich beschloß langsam zu essen und startete gesättigt in den Nachmittag. Als ich abends nach Hause kam, stürzte ich mich auf die letzte Mahlzeit: Es gab Schwarzbrot mit Kichererbsen, verfeinert mit Lauchzwiebeln und Gewürze schmeckt es mir sehr lecker. Die fünfte Mahlzeit ließ sich einfach überspringen, indem ich das vierte und fünft Essen einfach zusammenlegte, denn so spät wollte ich nicht mehr essen.

Die erste Woche vergeht wie im Flug und der Verzicht auf Süßes fällt mir trotz Schokolade und Kuchen, die mich täglich im Büro umgeben, gar nicht so schwer. Das Wochenende hingegen entpuppt sich als Herausforderung: Jahrmarkt ohne Schmalzgebäck und gebrannte Mandeln? Ich war sehr stolz auf mich, als ich den Versuchungen wiederstehe. Und es hat sich gelohnt: Die erste bescherte mir gleich 1,5 kg Gewichtsverlust. So kann es weitergehen!

Bilanz: -1,5 kg

Woche 2
© Tatjana Raphael
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In der zweiten Woche mochte ich es exotisch: Meine morgendliche Basis bildeten Reis, Kokosmilch und eine halbe Mango. Lecker! Als Zwischenmahlzeit servierte ich mir ein Schwarzbrot mit einem Klecks Ricotta und einer Scheibe Putenbrust. Dazu gab es einen Esslöffel Kürbiskerne, damit ich auf meine Fette komme. Mein Mittag: Kartoffeln, dieses mal mit Zuckerschoten und Pinienkernen. Am Abend machte ich mir ein Dinner aus Reis, Kokosmilch, Erdbeeren und Himbeeren. Danach gab es noch eine Scheibe Schwarzbrot mit Kichererbsen und Tomatenmark. Bis auf die fehlenden, kleinen Obstportiönchen, die ich mir sonst immer gegönnt habe, konnte ich mich nicht beklagen. Es schmeckte alles sehr lecker und genug war es auch.

Neben einem kleinen Schoki-Faux-Pas in Form einer üppigen Ecke dunkler Schokolade mit Haselnuss - ich konnte leider nicht anders - habe ich mir nichts zu schulden kommen lassen. Aber ich muss sagen, die Woche war hart! Das Essen fing an eintönig zu werden. Ich habe mehr oder weniger durchgehalten, vielleicht lag es aber auch an den Überstunden, die ich gemacht habe, denn dementsprechend weniger Zeit hatte ich, um auch nur ans Essen zu denken. Gleichzeitig war das aber auch meine Ausrede, um nicht zum Sport zu gehen...

Bilanz: -1,2 kg

Woche 3
© Tatjana Raphael
Cogap Diät: Genetisches Abnehmprogramm

In diese Woche startete ich mit Hüttenkäse und Knäckebrot. Die Zwischenmahlzeit bescherte mir ein Schwarzbrot und etwas Putenbrust. Zum Mittag gab es die so lang ersehnten Nudeln, die ich nur 3-4 mal die Woche essen darf. Premiere, seit meiner Diätphase. Am Abend gab es ein Rezept aus allerlei Gemüse und gebratenem Tofu. Lecker!

Was soll ich sagen: Auch ich wurde mal wieder schwach. Es ließ sich bei zwei Geburtstagen, einer Partynacht und einem ausgiebigen Osterwochenende einfach nicht vermeiden, auch mal zuzugreifen. Genauer gesagt konnte ich sowohl Samstag, als auch Montag nicht Nein sagen und griff zu Kuchen, Schokolade und Brunch-Leckereien. Und das obwohl meine Familie extra darauf geachtet hat mir zu Ostern kein Schoko-Hasen zukommen zu lassen. Vor dem Wiegen hatte ich ein mulmiges Gefühl, dennoch muss ich sagen, dass es mir mit der neuen Ernährungsumstelllung deutlich besser geht. Ich bin nun dank des sündigen Wochenendes nach drei Wochen Abstinenz wieder auf den Geschmack des Völlegefühls gekommen und kann nicht verstehen, was mich geritten hat, mich sooo satt zu essen. Nicht gut und auch nicht gesund. Ich fühlt mcih vorher fitter.

Schreck, lass nach: +0,5 Kg

Woche 4
© Tatjana Raphael
Cogap Diät: Genetisches Abnehmprogramm

Endlich bin ich Besitzerin eines eigens für mich kreierten Kochbuches geworden und damit fiel mir die Ernährungsumstellung wesentlich leichter. Das Buch kann man sich typgerecht auf sich und seinen Stoffwechsel für etwa 48 Euro auf der Homepage zusammenstellen lassen. Schnöde Eintönigkeit auf dem Teller, die mich schon ein bisschen negativ stimmte, war jetzt weg. Neue Rezepte und neue Zutaten ohne lästige Rumrechnerei einfach genießen! Ich sollte zwar fünf Mahlzeiten am Tag zu mir nehmen und im Buch waren nur drei Gänge pro Tag vorgeschrieben, aber diese habe ich einfach geteilt. Lecker, ich wurde satt und fühlte mich gut.

Zum Frühstück freute ich mich über ein großes Brötchen mit Avocado-Creme und Lachs. Die Diät hatte mir neue Rezepte und Geschmackswelten eröffnet, mit einem kleinen Minuspunkt: Zeitmangel! Denn zum einen verbrachte ich sehr viel Zeit durch das Suchen von neuen Rezepte, die mit meinen erlaubten Zutaten zubereitet werden konnten und zum anderen musste auch noch Zeit für das Kochen aufgewendet werden. Aber durch das Kochbuch wurde mir die Arbeit um einiges erleichtert! Die Zwischenmahlzeit fiel heute flach, da ich mir zum Frühstück die ganze Portion gegönnt habe. Mittags gibt es Schwarzbrot mit Räucherforelle und einem Salat aus Fenchel, Apfel, Mandarinen und Mayonnaise. Zum Abendessen gibt es einen Salat aus roten Bohnen und viel Gemüse.

Bilanz: - 0,5 Kg

Weg zum Idealgewicht - Ohne Sport abnehmen - Die besten Tipps
© webphotographeer/Thinkstock
Cogap Diät: Genetisches Abnehmprogramm

Nach vier Wochen habe ich das Projekt beendet. Ich habe insgesamt 2,7 Kilo abgenommen, was mich sehr glücklich stimmt.

Die Diät hat tolle Ansätze, denn auf die individuellen Bedürfnisse des Stoffwechseltyps wird geachtet und das Wohlbefinden steigert sich nach meiner Erfahrung erheblich. Ich habe in dieser Zeit genügend Vitamine zu mir genommen. Durch die neuen Rezeptideen und kleinen Mahlzeiten bin ich immer satt gewesen und das nächste Essen war schon in sicht. Wie auch bei jeder anderen Diät freue ich mich nach vier Wochen endlich wieder auf die ein oder andere Süßigkeit, dennoch werde ich meinen Ernährung auf meinem Stoffwechsel gerecht anpassen.

Dennoch ist die Diät zeitaufwändig, auch wenn das individuelle Kochbuch die Arbeit sehr erleichtert. Natürlich wird es auch hier schwierig, wenn man bei Freunden zum Essen eingeladen ist. Dann wird gegessen was auf den Tisch kommt oder die Anderen müssen sich anpassen.

Für alle, die gerne kochen oder ausreichend Zeit haben, empfehle die Diät auf jeden Fall weiter. Mein Wohlbefinden wurd gesteigert und die Gewichtsabnahme spricht für sich, obwohl ich nie hungrig ins Bett gegangen bin. Dennoch sollten man Ehrgeiz und Durchhaltevermögen mitbringen. Ich wünsche Ihnen viel Spaß und Erfolg!

Mehr Infos zur Diät finden Sie hier>>

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