Tipps und Tricks bei kaputten Haaren

Tipps und Tricks bei kaputten Haaren

Fehlender Glanz, eine spröde Struktur und Spliss in den Spitzen sind Anzeichen für kaputtes Haar. Mit unseren Tipps, Tricks und kleinen Hilfsmittelchen verraten wir Ihnen, wie Sie die unschönen und leidigen Makel beseitigen.

Kaputte Haare
© VikaValter / iStock
Tipps und Tricks bei kaputten Haaren

Nicht nur fehlender Glanz, auch die Kämmbarkeit und das Styling leiden unter kaputten Haaren. Schnell wirkt es strohig und ungepflegt und Pflegeprodukte halten oft nicht das, was sie versprechen. Mit unseren Tipps und Tricks helfen Sie Ihrem Haar bei seiner Regeneration.

Ursachen für kaputte Haare

So vielfältig wie die verschiedenen Haartypen sind oftmals auch die Ursachen für kaputtes Haar. Es lässt sich allerdings sagen, dass regelmäßiges Blondieren oder chemisches Färben häufig eine brüchige und fahle Haarstruktur zur Folge haben. Weiterhin ist das vermehrte Verwenden von Glätteisen und Lockenstab schädlich, besonders bei Modellen ohne Temperaturregler. Wie auch die Haut sind die Haare nicht hitzeresistent, verbrennen und trocknen bei zu hoher Temperatur aus. Dasselbe Phänomen ist auch zu beobachten, wenn man seine Mähne zu heiß fönt. Dauerwellen und andere chemische Formveränderungen greifen das Haar ebenfalls stark an, sodass daraus häufig brüchige Haare resultieren. Neben Shampoo mit Silikonen sind dies die häufigsten Gründe, die mit brüchigen Haaren in Verbindung gebracht werden. Ein weiterer Grund für kaputte Haare kann zu häufiges Trockenrubbeln nach dem Duschen sein, denn das schädigt die Haarstruktur. Stattdessen lieber die Haare trockentupfen. Auch UV-Srahlung im Sommer kann die Haare stumpf und strohig wirken lassen. Das liegt daran, weil die im Haar enthaltenen Proteine durch die UV-Strahlen aufgespalten werden können.

Tipps beim Waschen

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Nehmen Sie davon Abstand Ihre Haare täglich zu waschen, denn mit dieser Maßnahme ruinieren Sie den persönlichen Fettfilm und die Fettbildung ihrer Haare. Die Haare trocknen schnell aus, bilden keinen schützenden Fettfilm und Schuppen und Spliss entstehen. Um die bereits brüchigen Haare vor weiterer Austrocknung zu schützen, kneten Sie vor dem Waschen etwas Kokosöl oder -wachs in die Haarspitzen.
Um den Haaren eine weitere Wäsche zu ersparen, können Sie pflegendes Shampoo in den Haaransatz massieren und die Spitzen parallel mit einer Pflegespülung verwöhnen. In einem Rutsch werden die Produkte ausgespült, das Haar wird geschont und eine Kämmbarkeit ist garantiert.
Des Weiteren sollte mindestens einmal pro Woche eine Kur aufgetragen werden. Wenn Sie diese über Nacht einwirken lassen, kann sich das Haar die wichtigen Nährstoffe ziehen, die es braucht. Morgens einfach wieder auswaschen.
Außerdem ist es wichtig, ein Shampoo ohne Silikone zu verwenden.

Was macht Silikon mit unserem Haar?

Oftmals wird über die Silikone im Shampoo geschimpft, dennoch sind sie in jedem Drogerie-Markt in Hülle und Fülle vertreten. Was hat es also mit diesem Mythos auf sich?
Was sind Silikone?
Silikone sind synthetischen Ursprungs und werden in der Bestandteilliste auf der Rückseite von Produkten häufig mit der Endung "-cone" oder "-siloxane" ausgewiesen.

Warum werden Silikone in Pflegeprodukten verwendet?
Durch den Einsatz von Silikonen im Shampoo oder Conditoner erhält das Haar einen glänzenden Film und sieht gepflegt aus. Dies liegt daran, dass die Silikone die Haare wie einen Glanzfilm ummanteln und somit schimmernde Reflexe produzieren. Außerdem wird durch die Ummantelung und Glättung der Haarstruktur eine verbeserte Kämmbarkeit erreicht.

Kritik
Diese Ummantelungen überdecken die Schäden, die bereits vorhanden sind, reparieren sie aber nicht und verschleiern somit den wahren Zustand des Haares. Die Selbstheilung des Haares wird durch den Einsatz von Silikonen außerdem erschwert. Durch die häufige Verwendung von Pflegeprodukten kann zudem ein sogenanntes Build-Up entstehen. Dies bedeutet, dass sich durch den Gebrauch der Produkte Ablagerungen ansammeln, die sich wie Schichten auf dem Haar absetzen und es kraftlos und schwer machen. Es können Austrocknung, Spliss und Haarbruch die Folge sein.

Tipps nach dem Waschen

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© Wellaflex
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Lassen Sie die Haare nach Möglichkeit lufttrocknen, das beugt einem Feuchtigkeitsentzug des Haares vor. Müssen Sie jedoch auf einen Fön zurückgreifen, so verwenden Sie ein Modell mit Hitzeregulierung und föhnen Sie Ihr Haar auf einer kühleren Stufe. Außerdem immer vor dem Föhnen einen Hitzeschutz, wie etwa ein Spray, verwenden. Verzichten Sie auf aufwendige Frisuren, die Styling-Helferlein wie Lockenstab oder Glätteisen fordern, diese verschlimmern den Haarzustand nur noch mehr. Achten Sie außerdem darauf, dass sie das Haar erst kämmen, wenn es getrocknet ist. Hierfür greifen Sie zu einem grobzinkigen Kamm, da kleine Kämme sich schnell verhaken, das Haar brechen oder gar herausreißen. Bürsten mit Naturhaar sind besser und geeigneter als besipielsweise Metall- oder Kunststoffkämme. Hier gibt es etwa ein gut bewertetes Modell mit Naturhaar.

Die besten Hausmittel

Für eine strahlend schöne Haarpracht kann auch auf Hilfsmittel zurückgegriffen werden. Der Vorteil bei kleinen Pflegeeinheiten für das Haar, die man sich selbst zusammenmixt ist, dass man die Bestandteile kennt, diese natürlich und pflanzlich sind und auch ganz frei von Silikonen. Somit eine kostengünstige und chemiefreie Naturpflege für Ihr Haar.

  1. Olivenöl: In jedem Haushalt zuhause! Ein Mal pro Woche etwas Olivenöl in die Haare kneten, mit Frischhaltefolie umwickeln und mit einem Handtuch darüber ruhen lassen. Durch die Wärme des Handtuches kann das Öl besser wirken, durch die Folie gehen keine Stoffe verloren. Nach etwa 2 Stunden kann das Öl gründlich ausgewaschen werden.
  2. Power-Haarmaske: Ein Eigelb trennen, es mit 3 TL Honig und einem Teelöffel Olivenöl verrühren und in die Haare kneten. Wie oben beschrieben wird auch diese Maske aufgetragen, das Haar in Frischhaltefolie gewickelt und mit einem Handtuch bedeckt. Nach 1-2 Stunden gründlich ausspühlen.
  3. Mandelöl: Natürlich und eine sehr gut Pflege für geschmeidiges Haar. Alternativ zum Olivenöl kann Mandelöl für eine pflegende Maske verwendet werden.
  4. Bier: Nicht nur zum Feierabend als kleiner Absacker geeignet. Bier enthält viele wertvolle Stoffe, die schön geschmeidiges Haar zaubern und den Glanz des Haares wiederbeleben.

Tipps

  • Tragen Sie Ihre Haare möglichst offen, denn Klammern oder Zopfgummis steigern das Haarbruch-Risiko. Wenn es doch mal ein Zopf sein soll, dann etwa auf Haargummis aus Kunststoff oder Stoff setzen.
  • Ernähren Sie sich gesund, denn das Essverhalten spiegelt sich auch in Haaren und Nägeln wieder.
  • Sonnenschutz für Ihr Haar: Verwenden Sie ein Sonnenschutz-Spray für Ihre Haare, auch diese sind nicht hitzeresistent.
  • Spitzen schneiden! Nur wer regelmäßig den Spliss abschneiden lässt, kann die Aufspaltung weiterer Haare verhindern. Sieht auch viel gesünder aus!
  • Gefärbte Haare sind anfälliger, da durch die Colorierung ihre Substanz angegriffen wird.
  • Tupfen Sie die Haare nach dem Waschen vorsichtig mit einem Handtuch trocken. Besser nicht trockenrubbeln, das strapaziert die Haare nur unnötig.
  • Vor dem Föhnen oder Glätten der Mähne immer einen Hitzschutz verwenden. Hier gibt es ein gut bewertetes Spray. Lieber immer auf niedriger Temperaturstufe föhnen, das schont die Haare.

Ab wann kaputte Haare abschneiden?

Wenn Ihre Haare schon doll kaputt sind, also beispielsweise bereits sehr weit oben am Kopf abbrechen und extrem strohig sind, sollten Sie darüber nachdenken, sie abzuschneiden. Wenn Sie danach darauf achten, regelmäßig die Spitzen nachschneiden zu lassen und unsere Tipps beachten, kommt es vielleicht gar nicht mehr so weit, dass Sie die Haare abschneiden lassen müssen.

Einmal langes, wallendes Haar haben – davon träumen nicht nur kleine Mädchen, sondern auch erwachsene Frauen oft.
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