Rotstich in den Haaren loswerden: So geht’s

Rotstich in den Haaren loswerden

So was Ärgerliches: Gerade haben wir die Haare frisch gefärbt und plötzlich entdecken wir einen Rotstich, der das gewünschte Ergebnis verfälscht. Mit ein paar Tricks und ein bisschen Geduld können wir aber etwas richten. Wir zeigen, wie sich der ungewollte Rotstich entfernen lässt.

Rotstich in den Haaren loswerden
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Rotstich in den Haaren loswerden

Woher kommt der Rotstich in den Haaren?

Das kann ganz verschiedene Ursachen haben. Ein Grund etwa ist, dass beim Haarefärben Reste oder Kombinationen von vorherigen Färbungen zu viele rötliche Pigmente enthalten können oder sich nicht gut mit der Naturhaarfarbe verbinden – weshalb ein roter Schimmer entsteht. Auch kann es vorkommen, dass durch das Aufhellen rote Pigmente überbleiben. Beim Aufhellen der Haare werden diese ausgebleicht. Das heißt, es werden Pigmente entfernt. Rote Pigmente sind dabei im Vergleich zu Hellen und Dunklen am schwersten aus den Haaren zu lösen. Sie sind nämlich viel kleiner und sitzen hartnäckiger in der Haarstruktur. Aus diesem Grund kann es beim Aufhellen der Mähne häufig zu einem rötlichen Schimmer kommen: Die dunklen Pigmente lassen sich zuerst herauslösen, die rötlichen Pigmente bleiben übrig.

Was tun gegen den Rotstich?

Zuerst: Zum Friseur gehen. Besonders bei starken Verfärbungen immer lieber den Profi ranlassen. In solchen Fällen besser nicht selbst experimentieren, denn so riskieren Sie zum Beispiel starke Haarschäden oder Farbunfälle, die sich nicht mehr reparieren lassen.

Silbershampoo: Solche Shampoos sind eigentlich auf blondiertes Haar mit einem Gelbstich ausgelegt. Sie enthalten lilafarbene Pigmente, die komplementär zu Gelb sind. Aus diesem Grund hilft das Shampoo nur, wenn der Rotstich in Richtung gelb-orange geht. Ansonsten gilt: Besser die Finger davon lassen, bevor das Farbergebnis noch schlimmer wird.
Shampoos mit Grün- oder Blaustich: Diese sind die bessere Wahl, da sie extra auf rötlich-orangene Farbstiche ausgelegt sind. So zum Beispiel das Set „No Orange“ von Fanola, bestehend aus Maske und Shampoo.
Tönung verwenden: Auch eine Tönungswäsche kann dabei helfen, den Rotstich loszuwerden. Hierbei kommt erneut der farbkorrigierende Effekt ins Spiel. Eine kühle Farbe, idealerweise Grün als Komplementärfarbe, kann den rötlichen Stich in den Haaren ausgleichen. In der Friseurwelt bedeutet „aschig“ ein grüner Unterton. Deshalb zu einer aschblonden Tönung greifen. Wichtig: Auf der Verpackung muss stehen, dass es sich um einen kühlen Ton handelt. Denn das heißt, darin befinden sich kühle Farbpigmente, wie blau oder grün. Diese sind ideal um gegen das Rot in den Haaren anzugehen.

Hausmittel Schwarzer Tee: Wer nicht auf Chemie zurückgreifen will und lieber erst einmal ein Hausmittelchen ausprobieren möchte, kann es mit schwarzem Tee probieren. Kamillentee soll aufhellend wirken, schwarzer Tee hingegen die Haare bei einer Haarwäsche abdunkeln. Bei einem minimalen Rotstich kann der Tee einen ausgleichenden Effekt bringen. Bei diesem Hausmittel aber keine sofortigen oder perfekten Ergebnisse erwarten.
So wenden Sie das Hausmittel an:
1. Kochen Sie den schwarzen Tee und lassen ihn extra lang durchziehen.
2. Den Tee gut abkühlen lassen. Wenn er kühl genug ist, über die Mähne gießen und zehn Minuten einwirken lassen.
3. Nun ein Handtuch um die Haare wickeln und nochmal 30 Minuten Einwirkzeit einplanen.
4. Im Anschluss die Haare gut ausspülen und gegebenenfalls wiederholen, bis ein Effekt sichtbar ist.
Hinweis: Versucht man von einer dunklen Haarfarbe auf eine helle zu kommen, bedarf dies meist mehrerer Schritte. Dabei ist es ganz normal, wenn nach den ersten Sitzungen ein Rotstich in den Haaren zu sehen ist. Wie wir ja nun wissen, verschwinden als erstes alle anderen Farbpigmente, während sich die roten noch hartnäckig halten. Diese verschwinden erst mit der Zeit durch das Bleichen - hier heißt es also, sich ein wenig zu gedulden, bis das gewünschte Ergebnis erzielt ist.
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