Psychologie: 7 körperliche Anzeichen, dass Sie Ihre Gefühle unterdrücken

Psychologie: 7 körperliche Anzeichen, dass Sie Ihre Gefühle unterdrücken

Wie es uns eigentlich geht? Gut, passt schon. Irgendetwas könnte ja immer besser sein, aber alles ist soweit okay. Doch stimmt das eigentlich? Wir haben gelernt, unseren Alltag zu meistern und zu funktionieren. Unsere wirklichen Gefühle schalten wir dabei manchmal mehr oder weniger bewusst aus. An diesen Symptomen erkennen Sie, ob Sie Ihre Gefühle unterdrücken.

Unterdrückte Gefühle: An diesen Symptomen erkennen Sie es

Manche Menschen gehen mit ihrem Inneren offener um, als andere. Dennoch kann es passieren, dass jeder von uns gewisse Gefühle unterdrückt – gar nicht zwingend bewusst.
Denn der heutige Alltag strotzt nur so voller To-Do’s und Verpflichtungen, die erledigt und eingehalten werden müssen. Vor allem bei leistungsorientierten Personen ist häufig kein Platz für Gefühle, die uns aus der Bahn werfen und handlungsunfähig machen. Woran Sie merken, ob es Ihnen wirklich okay geht, oder Sie doch mal näher hinhören sollten, erkennen Sie an diesen Anzeichen.

1. Schlafstörungen und Müdigkeit

Einschlafprobleme, Durchschlafstörungen und ähnliches ist ein typisches Symptom dafür, dass wir nicht ganz im Reinen mit uns sind. Irgendetwas bedrückt uns – auch wenn wir versuchen, nicht hinzuhören. Besonders wenn wir uns abends hinlegen, kommt das durch. Und bereitet uns Schlafprobleme. Die Folge davon ist nicht selten eine anhaltende Müdigkeit. Horchen Sie doch vor dem Einschlafen mal in Ihre Gefühlswelt rein, lassen Sie sie zu und setzen Sie sich mit ihnen auseinander.

2. Bauchschmerzen

Tatsächlich meldet sich der Körper auch auf seelische Probleme mit akuten Beschwerden. Vor allem der Bauch meldet sich gerne, um uns mitzuteilen, dass etwas nicht stimmt. Das Sprichwort „Mir liegt da was im Magen” oder die Formulierung „auf das Bauchgefühl hören” kommen nicht von ungefähr. Schenken Sie wiederkehrenden Bauchschmerzen in jedem Fall Aufmerksamkeit und horchen Sie in sich rein, was Ihnen Unbehagen bereitet.

3. Rückenschmerzen

Sie haben Rücken? Das liegt nicht selten an zu viel Stress. Auch an diesem Beispiel sehen Sie, dass sich der Zustand unserer Seele gerne mal auf den Körper auswirkt. Unterdrücken wir bestimmte Gefühle, Ängste oder Sorgen auf längere Zeit, können sich tatsächlich auch als Folge davon Rückenschmerzen einstellen. In diesem Fall lastet uns sprichwörtlich etwas auf den Schultern. Versuchen Sie bei häufig auftretenden Beschwerden mal, sich aktive Ruhepausen im Alltag zu gönnen und Ihrem Körper aufmerksam zuzuhören.

4. Kopfschmerzen und Nackenverspannungen

Kopfschmerzen und Nackenverspannungen sind ein eng verbundenes Duo. Verkrampfen wir unsere Muskulatur im Nacken zu häufig, kann sich dies weiter nach oben auswirken und in unseren Kopf ziehen. Die Folge: Kopfschmerzen. Wer zu viel grübelt, gestresst ist und sich ständig sorgt, ist logischerweise alles andere als entspannt. Das hat körperliche Auswirkungen. Versuchen Sie deshalb unbedingt, sich im Alltag zwischendurch bewusst zu entspannen. Legen Sie eine 10-minütige Meditationspause ein, oder machen Sie abends vor dem Schlafengehen eine Runde relaxendes Yoga. Das lockert Ihre Muskulatur und beugt Kopfschmerzen vor.

5. Nervosität und Unruhe

Sie kommen nicht zur Ruhe, haben Schwierigkeiten, nicht die Fassung zu verlieren? Wer dauerhaft Gefühle in sich hineinfrisst, ohne sich aktiv damit auseinanderzusetzen, hat nach einer Weile oft mit Nervosität und Unruhe zu kämpfen. Sie sind im Vermeidungs-Modus – sobald Sie wirklich zur Ruhe kommen würden, würden Ihre Gedanken nämlich zu dem Thema kommen, was Sie wirklich beschäftigt. Was Sie vermutlich genau (mehr oder weniger bewusst) vermeiden. Spüren Sie Unruhe in sich, gehen Sie dieser auf den Grund. Nehmen Sie sich regelmäßig Zeit, zu erspüren, was genau Ihnen Panik verschafft.

6. Antriebslosigkeit

Belastet uns etwas, das wir von uns schieben, kann sich dies mit der Zeit auf unsere Stimmung schlagen. Fühlen Sie sich scheinbar grundlos ohne Antrieb und unmotiviert, Dinge anzupacken oder rauszugehen, könnte das daran liegen, dass Ihnen etwas auf der Seele liegt. Stellen Sie solche Verstimmungen fest, sollten Sie sich schnellstmöglich Hilfe holen - gerne auch professionell. Auch eine leichte, depressive Verstimmung sollte nicht auf die leichte Schulter genommen werden.

7. Vergesslichkeit

Seine Gefühle zu unterdrücken, entspricht der gleichen Situation, wie ein Geheimnis zu wahren. Das ist purer Stress für unseren Körper. Psychologin für Beziehungen, Dr. Sherrie Campbell, erklärt, dass unser Körper daraufhin in den sogenannten Kämpfen oder Flüchten Modus schaltet. Er funktioniert dann nicht mehr so, wie er eigentlich soll. Grundlegende Dinge fallen uns dann schwer – weshalb wir auf Dauer sogar Dinge wie Vergesslichkeit als Symptom spüren können. Unser Körper ist von toxischen Hormonen wie Adrenalin und Cortisol geflutet, und kann sich nicht mehr auf alltägliche Dinge fokussieren.

Unterdrückte Gefühle? Das kann helfen

Sich Zeit zu nehmen, in sich rein zu horchen, und seine Gefühle zuzulassen ist bereits der erste Schritt – nämlich das Problem zu identifizieren. Spaziergänge an der frischen Luft, Tagebuch schreiben oder Sport kann therapeutisch wirken. Hören Sie auf Ihr Bauchgefühl, was Ihnen guttut. Wie ein Stressausgleich aussieht, kann individuell verschieden sein. Probieren Sie verschiedene Tätigkeiten aus, die Ihnen Spaß machen und die Sie entspannen.
Bessern sich Ihre Beschwerden dennoch über einen anhaltenden Zeitraum nicht, suchen Sie einen Arzt auf. Dieser kann körperliche Ursachen ausschließen und gegebenenfalls eine Therapie empfehlen.

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