10. November 2020
Corona-Depression: 5 Expertentipps für mentale Stärke

Corona-Depression: 5 Expertentipps für mentale Stärke

Soziale Isolation, finanzielle Unsicherheit, Angst vor einer Ansteckung: Die Zeit während der Corona Pandemie ist für viele Menschen nicht einfach. Um jetzt nicht in Depressionen zu verfallen oder uns von dieser Angst lähmen zu lassen gibt Expertin Julia Goessler 5 Tipps für mentale Stärke.

 

Die dunkle Jahreszeit macht den zweiten Lockdown noch schwerer zu ertragen. Freizeitaktivitäten, die wir im Frühjahr noch nach draußen verlegen konnten, fallen jetzt vollständig weg.

Soziale Isolation schlägt uns weiterhin auf die Psyche, die Angst vor den steigenden Infektionszahlen macht uns zusätzlich zu schaffen.

Expertentipps für mentale Stärke

Um nicht immer tiefer in die Spirale mit schlechten Gedanken und Ängsten hinein zu geraten, verrät uns Julia Goessler, Expertin für Mentaltraining und Aurachirurgie, 5 praktische Tipps, wie wir auch in dieser schweren Zeit mentale Stärke bewahren.

5 Tipps für den mentalen Umgang mit Corona

1. Was macht Ihnen am meisten Angst?

First things first! Machen Sie erst mal Ihren ganz persönlichen Angst-Faktor Nummer eins
aus: Statt in diffuser Angst zu verharren, bringen Sie es auf den Punkt. Ist es Angst bezüglich Job, Lockdown, Balance zwischen Beruf und Kindern im Homeoffice oder Einsamkeit? Wenn Sie erst mal wissen, was der größte Angstfaktor ist, wissen Sie auch, worauf sich die Lösungen konzentrieren sollen.

2. Aktiv werden

Brainstormen Sie Lösungen, was Sie benötigen, damit Sie gut durch den Lockdown kommen.
Hier ist es wichtig, all die Bewertungen loszulassen, ob diese Lösungen praktikabel sind. Denn haben wir erst mal 20 Minuten Lösungen gefunden, programmiert sich das Gehirn um auf noch mehr Lösungen finden. Oft kommen erst nach diesen 20 Minuten die Ideen, die so kreativ sind, dass genau diese dann ganz leicht zu ermöglichen sind.

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3. Fragen Sie Ihren Körper: Was brauche ich, um gut durch den Lockdown zu kommen?

Dann lassen Sie sich überraschen. Der Körper möchte nämlich meist etwas ganz anderes, als der Verstand. Ein gutes Beispiel ist: Wenn wir müde sind, sagt uns der Verstand: leg dich hin, ruh dich aus. Wenn wir allerdings unseren Körper fragen, möchte der meist genau das Gegenteil: Spaß, Aktivitäten, raus gehen. Wenn wir dann auf unseren Körper hören, ist er bereit, uns mit wesentlich mehr Energie zu versorgen. Bleiben Sie offen für die Antworten des Körpers. Einiges mag Ihnen ungewohnt vorkommen, aber wird, wenn Sie es umsetzen, mit zusätzlicher Energie belohnt.

4. Beschäftigen Sie sich mehr und mehr mit schönen Dingen

Der Lockdown und Corona kommen, wann sie kommen oder vielleicht auch nicht. Sie können nun wählen, ob Sie Ihre Zeit mit Nachrichten und Berichten über Corona verbringen oder ob Sie nicht auch in dieser Zeit Dinge machen können, womit Sie seelisch auftanken. Sie mögen Stricken? Dann stricken Sie. Kochen Sie sich gutes Essen. Kaufen Sie neue Spiele, die Sie mit den Kindern spielen können. Kuscheln Sie mit Ihrem Partner.

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5. Eine Stunde Zeit nur für sich

Gerade als berufstätige Mutter hat man das Gefühl, nie genug Zeit zu haben. Vielen graust davor, im Lockdown nicht mal 5 Minuten für sich zu haben und fühlen sich vorab bereits ausgelaugt. Sprechen Sie mit dem Partner und der Familie: Wie wird es möglich sein, dass Sie jeden Tag eine Stunde für sich haben, in der Sie etwas für sich tun?

Treffen Sie die Vereinbarung mit ihrem Partner, an der nicht zu rütteln ist: Kein Haushalt, keine Abrechnungen oder sonstige Arbeiten in dieser Stunde. Sie tun wirklich etwas für sich. Genießen Sie diese Stunde jeden Tag. Wenn Sie sich an einem stressigen Tag auf diese eine Stunde freuen können, fühlt sich der ganze Tag anders an – mag er noch so anstrengend sein.

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