Tomaten selber pflanzen: Das müssen Sie beachten

Tomaten selber pflanzen: Das müssen Sie beachten

Wer sich dazu entscheidet, Tomaten selber anzupflanzen, darf sich nicht nur über eine köstliche Ernte freuen – sondern sich auch sicher sein, dass diese frei von Schadstoffen ist. Wir verraten Ihnen, wie Sie Tomaten ganz einfach selber anbauen.

Ganz egal ob im Garten oder auf dem Balkon – der Anbau von Tomaten ist einfacher als gedacht! Damit auch Sie sich schon bald über eine üppige Ernte freuen können, haben wir hier ein paar wertvolle Tipps für Sie.

Tomaten selber pflanzen: Die Aussaat

Möchten Sie Tomaten selber pflanzen und steht Ihnen dafür ein Gewächshaus zur Verfügung, sollten Sie mit der Aufzucht von Tomatenpflanzen bereits Mitte März beginnen. Freilandtomaten können Sie ab Ende März auf der Fensterbank vorziehen. Geben Sie dafür das Saatgut in kleine Töpfe mit Erde und stellen Sie diese mit einer Folienabdeckung auf eine sonnige Fensterbank.

Der perfekte Standort für Tomatenpflanzen

Ab Mitte Mai ist es dann endlich soweit und die zarten Pflanzen dürfen nach draußen ins Beet. Wählen Sie hierfür einen warmen, sonnigen und windgeschützten Ort – an diesem gedeihen Tomatenpflanzen am besten.

Soll die Tomatenpflanze im Kübel wachsen, benötigen Sie einen ausreichend großen Topf. Im besten Fall sollte dieser ein Volumen von bis zu zwölf Litern haben. Auch sollten Sie eine spezielle Tomaten- oder Gemüseerde verwenden, die besonders locker ist und nur wenig Torf enthält.

Mischkulturen mit Tomaten

Möchten Sie eine erfolgreiche Ernte einfahren, sollten Sie auch beim Pflanzen von Tomaten unbedingt auf eine Mischkultur in Ihrem Beet setzen. Besonders bewährt hat sich die Kombination aus Tomaten und Basilikum – was auf dem Teller toll zusammen schmeckt, scheint also auch im Beet ein echtes Dream-Team zu sein. Während Tomaten nämlich Starkzehrer sind und nach oben wachsen, ist das Basilikum ein sogenannter Schwachzehrer, das zudem bodennah wächst. Dadurch, dass das der Boden vom Basilikum bedeckt wird, wird die Tomate vor Unkraut und Verdunstung geschützt. Auch vertreibt Basilikum dank seiner ätherischen Öle die weiße Fliege, die sich besonders gern in Gewächshäusern aufhält.

Tomaten vertragen sich aber auch mit anderen Pflanzen sehr gut. So hält die Petersilie mit ihren ätherischen Ölen Blattläuse von Tomaten fern. Karotten und Pastinaken lockern mit ihren Wurzeln tiefgründig den Boden und sorgen für eine gute Drainage. Zwiebeln und Knoblauch kann man ebenfalls gut neben Tomaten setzen, sie halten nämlich ebenfalls weiße Fliegen fern. Zudem können Sie unterirdisch sogar die Wühlmaus aus Ihrem Beet vertreiben.

Tomaten richtig pflegen

Damit Ihre Tomatenpflanzen herrlich gedeihen, sollten Sie diese nun gut pflegen. Tomatenpflanzen gelten als sehr durstig, weshalb regelmäßiges Gießen das A und O ist. Achten Sie darauf, dass die Pflanze nicht vollständig austrocknet. Auch sollten die Tomaten unbedingt gedüngt werden, sobald sie im Freiland wachsen. Als Starkzehrer entziehen Tomaten dem Boden schließlich viele Nährstoffe. Reichern Sie das Beet am besten schon im Herbst mit reifem Kompost an, so ist die Basis für das Frühjahr bereits gelegt. Organischer Dünger wie Hornmehl, Pferdemist oder Brennnesseljauche ist ebenfalls zu empfehlen.

Tomaten selber pflanzen – und ernten

Wann Sie Ihre Tomaten ernten können, hängt natürlich ganz von der jeweiligen Sorte und der Witterung ab. Generell reifen Tomaten im Gewächshaus schneller als im Freiem. Auch Faktoren wie ein sonniger Standort, genügend Wasser, die Versorgung mit Nährstoffen und Rankhilfen beeinflussen die Erntezeit. Reife Früchte erkennen Sie daran, dass Sie vollständig gefärbt sind und sich leicht an ihrer Sollbruchstelle am Stängel abpflücken lassen. Auf Druck sollten reife Tomaten etwas nachgeben.

Video: Typische Fehler bei der Tomatenpflege

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