28. April 2021
Peperoni einlegen: Anleitung und Rezept

Peperoni einlegen: Anleitung und Rezept

Peperoni sind eine tolle Sache, denn sie sind ein schmackhaftes Sahnehäubchen, das viele Speisen mit einer aufregenden Würze versorgt. Ob für die selbstgemachte Pizza, den Salat oder als Antipasti! Aber wie macht man frische Peperoni haltbar, um sie jederzeit verwenden zu können? Wir verraten Ihnen, wie Sie Peperoni einlegen und was Sie dabei beachten sollten. 

Peperoni: Herkunft, Saison und Sorten

Peperoni gehören zu den Nachtschattengewächsen und stammen ursprünglich aus Südamerika. Die Hauptsaison der Schote geht von August bis Ende Oktober.
Peperoni sind in vielen verschiedenen Sorten erhältlich – so unterscheiden sich auch die Schärfegrade stark voneinander. Verantwortlich dafür ist der mehr oder weniger viel enthaltene Stoff Capsaicin. Peperoni können je nach Variante süßlich-mild, würzig-pikant oder feurig scharf schmecken. Einlegen lassen sich alle von ihnen - ganz nach persönlichem Geschmack. Übrigens: Die Schärfe wird  auf der sogenannten Scoville Skala gemessen. 

Das sind die gängigsten Peperonisorten:

  • Thai Yellow
  • Lombardo
  • Joe’s Long
  • Georgia White Pepper
  • Orange Thai
  • Elefantenrüssel

Peperoni einlegen: So machen Sie frische Peperoni haltbar

Wir verraten Ihnen nun, wie Sie leckere Peperonischoten einlegen. 

Zutaten

  • 1 kg Peperoni
  • 250 g Zwiebeln
  • 500 ml Essig
  • 120 ml Wasser
  • 80 g Zucker
  • Pfefferkörner
  • Salz

Zubereitung

  1. Waschen Sie die frischen Peperoni und entfernen Sie die Stielenden.
  2. Schälen Sie daraufhin die Zwiebeln und schneiden Sie diese in Streifen.
  3. Bringen Sie Wasser und Zucker in einem Topf zum Kochen und fügen Sie Essig, Salz und einige Pfefferkörner hinzu.
  4. Schließlich werden die Peperoni und Zwiebeln dem Sud zugefügt und 30 Minuten lang mitgeköchelt.
  5. Füllen Sie den Sud zusammen mit einigen Früchten nach dem Kochen sofort in ein Einmachglas und verschließen Sie den Deckel fest. Dann muss das Glas auf den Kopf gedreht werden, damit darin ein Vakuum entstehen kann. Durch diesen Vorgang werden die Peperoni für einige Monate haltbar gemacht.
Je nach Geschmack können die Peperoni auch mit anderem Gemüse eingelegt werden. Geben Sie zum Beispiel Tomaten, Gemüsepaprika, Chili oder Knoblauch mit in Ihren Essigsud und schon entwickelt sich ein ganz neuer Geschmack in jedem Einmachglas. Tipp: Sie verwenden am besten ganz normalen Haushaltsessig wie Branntweinessig, Weinessig oder Kräuteressig.

Kann ich Peperonischoten auch in Öl einlegen?

Peperonischoten in Öl einzulegen ist nicht ungefährlich. In den Gläsern können sich Botulismustoxine bilden, die eine besonders schwere Lebensmittelvergiftung hervorrufen können. Diese entstehen, wenn konservierte bzw. eingelegte Lebensmittel z.B nicht ausreichend erhitzt wurden, zu wenig Wasser und Säure, Zucker oder Salz beinhalten oder einfach zu lange gelagert wurden. Alternativ können Sie Paprikaschoten aber bedenkenlos in Öl marinieren. Wie das geht, verraten wir Ihnen hier!

Zutaten

  • 500 Gramm Peperonischoten
  • 2 EL neutrales Öl
  • 2 EL Weißweinessig
  • 1/4 Paprika rot
  • 1 rote Chilischote
  • 3 Knoblauchzehen
  • 1 Bund Petersilie
  • 2 TL getrockneten Oregano

Zubereitung

  1. Zuerst Chili, Knoblauch und Petersilie ganz fein hacken. Danach ebenso mit der Paprika verfahren.
  2. Jetzt die Zutaten mit Öl und Essig vermischen. Die Mischung über Nacht bei Raumtemperatur in einem geschlossenen Behälter ziehen lassen. 
  3. Nun können Sie die Peperonischoten in die Marinade geben. Neben ihren selbst eingelegten können Sie auch fertige aus dem Supermarkt nehmen. 
  4. Damit die Aromen (z.B die Schärfe der Chilischoten) gut durchziehen können, lassen Sie die Peperonischoten über Nacht in der Marinade ziehen.

Die Peperonischoten sind nach dem Marinieren ca. 4 Wochen im Kühlschrank haltbar. Tipp: Sie können die Zutaten nach Belieben variieren. Auch eine fertige Gewürzmischung lässt sich wunderbar als Grundlage für die Marinade nehmen. Probieren Sie es aus! In hübsche Gläser abgefüllt, sind die Peperonischoten übrigens ein perfektes Mitbringsel auf Grillpartys. Auch Freunde und Bekannte können Sie mit dieser Köstlichkeit überraschen. 

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Eingelegte Peperoni: So schmecken sie

Durch das Einlegen nehmen Sie der Peperoni einiges an Schärfe. Sie schmeckt deutlich milder als frische Peperoni. Außerdem bekommt sie durch das Essig einen fein säuerlichen Geschmack. Diese Eigenschaft mit der leichten Schärfe harmonieren besonders gut zu einem frischen Salat, Schafskäse oder Teigwaren wie Pizza oder Wraps. Ebenfalls lecker: Die eingelegte Peperoni für eine besondere Note in einer Sauce mitkochen. Probieren Sie doch mal einen griechischen Hirtensalat mit Peperoni oder leckere Burritos mit eingelegten Peperoni in der Füllung!

Sie können die eingelegte Peperoni übrigens – im Gegensatz zur frischen Frucht – mit Kernen essen. Diese sind nach dem Einlegen nämlich weicher und milder. Tipp: Wenn Sie die Peperoni mit dem Zahnstocher einstechen, dann kann der Sud besser ins Fruchtfleisch eindringen und das Gemüse ist aromatischer! Eingelegt in Gläser und mit hübschen Etiketten versehen sind eingelegte Peperoni übrigens ein tolles Gastgeschenk – optisch am schönsten ist dabei eine bunte Mischung des scharfen Gemüses. Eingelegtes Gemüse sollte vor dem Verzehr ein paar Tage durchziehen, damit es ein schönes Aroma bekommt.

In Essig eingelegte Peperoni sind ewig haltbar, am besten lagert man die Gläser an einem dunklen, kühlen Ort. Auch angebrochene Gläser halten sich wie Gewürzgurken im Kühlschrank relativ lange. Hier einfach den Augen-, Geruchs- und Geschmackstest machen. 

Wie gesund sind Peperoni?

Frische Peperoni einzulegen ist gar nicht so schwer – und Sie haben das leckere Gewürz anschließend immer griffbereit. Außerdem sind Peperoni kalorienarm. So haben rote Peperoni gerade einmal 32 Kalorien pro 100 Gramm. Außerdem verfügen die kleinen scharfen Schoten über kaum Fett und regen unsere Verdauung an. Dafür sorgen die darin enthaltenen Ballaststoffe, die zudem noch einen sättigenden Nebeneffekt haben! 

Was ist eigentlich der Unterschied zwischen Peperoni und Chili?

Die beiden Schoten sehen sich super ähnlich. Doch Chilis sind kleiner als Peperoni und noch dazu schärfer! Sie werden zum Beispiel als Bestandteil von Chilipulver oder Cayennepfeffer genutzt. Peperoni erinnern von der Form ein wenig an eine Spitzpaprika und weisen ein würzigeres Aroma auf. Sie werden oft auch zu Paprikapulver verarbeitet.

Rot, gelb, grün: Was hat die Farbe der Peperoni zu bedeuten?

Im Gegensatz zur weitläufigen Annahme, dass es sich bei den verschiedenfarbigen Schoten um unterschiedliche Sorten handelt, zeigt die Farbe der Peperoni lediglich ihren Reifegrad an.

Alle Peperoni waren einmal grün - dies ist der unreifste Grad der Frucht. Mit zunehmender Reife nimmt die Peperoni dann, je nach Sorte, eine gelbliche der orangene oder rote Farbe an. 

Grüne Peperoni sind gesundheitlich unbedenklich und lassen sich problemlos verzehren. Auch sie enthalten schon eine Menge Vitamine. Je unreifer die Peperoni, desto bitterer ihr Geschmack. Dementsprechend sind lange gereifte, rote Peperoni meist aromatischer, süßer und fruchtiger. 

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