Heimisches Superfood So gesund sind Haferflocken

Warum solltet ihr euren täglichen Speiseplan mit Haferflocken bereichern? Diese und andere Fragen beantworten wir in dem Artikel und schauen nach, ob Haferflocken wirklich ein Superfood sind. 

Haferflocken So gesund sind Haferflocken © seasons.agency / Gräfe & Unzer Verlag / D'Angelo, Vivi

Superfoods sind in aller Munde. Sie sind nicht nur total angesagt, sondern auch total gesund und voller wertvoller Inhaltsstoffe. Ist das bei Haferflocken auch so? 

Der Begriff „Superfoods“ ist sicherlich auch ein Modewort, dass keine wissenschaftliche Verwendung findet oder eine festgelegte Definition hat. Doch im Alltag, auch durch clevere Marketing- und Werbestrategien, gehören Superfoods zum festen Bestandteil in fast jedem Supermarkt. Die Lebensmittel haben einen besonders hohen gesundheitlichen Nutzen, denn ihr Nährstoffgehalt ist in einem oder mehreren Punkten überdurchschnittlich hoch. Superfoods machen sich gut in Zeiten von verstärkter Nachfrage nach regionalem Anbau, nachhaltiger Produktion und gesunder Lebensweise. Industriell gefertigte Lebensmittel enthalten oftmals ungesunde Zusatzstoffe und gleichzeitig kaum noch Ballaststoffe oder Kohlenhydrate. Fett, Zucker und Weißmehl sind fast schleichend von den Herstellern in die Rezepte gemischt worden. Kein Wunder also, dass selbst in Dönerfleisch oder Speiseeis Gluten enthalten ist. Acai-Beeren oder Chia-Samen sind vielfach bekannt unter dem Begriff Superfoods, aber habt ihr auch Haferflocken auf dem täglichen Speiseplan? Wenn nicht, dann wird es aber Zeit. 

Haferflocken sind sehr gesund und machen satt

Getreide ist gut für unsere Verdauung und beschert uns ein langes Sättigungsgefühl. Damit allein wird es aber noch nicht zum Superfood. Haferflocken liefern sehr viel Energie, ähnlich wie Reis. Seine langen Kohlenhydratketten werden vom menschlichen Stoffwechsel langsam aufgenommen und sorgen so dafür, dass der Blutzuckerspiegel nur langsam ansteigt. Erneutes Hungergefühl gleich nach dem Essen ist hier also Fehlanzeige. Neben dem Sattgefühl ist auch die gleichzeitige Fitness ein Vorteil von Haferflocken. Dabei ist aus ernährungsphysiologischer Sicht egal, ob die Haferflocken weich oder kernig verzehrt werden. Haferflocken fördern durch ihren hohen Anteil an Ballaststoffen die natürliche Verdauung in unserem Körper. Das ist bei allen Getreidesorten zwar in der Regel so, aber Haferflocken haben eine ganz spezielle Art der Ballaststoffe in sich. Die Beta-Glucane verhindern, dass unser Blutzuckerspiegel stark ansteigt. Besonders Diabetiker vom Typ 2 dürfen sich über diese Information freuen, denn für sie ist ein niedriger Blutzuckerspiegel extrem wichtig. Die Spätfolgen von einem zu hohen Blutzuckerspiegel sind längst bekannt. Nachlassende Sehkraft bis hin zur Erblindung, die gestörte Wundheilung und eine schlechte Durchblutung insbesondere der Füße gehören dazu. 

Nicht nur Diabetiker profitieren von Haferflocken 

Für insulinpflichtige Diabetiker gibt es die Empfehlung, zweimal wöchentlich einen Hafertag einzulegen. Bei allen drei Mahlzeiten soll dann Hafer die Basis sein und dafür reichen schon 50 Gramm davon pro Mahlzeit aus. Haferflocken können nicht nur süß verspeist werden, sondern lassen sich ebenso lecker mit Gemüse kombinieren oder verfeinern den Kuchen. Als Superfoods sollen Haferflocken aber mehrmals die Woche verzehrt werden, denn sie enthalten auch viel Eiweiß, dass unser Organismus für den Muskelaufbau benötigt. Auch beim Abnehmen kann das leckere Getreide helfen. Haferflocken liefern alle Bestandteile, die unser Körper braucht und dabei ist ihre Zusammensetzung besonders ideal. Neben vielen wichtigen Mikro- und Makronährstoffen sind Haferflocken übrigens glutenfrei. Ein Trend der in der Lebensmittelbranche zu beobachten ist, denn bisher zwar wissenschaftlich nicht eindeutig geklärt, leiden viele Menschen unter Bauchweh, Völlegefühl, Schlafstörungen oder Kopfweh nach dem Verzehr von glutenhaltigen Speisen. Haferflocken beruhigen den Magen und so können sie sogar Bauchweh lindern. Wenn ihr öfters damit zu tun habt, dann mischt doch einfach jeden Tag ein paar Haferflocken in die Mahlzeiten. Überschüssige Säure wird ebenfalls gebunden, so dass auch leichtes Sodbrennen abgemildert wird oder sogar ganz weg geht. Um die tägliche Portion Hafer, Experten raten nicht mehr als 250 Gramm täglich zu sich zu nehmen, gut in den Alltag einzubauen, könnt ihr beispielsweise die Haferflocken fein gemahlen in Suppen oder Soßen binden. Auch als vegetarische Burger machen sich die kleinen Powerflocken gut und als Haferbrei oder zu Keksen gebacken schmecken sie euch ebenfalls. 

Hafer gehört zu den gesündesten Lebensmitteln überhaupt – und helfen beim Abnehmen

Ein Grund mehr, sich die Flocken täglich zu gönnen, sind ihre positiven Wirkungen bei der Gewichtsabnahme. Zwar liefern 100 Gramm und 350 Kilokalorien und sollten daher nicht ungehemmt geschlemmt werden, sie können aber auf natürliche und gesunde Weise beim Abnehmen helfen. Sie lassen sich gut in den Ernährungsplan einbauen und finden jeden Tag in den unterschiedlichsten Gerichten Platz. Das Müsli zum Frühstück ist dabei nicht die einzige Variante der gesunden Haferflocken. Es gibt eine Vielzahl von leckeren Rezepten mit Haferflocken und dank seiner Inhaltsstoffe wird sich die jährliche Menge von derzeit 2 bis 3 Kilogramm pro Kopf in Deutschland sicherlich noch erhöhen. Neben den beliebten Haferflocken kann das Getreide auch als ganzes Korn, Schrot oder als Hafermilch zu sich genommen werden. Als Fazit lässt sich sagen, dass ihr mit der Bereicherung eures Speiseplans durch Haferflocken nichts falsch machen könnt. Ganz im Gegenteil: Das zurecht als heimische Superfood bezeichnete Getreide ist überaus gesund und versorgt unseren Körper mit lebenswichtigen Bausteinen. Es eignet sich zum Abnehmen, ist ideal für Diabetiker und kann in vielerlei Weise verwendet werden.

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