Gürtelrose: Alle wichtigen Information im Überblick

Gürtelrose: Alle wichtigen Information im Überblick

Die Gürtelrose ist eine ernstzunehmende Reaktivierung von Windpocken-Erregern im Körper. Bei uns erfahren Sie, woran Sie eine Gürtelrose erkennen und wie gefährlich sie ist.

Die Gürtelrose (Herpes Zoster) ist eine ausgebrochene Viruserkrankung, die häufig mit starken Schmerzen und Juckreiz einhergeht. Ein weiteres Symptom ist der charakteristische Hautausschlag, auch Zoster genannt. Doch wie erkrankt man an dem Virus?

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Die Ursachen einer Gürtelrose 

Der Gürtelrose geht eine Ersterkrankung mit dem Varizella-Zoster-Virus (welches vor allem Windpocken verursacht) voraus. Diese Viren können sich beispielsweise nach einer Windpockenerkrankung noch jahrelang unerkannt in den Nervenbahnen aufhalten und unter bestimmten Umständen wieder ausbrechen. Die Gürtelrose ist sozusagen eine Reaktivierung dieser Viren. Diese Reaktivierung kann verschiedene Ursachen haben. Häufige Mitauslöser sind jedoch ein geschwächtes Immunsystem, allgemeine Schwäche durch andere Krankheiten bzw. deren Behandlung, zu starke Sonneneinwirkung und Stress. Bei rechtzeitiger Erkennung heilt sie binnen einiger Wochen komplett wieder ab, unter bestimmten Voraussetzungen kann es jedoch zu einem längeren Verlauf und Folgeerscheinungen kommen.

Diagnose

Woran erkennt man eine Gürtelrose? Anfangs ist die Krankheit noch nicht spezifisch erkennbar: Zuerst machen sich Abgeschlagenheit, Müdigkeit und Fieber bemerkbar. Missempfindungen bei Berührungen (z.B. Kribbeln, betäubtes Gefühl oder Schmerzen) kommen hinzu. Typisch ist auch eine Rötung der juckenden Stellen, der in einen bläschenförmigen Ausschlag übergeht. Die Bläschen sind gruppenartig angeordnet und können entlang der Nervenbahnen über den Körper wandern. Meist sind Bauch, Rücken und der Brustbereich betroffen. Gelegentlich treten sie auch an anderen Regionen auf, zum Beispiel im Gesicht.

Erscheinungsform

Den Namen hat die Gürtelrose von ihrer Ausbreitungsform, die größtenteils wie ein Gürtel um den Körper wandert. Gefüllt sind sie mit einer klaren bis eitrig-blutigen Flüssigkeit, die die Erreger enthält. Käme jemand anderes damit in Kontakt, könnte er sich über eine Schmierinfektion anstecken (siehe unter "Ansteckung"). Normalerweise platzen sie jedoch nicht auf, sondern verheilen bei entsprechender Behandlung von selbst und hinterlassen höchstens Pigmentstörungen oder vernarbtes Gewebe.

Behandlung

Antivirale Medikamente sorgen für ein rasches Abklingen der Krankheit, da eine Viren-Vermehrung verhindert wird. Etwas umstritten ist jedoch ihre Wirkung auf die Nerven, da diese während der Infektion oft starke Schmerzen verursachen. Gegen diese helfen häufig antalgische Mittel wie Morphinderivate, Paracetamol, Ibuprofen, Lokalanästhetika und ähnliche. Auch Heilpflanzen können verwendet werden: Pflaster mit Wirkstoffen des Cayenne-Pfeffers und Aloe-Vera-Gel können die Schmerzen mildern. Besprechen Sie dies schon beim leisesten Verdacht auf eine Infektion mit Ihrem Arzt. Wird die Krankheit nämlich nicht rechtzeitig erkannt, kann es auch zu Spätfolgen wie Erblindung, Taubheit oder Lähmungen kommen, durch eine fortgeschrittene Entzündung der betroffenen Nerven. Die Gefahr einer Komplikation ist jedoch gering, wenn die Krankheit nach Ausbruch innerhalb von 72 Stunden bemerkt und behandelt wird.

Ansteckung

Wenn Sie an Gürtelrose erkrankt sind, sollten Sie sich von Schwangeren in dieser Zeit fernhalten, da das Ungeborene für die Viren anfällig ist. Grundsätzlich ist eine Gürtelrose nur schwach ansteckend. Bei Menschen, die noch nie an Windpocken erkrankt sind, können die Viren durch Schmierinfektion Windpocken auslösen. Die Gürtelrose entsteht in der Regel aus im Körper schlummernden, speziellen Herpes-Viren. Anfällig sind vor allem ältere und immunschwache Menschen. Um einer Infektion vorzubeugen, ist es wichtig, das Immunsystem durch ausreichend Nährstoff- und Vitaminzufuhr, frische Luft, Bewegung (am besten draußen im Sonnenlicht) und ausreichend Schlaf zu stärken.

Impfung gegen Gürtelrose

Aufgrund möglicher Komplikationen und Langzeitfolgen empfiehlt die Ständige Impfkommission (STIKO), dass sich alle Personen ab 60 Jahren gegen den Herpes zoster impfen lassen. Menschen mit Grunderkrankungen sollten sich sogar bereits ab 50 Jahren impfen lassen. Sprechen Sie daher gerne beim nächsten Praxisbesuch den Arzt Ihres Vertrauens auf die Impfung an, wenn Sie zu einer Risikogruppe gehören.

Informationen rund um die Impfung gegen Gürtelrose finden Sie auch auf den Seiten des Impfmittelherstellers GlaxoSmithKline (GSK) unter www.impfen.de/guertelrose. Vom 27. Februar bis 05. März 2023 startet GSK die "Gesundheitswoche Gürtelrose" mit spannenden Events und Aufklärungs-Kampagnen.

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