5. August 2020
Was unsere Träume über unser Leben aussagen

Traumdeutung: Was unsere Träume über unser Leben verraten

Wir alle träumen, manchmal erinnern wir uns, manchmal nicht. Teilweise sind sie lebhaft und realistisch, in anderen Nächten wiederum suspekt und abstrakt. Wir erklären, was Träume wirklich bedeuten und was sie über uns und unser Leben verraten.

Träume: Der Spiegel unseres Unterbewusstseins

Laut der Traumanalyse der Tiefenpsychologie sind Träume keinesfalls Humbug oder gar bedeutungslos – wir verarbeiten so Erlebtes und aktuelle Entwicklungen und reflektieren unsere Ängsten, Bedürfnisse und Gefühle. Ein Traum ist wie ein Spiegel unseres Unterbewusstseins: Er reflektiert, wie es in unserem Inneren gerade wirklich aussieht – frei von der eigenen (verfälschten) Wahrnehmung, äußeren Einflüssen und gesellschaftlichen Zwängen. So verrät uns ein Traum viel über uns selbst und unsere aktuelle Situation – wenn wir ihn denn erst einmal verstehen.

Träume deuten: Wozu?

Die Traumdeutung ist meist kein einfaches Unterfangen. Es gibt leider keine universale Übersetzung für alle – denn unsere individuellen Persönlichkeiten und Erlebnisse machen jede Traumsprache einzigartig. Deshalb muss jeder einzelne lernen, die Bedeutung seiner Träume ganz individuell zu entschlüsseln. Wer sich darin übt, wird viel über sich und sein Leben lernen. Träume können Ihnen dabei helfen, unterdrückte Bedürfnisse zu realisieren, Ängste zu entschlüsseln und sich weiterzuentwickeln.

Traum deuten in 4 Schritten

Fokus

Versuchen Sie nicht, einen ganzen Traum von Anfang bis zum Ende zu deuten. Sie können immer nur gewisse Elemente entschlüsseln. Fokussieren Sie sich auf die Situationen, die Ihnen wichtig erscheinen und überanalysieren Sie nicht jedes Detail.

Nicht auf Zwang

Nicht jeder Traum hat eine tiefgehende Botschaft. Manchmal verarbeiten wir lediglich etwas Erlebtes, alltägliches. Versuchen Sie also keine zwanghafte Deutung.

Traumtagebuch

Notieren Sie morgens nach dem Aufwachen so schnell wie möglich alles, was Sie erinnern. Das hilft Ihnen später dabei, wichtige Details zu erkennen.

Geduld

Seien Sie nicht so voreilig bei der Traumdeutung. Träume können sich mit Entwicklungen oder Erlebnissen über einen langen Zeitraum erstrecken. Je weiter Sie sich entwickeln, desto klarer werden die Träume. Haben Sie also Geduld und versuchen Sie, Zusammenhänge zu erkennen.

Traumdeutung: Gängige Traumsymbole verstehen

Es gibt ein paar gängige Traumsymbole, die auf konkrete Dinge hinweisen können und Ihnen so die Traumdeutung für den Anfang erleichtern.

Albträume im Allgemeinen

Hinter einem Albtraum steckt immer etwas, das Sie beschäftigt – und unbedingt klären sollten. Vor allem, wenn sich ein und derselbe Traum immer wiederholt, sollten Sie diesem auf jeden Fall Aufmerksamkeit schenken.
Dahinter steckt häufig eine Angst oder ein traumatisches Erlebnis. Versuchen Sie den Traum nach dem Aufwachen so gut es geht nieder zu schreiben. Entwirren Sie die Bilder und betrachten Sie die einzelnen Situationen. So können Sie herausfinden, was dahinter steckt. Welche Ängste spiegeln die Bilder wider? Verstehen Sie erst einmal, was Sie innerlich beschäftigt, entwickeln Sie nicht nur ein besseres Verständnis, es bringt auch Klarheit und die Möglichkeit, gegen Ihre Angst anzukämpfen oder eine erlebte Situation aufzuarbeiten.

Tod

Träume über den Tod lassen uns morgens oft mit einem mulmigen Gefühl erwachen – wenn nicht sogar mit Tränen in den Augen. Doch keine Sorge! Dies ist weder eine Prophezeiung noch hat es generell etwas Schlechtes zu bedeuten.
Ganz im Gegenteil: Stirbt jemand in Ihrem Traum, handelt es sich dabei meist um eine Projektion aus Ihrem Leben, die metaphorisch dargestellt wird.
Zum Beispiel um eine Trennung vom Partner, eine emotionale Ablösung von den Eltern oder Kindern, eine Weiterentwicklung Ihrerseits. Deshalb sollten Sie den Tod im Traum definitiv als etwas Positives betrachten: Es handelt sich immer um eine Entwicklung – Sie haben unterbewusst hart gearbeitet und es geschafft, sich von etwas zu lösen. Auch, wenn das immer mit Trauer verbunden ist: Glückwunsch und weiter so!

Streit

Wer davon träumt, zu streiten, ist häufig nicht sauer auf jemand anderen. Sie tragen vermutlich einen inneren Konflikt aus, für den Sie noch keine Lösung gefunden haben. Vielleicht fühlen Sie sich in Ihrer aktuellen Lebenssituation in die Ecke gedrängt oder Sie würden gerne etwas ändern?

Erleben Sie den Streit im Traum als Zuschauer, kann dies dafür stehen, dass Sie eine turbulente, stressige Lebensphase durchmachen, der Sie sich nicht entziehen können. Das kann anstrengend sein – geht aber wieder vorbei.

Betrug

Sie träumen davon, betrogen zu werden? Ob vom Partner, der besten Freundin oder jemand ganz anderem: Das ist definitiv kein schönes Gefühl. Doch keine Sorge, dieser Traum sagt Ihnen nicht, dass Ihre Beziehung auf der Kippe steht.
Vielmehr handelt es sich dabei oft um einen metaphorischen Hinweis Ihres Unterbewusstseins: Wo in Ihrem Leben betrügen Sie sich selbst? Machen Sie sich in einer Sache etwas vor? Seien Sie ehrlich zu sich selbst und reflektieren Sie Ihre Situation. Vielleicht finden Sie den Knackpunkt, der Ihnen Unzufriedenheit bereitet.
Wer davon träumt, selbst seinen Partner zu betrügen, braucht auch hier keine Panik bekommen. Das bedeutet nicht zwingend, dass Sie das Bedürfnis haben, Ihrem Partner fremdzugehen. Vielmehr deutet es darauf hin, dass es in Ihrem eigenen Leben etwas gibt, was Sie daran hindert, Ihre eigenen Bedürfnisse zu erfüllen. Dies muss weder etwas mit Sex noch mit Ihrer Beziehung zutun haben. Versuchen Sie herauszufinden, ob Sie in Ihrem Leben viel zurückstecken oder aus irgendeinem Grund Ihre Bedürfnisse unterdrücken.

Fallen

Wer kennt ihn nicht? Der Traum vom Fallen fühlt sich ganz besonders merkwürdig an. Manchmal schwingt Panik mit, manchmal finden wir ihn angenehm, manchmal zucken wir zusammen und wachen davon auf. Doch was will uns der Fall sagen?
In der Traumdeutung steht das Fall-Symbol für Angst, Unsicherheit oder Selbstzweifel. Haben Sie die Befürchtung, den Ansprüchen oder Erwartungen von anderen nicht gerecht zu werden?
Je nach Lebenslage kann ein Sturz ins Leere auch als Angst vor der Zukunft gedeutet werden.

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