Wie Stress sich auf unsere Gesundheit auswirkt

Wie Stress sich auf unsere Gesundheit auswirkt

Beruf, Familie, Alltag: Stress ist heutzutage ein Dauerzustand, der irgendwann seinen Tribut fordert. Denn wer ständig negativem Stress ausgesetzt ist, nimmt Schaden an Körper und Seele. Das sind die Folgen!

Viele Menschen kommen aus dem Stress-Modus überhaupt nicht mehr heraus. Da braucht man noch nicht einmal eine Doppelbelastung mit Arbeit und Familie zu haben: Permanente Arbeitsüberlastung und kein Lichtblick am Ende, dass sich Arbeitszeiten und das dauerhaft hohe Pensum auch mal normalisieren, treiben viele Menschen heutzutage in die totale Erschöpfung – jeder zweite Arbeitnehmer fühlt sich mittlerweile von einem Burnout bedroht. (Quelle: Ärzteblatt)

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Das Schlimme: Irgendwann kann man einfach nicht mehr abschalten und nimmt den ganzen Stress mit in die Freizeit. Und auch diese fordert den Menschen viel ab, denn es stehen häufig zu viele Verpflichtungen auf dem Plan.

Dauerstress durch Beruf und Freizeit

Da hat man einen anstrengenden Tag oder eine anstrengende Arbeitswoche hinter sich, da warten schon Freunde, Familie und Verwandte auf Sie? Der Hund will auch noch Gassi geführt werden, Haushalt und Abendessen machen sich auch nicht von allein. Dann will die Oma noch besucht werden und die Freunde wollten später auch noch auf ein Glas Wein vorbeikommen: Woher nur die vielen Stunden nehmen, um all das zu bewältigen? Da möchte man manchmal alles hinschmeißen! Überforderung löst Stress in uns aus, der sich in folgenden Symptomen widerspiegelt:

  • hoher Blutdruck
  • Kopfschmerzen
  • Augenflattern
  • Tinnitus und/oder Hörsturz
  • Herzerkrankungen bis hin zum Herzinfarkt
  • Schlaganfall
  • Schlaflosigkeit
  • permantene Nervosität
  • Verlust der Libido
  • Schwierigkeiten, schwanger zu werden
  • Niedergeschlagenheit bis hin zu Depressionen
  • Rückenschmerzen
  • Zähneknirschen

Die Liste der Symptome, die durch Stress ausgelöst werden, ist also lang und nicht zu unterschätzen. Wenn Sie also merken, Sie geraten an eine kritische Grenze oder haben diese sogar schon überschritten, in dem der Körper Ihnen bereits erste Warnsignale schickt, sollten Sie dringend handeln.

Das Schwierige: Nicht jeder Mensch ordnet die Symptome immer gleich Stress zu, denn jeder Mensch hat ein anderes Stresslevel. Positiver Stress kann sogar beflügeln! Doch wenn man immer mehr von den sogenannten Symptomen verspürt, dann muss die Reißleine gezogen werden. Die Medizin hat sich hinreichend mit stressbedingten physischen und psychischen Erkrankungen auseinandergesetzt. Zu den bekanntesten Folgen gehört das Burnout Syndrom – es ist die Steigerungsform der “normalen“ Erschöpfung: Man fühlt sich durch ständige Überforderung komplett ausgebrannt. Viele Menschen können dann nicht einmal mehr aufstehen, fangen schon bei einem simplen “Guten Morgen“ an zu weinen oder können ihre Arbeit überhaupt nicht mehr wahrnehmen. 

Höchste Alarmbereitschaft besteht beim stressbedingtem Herzinfarkt und Schlaganfall – ein leichter Herzinfarkt ist dabei ein eindeutiges Alarmsignal des Körpers. Das darf man nicht ignorieren oder abtun. Wer sich in diesem Risikomodus befindet, MUSS einen Gang zurückschalten, wenn man Schlimmeres vermeiden will.

Lebensgewohnheiten ändern und Dauerbelastung senken

Weil viele Menschen den Dauerstress “gewohnt“ sind, fällt es ihnen oft schwer, sich selbst zu reflektieren bzw. zu erkennen, was sich ändern muss. Dies ist aber der erste Schritt zur Besserung: einmal innehalten, sich zurücknehmen und den Stress analysieren. Sie werden erkennen, dass Stressfaktoren, sich meist in zwei Lager einteilen lassen: In die Dinge, wo Sie nicht so viel ausrichten können und in die Dinge, an denen Sie schnell etwas ändern können.

Keine schnelle Lösung:

Wenn der Arbeitnehmer eine Personaleinsparpolitik betreibt und seine Mitarbeiter nur auspresst, wird ein Gespräch nichts bringen. Sie könnten aber den Job wechseln. Bedenken Sie nur, dass Überlastung in vielen Unternehmen an der Tagesordnung steht. Überlegen ist also, warum es sich lohnt zu bleiben, oder warum es besser ist zu gehen. Auch wenn ein Familienmitglied krank ist oder Sie pflegebedürftige Eltern haben, können Sie an diesem Zustand erstmal nichts ändern. Mit manchen Dingen müssen wir Leben und versuchen, das Beste daraus zu machen. Hier hilft es, die Situation anzunehmen und zu akzeptieren.

Schnelle Lösung:

Sie müssen nicht jedes Wochenende Freunde und Familie auf dem Schirm haben – gönnen Sie sich mehr Freizeit zum Erholen! Auch den Haushalt kann man aufteilen und mit dem Hund können auch die Kinder rausgehen.

Wichtig: Lernen Sie auch, abzugeben – wenn die Familie es gewohnt ist, dass Sie immer alles machen, dann denkt sie auch, dass dies in Ordnung ist. Damit Sie sich und Ihre Gesundheit schonen und mehr entspannen, ist es also Zeit, zu handeln!

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