Salbeitee selber machen: Einfach und gesund

Salbeitee selber machen: Einfach und gesund

Salbeitee hilft gegen unzählige Beschwerden und ist super gesund! Wir verraten, wie Sie ihn ganz einfach selbst zubereiten können – und was es dabei zu beachten gibt.

Salbei ist eine alte Gattung, die mehr als 900 Arten umfasst. Für die heilenden Eigenschaften wird ausschließlich der Echte Salbei verwendet. Dieser hat unzählige gesundheitsfördernde Wirkungen, die die Menschen bereits seit Jahrtausenden verwenden. In Form eines wohltuenden Tees lässt sich die Heilpflanze besonders gut genießen.

Salbei: Alles über die Wirkung der Heilpflanze

Salbei hilft aufgrund seiner wertvollen Inhaltsstoffe gegen zahlreiche Beschwerden und Erkrankungen. Die beiden wichtigsten enthaltenen ätherischen Öle Cineol und Camphen wirken antibakteriell und desinfizierend. Sie können Pilze, Viren und Bakterien hemmen. Vor allem bei Atemwegserkrankungen, grippalen Infekten und Erkältungen wirkt Salbei deshalb wohltuend. Die antibakteriellen Eigenschaften der Heilpflanze lindern Entzündungen im Hals- und Rachenraum und helfen sogar bei einer Mandelentzündung. Außerdem löst Salbeitee Verschleimungen, weshalb Heiserkeit, Halsschmerzen und Husten ebenfalls zu den Beschwerden gehören, die durch Salbei gelindert werden können.

Wer unter Bauchschmerzen, Verdauungsbeschwerden oder Blähungen leidet, kann ebenfalls auf den Salbeitee zurückgreifen. Auch Menstruationsbeschwerden oder übermäßiges Schwitzen lassen sich durch Salbei lindern, da die Heilpflanze krampflösend und entspannend auf unseren Organismus wirkt.

Aber nicht nur bei physischen, auch bei psychischen Symptomen kommt Salbei zum Einsatz. Salbeitee kann uns dabei helfen, zu entspannen. Deshalb wird er auch bei nervösen Zuständen, Stress und Anspannung eingesetzt. Seine beruhigende Wirkung findet sogar bei leichten Panikattacken und Angstzuständen Anwendung. Auch bei starkem Schwitzen ist Salbeitee als Hausmittel gefragt.

Salbeitee kaufen oder selber machen?

Ein Salbeitee kann entweder gekauft (in der Apotheke, Drogerie, Supermarkt oder online) oder auch selbst gemacht werden. Dazu brauchen Sie lediglich die Blätter des Echten Salbeis. Diese können frisch geerntet oder auch getrocknet gekauft werden. Achten Sie in letzterem Fall darauf, dass die Blätter Bio-Qualität haben, um Pestizidrückstände auszuschließen.

Frische Blätter müssen sofort verarbeitet werden. Möchten Sie dies nicht, sollten diese getrocknet werden. Getrocknete Blätter halten bis zu einem Jahr, wenn sie trocken und lichtgeschützt aufbewahrt werden. Übrigens: In einer hübschen Dose verpackt, eignen sich die Salbeiblätter auch toll zum Verschenken!

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Salbeitee selber machen: So funktioniert es

Für eine Tasse Salbeitee benötigen Sie drei bis fünf frische Blätter oder fünf bis sieben getrocknete Blätter der Pflanze. Übergießen Sie diese mit heißem, aber nicht kochendem Wasser. Nun die Tasse zudecken und den Tee etwa 10 Minuten lang ziehen lassen. Lassen Sie den Salbeitee länger ziehen, wird er immer bitterer und bekommt eine noch intensivere Wirkung.

Für einen besseren Geschmack können Sie einen Löffel Honig zum Salbeitee geben. Der Tee schmeckt dadurch süßer und der antibakterielle Effekt verstärkt sich durch die Wirkung des Honigs zusätzlich. Aber auch Zitronensaft bietet sich zum Verfeinern von Salbeitee an.

Wie oft Salbeitee trinken, damit er hilft?

Dreimal täglich eine Tasse Salbeitee vor den Mahlzeiten hilft während kleiner Erkältungen oder Atemwegsinfekten. Die gesamte Tagesdosis sollte aber vier bis sechs Gramm Salbeiblätter nicht übersteigen.

So können Sie Salbeitee zum Gurgeln verwenden

Nicht nur bei Halsschmerzen und Erkältungen, sondern auch bei Entzündungen im Mund oder Zahnfleischproblemen können Sie mit Salbeitee gurgeln. Lassen Sie den Tee vorher gut durchziehen, am besten für 5 bis 10 Minuten. Nun muss der Tee gut abkühlen, damit Sie sich nicht den Mund verbrennen. Zum Gurgeln sollte der Tee am besten lauwarm sein. Legen Sie den Kopf in den Nacken und gurgeln Sie vor allen dort, wo Sie Schmerzen haben. Im Anschluss den Salbeitee ausspucken und einen neuen Schluck zum Gurgeln nehmen. Möchten Sie nicht gurgeln, können Sie den Salbeitee auch im Rachenraum und zwischen den Zähnen umherspülen. Generell gilt: Je mehr der entzündeten Stellen erreicht werden, desto besser.

Die Nebenwirkungen von Salbeitee

Salbei ist super gesund – kann aber überdosiert werden! Die Öle können bei einer Überdosierung Schwindel, Erbrechen und Krämpfe hervorrufen. Halten Sie sich deshalb an die Vorgaben und wenden Sie Salbeitee bei akuten Beschwerden nicht länger als eine Woche an. Werden die Symptome nicht besser, suchen Sie einen Arzt auf. Außerdem sollten Schwangere, Stillende und Kleinkinder keinen Salbeitee zu sich nehmen.

Salbeitee für Babys und Kinder

Die krampflösende Wirkung kann natürlich auch Babys und Kindern guttun. Allerdings sollten Babys Salbeitee erst ab dem 5. Monat trinken. Zudem gibt es folgende Einschränkungen:

  • nicht regelmäßig servieren
  • den Tee nur kurz ziehen lassen
  • ungesüßt trinken

Verträglicher sind Kamillen- und Fencheltee, die beide schon ab dem ersten Tag bedenkenlos gereicht werden können.

Darf man in der Schwangerschaft Salbeitee trinken?

In der Schwangerschaft Salbeitee zu trinken ist nicht verboten, jedoch kommt es hier vor allem auf die Menge an. Salbei enthält unter anderem Lamiaceengerbstoffe – und die sorgen dafür, dass sich die Schleimhäute im Körper zusammenziehen. Diese Wirkung kann während der Schwangerschaft dazu führen, dass sich die Gebärmutter zusammenzieht und es zu frühzeitigen Wehen kommt. Auch ist in Salbei das Nervengift Thujon enthalten – da es selbst für Erwachsene toxisch ist, sollte es ein ungeborenes Kind in keinem Fall aufnehmen. Als Gewürz im Essen oder auch eine vereinzelte Tasse Salbeitee sind für Schwangere kein Problem und auch das Gurgeln mit Salbei ist erlaubt. Mehr dann aber auch nicht! Achtung: Da Salbeitee die Milchproduktion hemmt, sollten stillende Mütter selbst auch keinen Salbeitee trinken.

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