19. April 2021
Corona-Impfung: Welche Nebenwirkungen sind normal?

Corona-Impfung: Welche Nebenwirkungen sind normal?

Die Impfstoffe gegen das Corona-Virus sind da und werden langsam aber sicher an die Bevölkerung verabreicht. Doch nach der Impfung machen sich auch Beschwerden breit: Welche Nebenwirkungen sind nach der Corona-Impfung normal, und wann sollten wir lieber einen Arzt aufsuchen?

Deutschland hat im Dezember 2020 mit der lang ersehnten Impfung gegen das Corona-Virus begonnen. Mittlerweile sind mit Biontech/Pfizer, Moderna, AstraZeneca sowie Johnson & Johnson vier verschiedene Corona-Impfstoffe in der EU zugelassen.

Doch wie verträglich sind die Impfstoffe? Welche Nebenwirkungen sind normal, und bei welchen Symptomen sollten unsere Alarmglocken schrillen? Diese Fragen tauchen spätestens auf, nachdem man den sehnlichst erwarteten Impfstoff verabreicht bekommen hat. Wir verraten Ihnen, mit welchen Nebenwirkungen Sie nach der Corona-Impfung rechnen müssen, und was dabei ganz normal ist.

Wie verträglich sind die Corona-Impfstoffe?

Alle in Deutschland zugelassenen Corona-Impfstoffe sind klinisch getestet und strengstens überprüft worden. Erst nach ausreichender Prüfung werden Impfstoffe auf den Markt gebracht.

Die Überprüfung unterteilt sich in präklinische und klinische Phase, Zulassungsprüfung, Auflagen der Zulassungsbehörden und Marktzulassung sowie die Nachzulassungsbeobachtung. Die klinischen Studien zu den Corona-Impfstoffen haben mehrere zehntausend Probanden eingeschlossen, die dabei stets auf Verträglichkeit, Sicherheit und Wirksamkeit der Impfung überprüft wurden.

Generell befindet die Ständige Impfkommission (STIKO), dass alle zugelassenen Impfstoffe einen guten bis sehr guten Schutz vor der Erkrankung liefern und dabei als gut verträglich gelten.

Corona-Impfung: Wann bin ich dran? >>

Nebenwirkungen der Corona-Impfung: Diese Impfreaktionen sind normal

Wie bei jeder Impfung können auch bei der Corona-Impfung Nebenwirkungen und Impfreaktionen auftreten. Dabei handelt es sich um kein schlechtes Zeichen: Die Symptome zeigen in der Regel, dass Ihr Immunsystem wie beabsichtigt auf den Impfstoff reagiert und mit der Herstellung der Antikörper beginnt. 

Die Nebenwirkungen treten normalerweise kurz nach der Verabreichung des Impfstoffes auf und halten wenige Tage an. Dabei handelt es sich meist um leichte Symptome, die einer Grippe oder einem Infekt ähneln.

Am häufigsten auftretende Nebenwirkungen:

  • Schmerzen an der Einstichstelle
  • Abgeschlagenheit
  • Kopfschmerzen
  • Fieber, Schüttelfrost, erhöhte Temperatur
  • Muskelschmerzen

Nach der ersten Impfdosis treten die möglichen Symptome prozentual häufiger auf, als nach der zweiten. Vor allem junge Menschen zeigen deutlichere Reaktionen, da ihr Immunsystem aktiver und stärker reagiert.

Direkt nach der Injektion sollten Sie außerdem etwa 15 bis 30 Minuten lang beim Arzt verweilen, um eine sehr seltene, allergische Reaktion auf den Impfstoff auszuschließen.

Nebenwirkungen nach Corona-Impfung: Wie sollte ich mich verhalten?

Treten einige Stunden nach Ihrer Corona-Impfung Symptome wie Kopfschmerzen, Fieber oder Abgeschlagenheit auf, verhalten Sie sich dementsprechend. Hören Sie auf Ihren Körper und gönnen Sie sich die Pausen, die Sie brauchen. Je nach Stärke der Symptome sollten Sie sich ausruhen, bis das Fieber und andere Nebenwirkungen abgeklungen sind. Verzichten Sie in diesem Zeitraum auf Alkohol und körperliche Belastung, um Ihr Immunsystem nicht unnötig zu belasten.

In der Regel verschwinden die Symptome bereits nach ein oder zwei Tagen, da es sich um keine echte Infektion handelt, sondern lediglich um eine Reaktion Ihres Immunsystems.

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Verzichten Sie auf die prophylaktische Einnahme von Schmerzmitteln wie Paracetamol oder Ibuprofen vor der Corona-Impfung, da sie in Verdacht stehen, die Impfwirkung herab zu setzen. Sicherheitshalber empfehlen Experten die Einnahme von Schmerzmitteln frühestens 6 Stunden nach der Impfung bei Auftreten von akuten Beschwerden.

Seltene Hirnvenenthrombosen nach AstraZeneca-Impfung

Nach Impfungen mit dem Corona-Impfstoff AstraZeneca gab es einige Fälle von Hirnvenenthrombosen, woraufhin die Bundesregierung einen vorsorglichen Impfstoff anordnete. Die Impfung mit dem Vakzin wurde nach einer viertägigen Pause wieder fortgesetzt, da die Europäische Arzneimittelbehörde (EMA) den Impfstoff nach ausführlichen Prüfungen weiterhin als sicher und effektiv befand.

Am 31. März änderte die Ständige Impfkommission (STIKO) jedoch die Impfempfehlung für das Vakzin: Nun sollen nur noch Menschen im Alter von 60 bis 69 Jahren mit AstraZeneca geimpft werden. Diese sind nach eingehenden Prüfungen weniger anfällig für die seltenen, aufgetretenen Hirnvenenthrombosen.

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Das sind die Anzeichen für eine Hirnvenenthrombose

Eine Hirnvenenthrombose im Zusammenhang mit dem Impfstoff AstraZeneca ist extrem selten und äußerst unwahrscheinlich. Dennoch sollten Sie die Anzeichen für diese schwere Nebenwirkung kennen:

  • Heftige Kopfschmerzen innerhalb von zwei bis drei Wochen nach der Impfung
  • Neurologische Symptome wie halbseitige Lähmungen, Gefühlsstörungen, Sprachstörungen
  • Epileptische Anfälle
  • Blutergüsse oder kleine, punktförmige Einblutungen auf der Haut

Stellen Sie diese Symptome bei sich nach der Impfung mit AstraZeneca fest, konsultieren Sie sofort einen Arzt.

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