Die richtige Zahnpflege bei Kindern

Die richtige Zahnpflege bei Kindern

Mit der Zahnpflege kann nicht früh genug begonnen werden. Sobald die ersten Zähnchen da sind, sollte dem Kind schon die Möglichkeit zum Reinigen der Zähne gegeben werden.

Zahnpflege Kinder
© bowdenimages/iStock
Die richtige Zahnpflege bei Kindern

Die ersten Zähne kommen durch. Und nun?

Die ersten Zähnchen kommen schon oft ab dem 5. Monat zum Vorschein. Noch bevor der erste Zahn durchgebrochen ist, sollten Sie darüber nachdenken eine Kauzahnbürste zu holen. Diese spezielle Zahnbürste ähnelt einem Beißring, den die Säuglinge gebrauchen, sobald sie anfangen zu Zahnen. Das Kauen auf dieser Zahnbürste lindert den Juckreiz am Zahnfleisch und auf diese Weise lernen die Babys schon eine Zahnbürste festzuhalten. Schaden kann diese Zahnbürste auch nicht. Deshalb können die Säuglinge auch solange darauf kauen, wie sie es möchten. Achten Sie nur darauf, diese täglich, wie auch bei den Saugern, gut zu reinigen. Sie können die Kauzahnbürste auch in den Flaschen Sterilisator geben. Das sollten Sie allgemein auch mit Beißringen tun, da sich an diesen Dingen gerne Bakterien sammeln. Sobald der erste Zahn dann durchgebrochen ist, fängt das Putzen schon an. Sehr gut geeignet für das erste Zähnchen ist die Fingerzahnbürste. Die Fingerzahnbürste hat sehr weiche flache Borsten die meistens aus Silikon bestehen. Ziehen Sie die Fingerzahnbürste einfach über Ihren Finger und halten diesen dann dem Baby hin. Das Baby wird anfangen an Ihrem Finger zu saugen, als würde es an einem Schnuller oder einer Flasche saugen. Durch die weichen Borsten wird der Kiefer und das Zahnfleisch des Babys massiert und der Juckreiz gemildert oder verschwindet ganz. Damit der Zahn aber nicht zu kurz kommt und auch geputzt wird, kreisen sie mit der Fingerzahnbürste einfach über das kleine Zähnchen. Ist der Zahn dann ganz durch, können Sie ein kleines bisschen Kinderzahnpasta verwenden. Sie können zudem auch ganz einfach Ihren Finger benutzen. Nehmen Sie dazu ein kleines bisschen von der Zahnpaste auf Ihren Finger und massieren Sie mit kreisenden Bewegungen den Zahn. Versuchen Sie die Zahnpasta vom Zahn durch etwas Wasser auf einem Wattestäbchen abzuwischen. Vermeiden Sie aber, dass das Baby auf das Wattestäbchen kaut, da hier die Gefahr besteht, das es Watte verschlucken könnte. Hier ist also besondere Vorsicht geboten. Bieten Sie stattdessen lieber Wasser aus dem Fläschchen zum Nachspülen an. Die kleine Menge an Zahnpasta, die Ihr Kind dabei verschluckt, ist nicht schädlich.

Worauf muss ich bei der Wahl der Zahnpasta achten?

Es gibt Zahnpasten für jede Altersklasse. So gibt es spezielle Zahnpasten von null bis fünf Jahren, von sechs bis zwölf und die ab zwölf Jahren. Achten Sie beim Kauf darauf, dass Sie für Ihr Baby die für das Alter entsprechende Zahnpaste wählen.
Am Anfang reicht es völlig aus, dem Baby die Zähnchen einmal täglich zu putzen. Ab einem Alter von zwei Jahren putzen die Kleinen dann zweimal täglich.

Spielerisch Zähneputzen lernen?

Ab 3 Jahren sollte das Kleinkind lernen die Zähne alleine zu putzen. Versuchen Sie nicht mit Gewalt das Kind zum Zähneputzen zu zwingen. Das verunsichert das Kind und es wird wahrscheinlich keine Lust mehr haben sich die Zähne zu putzen. Kinder wollen alles spielerisch entdecken. Machen Sie also ein Spiel daraus. Setzen Sie beispielsweise eine Sanduhr und putzen mit dem Kind gemeinsam. Das Kind hat dann mehr Freude am Putzen. Sagen Sie dem Kind, sobald der Sand durch die Sanduhr gelaufen ist, ist es fertig mit Putzen.

Wieso ist Zähneputzen im frühen Alter schon so wichtig?

Das Zähneputzen wichtig ist, wissen wir bereits. Jedoch sollten Sie nicht vergessen, dass bei Kindern die Zähne schneller angegriffen werden, als beim Erwachsenen. Das liegt daran, dass der Zahnschmelz beim Kind noch nicht so ausgereift ist, wie bei einem Erwachsenen.
Dadurch kann sich schneller Karies bilden und die Zähne zerstören. Das gilt nicht nur für die Milchzähne. Erst nach ca. drei Jahren, nachdem die Zähne durchgebrochen sind, hat sich der Zahnschmelz entwickelt, ist ausgereift und widerstandsfähig. Das heißt aber nicht, dass das Zähneputzen dadurch wegfallen kann. Die Zähne müssen weiterhin sorgfältig gepflegt werden. Verliert das Kind bereits frühzeitig seine Milchzähne, so kann dieses gesundheitliche Schäden mit sich bringen. Die Milchzähne sind sozusagen der Platzhalter für die danach kommenden Zähne. Sollten dort frühzeitig Lücken durch Verlust der Zähne entstehen, können diese zu Problemen am Gebiss führen. Die Kaufunktion wird beeinträchtigt und die Gebissentwicklung kann erhebliche Einschränkungen bekommen.

Der erste Zahnarztbesuch

Fangen Sie so früh wie möglich mit dem Zahnarztbesuch an. Jedoch brauchen Sie noch nicht gleich beim ersten Zahn dorthin. Spätestens wenn das Kind ein Jahr alt ist, können Sie anfangen das Kind auf den Zahnarztbesuch vorzubereiten. Lesen Sie ihm Bücher dazu vor, die den Vorgang der Behandlung mit Bildern zeigen. Spielen Sie Zahnarzt zu Hause und schauen dem Kind in den Mund. Sagen Sie dem Kind, was Sie sehen. Wie viele Zähne es schon hat. Geben Sie dem Kind Zeit genug sich mit dem Zahnarztbesuch vertraut zu machen.
Setzen Sie sich mit Ihrem Kind zusammen beim ersten Besuch des Zahnarztes auf den Stuhl und lassen das Kind auf Ihrem Schoß sitzen. Das nimmt die Angst vor dem Zahnarzt. Nehmen Sie das Kind am besten immer gleich mit, sobald Sie selber zum Zahnarzt geht. Somit wird das Kind gleich mit dem Zahnarzt vertraut.

Manchmal findet man einfach nicht die richtigen Worte. Doch keine Sorge – wir haben die schönsten Gedichte, mit denen sich Ihre Mutter ganz bestimmt...
Weiterlesen
Lade weitere Inhalte ...