Pubertäts-Fallen und die Lösung für Eltern

Pubertäts-Fallen und die Lösung für Eltern

Ja, die Pubertät ist eine schwierige Phase, durch die wir alle mal durchmussten. Viele Eltern haben das Gefühl, ihr Kind entgleitet ihnen zusehends. Manche Fehler im Umgang mit Pubertierenden können Sie jedoch vermeiden. Hier kommen 4 typische Pubertäts-Fallen plus Tipps, wie man als Eltern darauf reagieren kann.

Pubertäts-Falle: Die Pubertierenden mit Fragen löchern

Das Kind kommt aus der Schule und Sie sind neugierig, wie es dort war? Versuchen Sie, sich mit Kontrollfragen zurückzuhalten. Einmal fragen reicht. Wenn dann nichts kommt, lassen Sie es gut sein. Die Jugendlichen empfinden das Nachfragen häufig als extrem nervig und fühlen sich bevormundet. In der Pubertät brauchen Heranwachsende ihren Freiraum und wollen unter keinen Umständen kontrolliert werden. Eltern müssen lernen, dass ihre Kinder nun auch Geheimnisse vor ihnen haben und sie nicht mehr in alles miteinbeziehen. Man sollte darauf vertrauen, dass die Pubertierenden, wenn sie Hilfe brauchen oder eine wichtige Frage haben, von sich aus auf die Eltern zukommen. 

Erziehungsfehler: Keine Grenzen setzen

Klar benötigen Jugendliche in der Pubertät ihren Freiraum. Trotzdem sind gerade in dieser heißen Phase Grenzen und Regeln umso wichtiger. Auf keinen Fall sollten Eltern daher Streit aus dem Weg gehen. Vertreten Sie in Diskussionen und Streitgesprächen Ihren Standpunkt und machen Sie dabei klare verständliche Ansagen, wie: „Ich erwarte, dass du um 22 Uhr zuhause bist.“ oder „Ich möchte nicht, dass du in diesem Ton mit mir redest.“ So beweisen Sie eine klare Haltung und Ihr Kind weiß, woran es bei Ihnen ist. Das ist wichtig, damit es Sie weiterhin respektiert. Bleiben Sie unbedingt ruhig und sachlich und versuchen Sie die Nerven zu bewahren. Auch wenn Eltern diese Tipps beherzigen, heißt natürlich trotzdem noch lange nicht, dass sich das Kind auch an die Ansagen hält. 

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Sich gekränkt zurückziehen

Kinder brauchen ihre Eltern. Auch, wenn es in der Pubertät häufiger mal zu Unstimmigkeiten kommt und das Kind ihnen nicht mehr alles erzählt, es liebt sie trotzdem noch und braucht sie. Daher sollten Eltern sich auf keinen Fall zurückziehen, sondern für die Jugendlichen da sein. 

Das Kind nicht ernst nehmen

Eltern sollten keineswegs das Verhalten des Kindes als pubertär und kindisch abtun, das hilft diesen nicht. Solche Verallgemeinerungen sorgen nur dafür, dass der Graben zwischen beiden tiefer wird und noch schlimmer, dass die Heranwachsenden sich nicht ernst genommen fühlen. Nehmen Sie die Probleme und Gefühle Ihres Kindes ernst. Es ist sehr verletzend für Jugendliche, wenn die Eltern ihre Gefühle als pubertäres Verhalten abtun und ihnen das Gefühl vermitteln, dass ihre Probleme unbedeutend seien. Gehen Sie auf die jungen Menschen ein und haben Sie stets ein offenes Ohr für deren Belange.

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