10. Mai 2021
Gartenarbeit: 6 Fehler, die jeder beim Pflanzen von Gemüse & Co. macht

Gartenarbeit: 6 Fehler, die jeder beim Pflanzen von Gemüse & Co. macht

Bei der Gartenarbeit macht Ihnen so schnell niemand etwas vor? Nun ja, vielleicht doch. Diese Fehler bei der Aussaat von Pflanzen macht wirklich jeder Hobbygärtner!

Wir ernten, was wir säen – und zwar im wahrsten Sinne. Machen auch Sie die folgenden Fehler beim Aussäen Ihrer Pflanzen, könnte dies Ihre Ernte negativ beeinflussen. Wir verraten, wie es besser geht.

1. Sie säen Gemüse zu früh aus

Auch wenn Sie sich kaum noch gedulden können, sollten Sie mit der Aussaat Ihrer Gemüsepflanzen wirklich so lange warten, bis die Temperaturen es erlauben und kein Frost mehr droht. Der optimale Zeitpunkt für die Direktsaat im Freien hängt nämlich vor allem von der Winterhärte der Gemüsearten ab. Kälteempfindliche Gemüsesorten sollten erst nach den Eisheiligen gesät werden. Vorgezogene Jungpflanzen sollten immer noch mit temperiertem Wasser angegossen und in den ersten Tagen mit Schattiernetzen abgedeckt werden.

2. Sie ziehen die falschen Pflanzen vor

Klar, manchmal macht es einfach Sinn, Gemüse zu Hause auf der Fensterbank vorzuziehen. Schließlich verlängert man so die Saison der Gewächse und kann viel früher ernten. Was die meisten jedoch nicht wissen: Dies gilt nicht für alle Pflanzen! Gerade Wurzelgemüse kann es so gar nicht leiden vorgezogen und dann umgepflanzt zu werden. Stellen Sie sich doch nur einmal vor, dass eine Möhre mit ihrer langen, dünnen Wurzel erst in einem Topf gesät und dann wieder umgepflanzt wird. Dies bekommt ihr so gar nichts gut. Alle Pflanzen, von denen eine Wurzel geerntet werden soll, sollten immer direkt gesät werden.

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3. Sie ignorieren die Abstände bei der Aussaat

Nicht nur während der Corona-Pandemie, sondern auch bei der Gartenarbeit ist Abstand halten das A und O. Stehen Pflanzen zu dicht beieinander, machen sie sich schnell Licht und Nährstoffe streitig. Die Folge sind dann nicht selten Wachstumsstörungen. Achten Sie immer darauf, dass Pflanzen nicht nur über, sondern auch unter der Erde genügend Platz benötigen, um gut gedeihen zu können.

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4. Sie wählen die falsche Aussaattiefe

Bei der Aussaat kommt es nicht nur auf den Abstand, sondern auch auf die optimale Tiefe  an. Diese richtet sich grundsätzlich nach der Pflanzenart. Größere Samen werden ca. 2 cm tief ausgesät, während feine Samen, wie zum Beispiel die von Möhren, nur 0,5 cm tief in den Boden gegeben werden. Einfache Grundregel: Die optimale Aussaattiefe ist immer die doppelte Saatgutstärke!

5. Sie geben den Dünger direkt mit in das Pflanzloch

Vorsicht, hierbei handelt es sich tatsächlich um einen folgenschweren Fehler! Wer es zu gut meint und Dünger direkt mit ins ausgehobene Pflanzloch gibt, riskiert, dass die Wurzel verbrennt. Im schlimmsten Fall kann diese dann keine Nährstoffe und auch kein Wasser mehr aufnehmen. Die Folge: Sie stirbt ab. Besser ist es, Dünger erst nach ungefähr sechs Wochen zur Pflanze zu geben. Organischer Dünger kann sogar früher eingesetzt werden, da dieser der Pflanze nicht allzu sehr zusetzt.

6. Sie treten den Boden nach dem Pflanzen fest

Wetten, dass auch Sie ganz automatisch immer den Boden festtreten, sobald Sie Ihre Gemüse- oder Blumensamen erfolgreich eingepflanzt haben? Tja, wahrscheinlich können Sie sich nun bereits denken, dass dies für Ihre Pflanzen so gar nicht gut ist. Schließlich sollte der Boden, in dem sie wachsen, immer so locker wie möglich sein, damit sich die Pflanzen darin festsetzen können.

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