14. November 2020
Roggen, Dinkel & Co.: Welches Brot ist das gesündeste?

Roggen, Dinkel & Co.: Welche Brotsorte ist die gesündeste?

Ob Dinkel, Hafer oder Roggen – wer sich ausgewogen und bewusst ernährt, greift selten zu reinem Weizenbrot. Doch welches Getreide ist denn nun wirklich am besten? Wir haben die Brotsorten einmal genauer unter die Lupe genommen und verraten Ihnen, welches Korn das gesündeste ist.

Roggen, Dinkel, Hafer: Welches Getreide ist am gesündesten?

Weißbrot gilt nicht nur als das ungesündeste Mehl – es hat diesen Ruf leider auch zu Recht verdient. Weißmehlprodukte sind sehr stärkehaltig und lassen unseren Blutzucker in die Höhe schnellen. Aufgrund seiner zarten Konsistenz und dem angenehmen Geschmack ist es jedoch äußerst beliebt. Viel besser für unsere Gesundheit sind aber andere Brotsorten.

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Eine bestimmte Getreidesorte pauschal als die gesündeste zu bezeichnen, wäre allerdings nicht korrekt. Tatsächlich hat jedes Getreide so seine Vorzügen. Es kommt also auch darauf an, welchen Nutzen der Verbraucher von seinem Brot erwartet:

Hafer ist glutenfrei und kann so auch von Personen genossen werden, die unter Zöliakie leiden. Außerdem enthält Hafer besonders viele gesunde Fette.

Dinkel ist besonders eiweißreich, hält also auf eine gesunde Art lange satt, fördert so die Gewichtsabnahme und hilft dabei, Muskeln aufzubauen.

Roggen enthält besonders viele Ballaststoffe, die sich positiv auf die Verdauung auswirken sowie lange satt halten.

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Gesundes Brot? Darauf sollten Sie achten

Wer also einfach nur ein gesundes Brot kaufen möchte, sollte weniger auf die Getreidesorte achten, als auf die Verarbeitung und die Inhaltsstoffe.

Wichtig ist, dass das Brot – egal ob Roggen, Dinkel oder Hafer – aus Vollkorn besteht. Das bedeutet, dass das gesamte Korn verarbeitet wurde. Dieses besteht aus drei Teilen: Schale, Keimling und Mehlkörper. Während bei Weizenprodukten nur der Mehlkörper verwendet wird, der nichts außer Stärke und Eiweiß enthält, beinhaltet Vollkorngebäck alle drei Komponenten. Deshalb sind in diesen Nahrungsmitteln deutlich mehr wertvolle Nährstoffe enthalten.

Die Schale ist reich an Mineralstoffen, Ballaststoffen und Vitaminen, der Keimling an gesunden Fetten, Eiweiß und Vitaminen. Deshalb tragen Vollkornprodukte zur Stärkung unseres Immunsystems bei, schützen vor Schlaganfällen, Diabetes, Asthma, Herzkrankheiten und einigen Krebsarten und sättigen außerdem länger – wodurch auch das Gewicht positiv beeinflusst wird.

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Achten Sie beim Einkauf also genauestens auf die Packungsangaben: Häufig tricksen Hersteller mit dunkler Färbung und der Beimischung von raffiniertem Weißmehl. Begriffe wie Weizen, Mehrkorn oder wenn bei der Mischung kein Prozentsatz angegeben ist, sollten Sie stutzig machen. Idealerweise greifen Sie zu einem 100-prozentigen Vollkornbrot – egal aus welchem Getreide.

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