Quitten entsaften: So funktioniert‘s

Quitten entsaften: So funktioniert‘s

Die gelben Früchte duften fantastisch, sind gesund und aromatisch. Bei uns erfahren Sie alles rund ums Thema Quitten entsaften - für leckeren Quittensaft und Co.
 

Quitten: Herkunft, Kauf, Aussehen

Quitten gehören zur Gattung Kernobst und wachsen an Quittenbäumen. Sie sind sehr eng mit Birnen und Äpfeln verwandt und stammen ursprünglich aus dem Kaukasus. In Deutschland werden sie heute kaum noch angebaut und stammen hauptsächlich aus der Türkei oder aus Frankreich. Von September bis November haben die Früchte Saison. Sie erkennen reife Quitten am Farbwechsel: Anfangs noch grün, werden sie später goldgelb. Wenn sie reif sind, verlieren sie außerdem ihren weichen Flaum.

Übrigens, auch wenn sie bereits reif sind, fühlen sich die Quitten immer noch hart an. Jedoch bekommt die Schale schnell Druckstellen, also Vorsicht beim Transport und bei der Lagerung. Bei der Lagerung mögen Quitten am liebsten eine Temperatur zwischen 0 bis 2 C°, so kann man sie bis zu 3 Monate aufbewahren. Ein sehr kühler Keller tut's auch, allerdings verkürzt sich die Zeit, je wärmer der Lagerort ist. Die leuchtend gelben Früchte mit der leicht pelzigen Schale verströmen einen köstlichen Duft, daher sollte man Quitten stets separat von anderem Obst lagern – das intensive Aroma kann auf andere Früchte übergehen. Und wenn der Duft auch noch so verlockend ist: Die vitaminreichen Quitten sollten nicht roh verspeist werden, da sie extrem bitter und zudem hart sind. Verarbeiten können Sie diese stattdessen lieber zu Mus, Marmelade, Quittengelee, Quittenlikör oder einem leckeren Quittensaft. 

Darum sind Quitten gesund

Die gelbe Frucht enthält viel Vitamin C. Hinzukommend steckt sie voller Mineralstoffe und Kalium, welches wichtig für unsere Herzfunktion sowie die Blutdruckregulation ist. Schon in der Antike sollen Quitten bei Verdauungsproblemen, Erkältungskrankheiten oder Entzündungen eingesetzt worden sein. Quitten sind sehr ballaststoffreich. Auch beinhalten sie Gerb- und Schleimstoffe, welche sich positiv auf unseren Darm auswirken können. Zusätzlich sollte man aber für eine gute Verdauung auch immer genügend trinken.

Quitten entsaften: So wird‘s gemacht

Bevor es ans Entsaften geht, reiben Sie den bitteren Pelz der Quitten mit Küchenkrepp weg und waschen die Frucht im Anschluss gut mit Wasser ab. Durchs Entsaften werden die Früchte süßer. Schälen müssen Sie diese aber nicht.

Im Kochtopf:
Eine Methode, um Quitten zu entsaften ist das Erhitzen im Topf. Dazu die Quitten mit einem Messer in Scheiben schneiden und in einem geeigneten Topf mit etwas Wasser bedecken. Nun weich kochen, das kann je nach Sorte eine halbe Stunde bis Stunde dauern. Dann den Saft durch ein Sieb gießen, in Flaschen füllen und gleich verschließen. Lagern Sie den Saft im Kühlschrank und verbrauchen Sie ihn innerhalb weniger Tage.

Hier gibt es schöne Glasflaschen für Ihren selbst gemachten Quittensaft.

Mit einem Dampfentsafter:
Gehen Sie zunächst wie oben beschrieben vor. Dann füllen Sie die Quitten in den Fruchtkorb des Dampfentsafters. Je nach Geräteanleitung kommt in den unteren Topf des Entsafters noch eine bestimmte Menge an Leitungswasser. Im Anschluss setzen Sie das Auffanggefäß für den Saft auf und verschließen das Gerät gut. Nun können Sie die Quitten im Entsafter erhitzen. Durch den Wasserdampf platzen die Früchte auf und geben Saft ab. Das Ganze dauert etwa eine bis anderthalb Stunden.
 

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