Östrogenmangel Symptome: Achten Sie auf diese Anzeichen

Die häufigsten Symptome bei Östrogenmangel

Ein Östrogenmangel kann sich in vielerlei Hinsicht auf den Körper auswirken. An welchen Symptomen Sie einen Mangel an Östrogen feststellen können, verraten wir hier.

Östrogene zählen zu den wichtigsten Hormonen im weiblichen Körper. Kommt es zu Östrogenmangel, hat dieser meist weitreichende Folgen für betroffene Frauen. Wir wissen, an welchen Symptomen Sie einen Östrogenmangel feststellen können.

Ursachen für einen Östrogenmangel

In den Wechseljahren stellen die Eierstöcke nach und nach ihre Funktion ein. Die Folge: Auch die Produktion der Geschlechtshormone nimmt ab, es kommt zu einem Östrogenmangel im Körper. Doch nicht nur in den Wechseljahren kann ein Östrogenmangel zum Problem werden. Junge Frauen können ebenfalls unter einem zu niedrigen Östrogenspiegel leiden. In diesem Fall ist die Ursache oft eine Fehlentwicklung oder eingeschränkte Funktion der Eierstöcke. Eine Schwäche der Nebenniere kann ebenfalls einen Östrogenmangel zur Folge haben. Gleiches gilt für die chirurgische Entfernung der Eierstöcke.

Wichtig: Östrogene werden sowohl in den Eierstöcken als auch in den Nebennieren produziert. Zwar ist der Östrogenspiegel bei jeder Frau etwas unterschiedlich, doch liegt der Wert des "Haupt-Östrogens" Östradiol während des Eisprungs meist zwischen etwa 400 und 1600 pmol pro Liter.

Östrogenmangel bei jungen Frauen

Wie schön erwähnt, können auch junge Frauen unter einem Östrogenmangel leiden. Die Ursache hierfür liegt  oft in einer gestörten Regulierung des Hormonhaushaltes, die durch eine Fehl- bzw. Unterentwicklung der Eierstöcke bedingt wird. Die typischen Symptome eines Östrogenmangels treten bei jungen Frauen immer nur in Kombination mit einer ausbleibenden Regel (Amenorrhö) auf. Eine normale Blutung schließt also immer einen Östrogenmangel aus. Bei sehr junge Frauen kann sich durch einen Östrogenmangel sogar die Pubertät verzögern.

Symptome: Wie erkennt man einen Östrogenmangel?

Ein Östrogenmangel kann das Wohlbefinden auf vielfältige Weise einschränken. Die bekanntesten Symptome eines zu niedrigen Östrogenspiegels haben wir hier für Sie zusammengefasst:

  • Hitzewallungen
  • Nächtliche Schweißausbrüche
  • Schlafstörungen
  • Gewichtszunahme
  • Konzentrationsprobleme
  • Depressionen
  • Blasenschwäche
  • Haarausfall
  • Hautunreinheiten
  • Zwischenblutungen
  • Libidoverlust
  • Scheidentrockenheit

Kommen Ihnen diese Symptome bekannt vor, sollten Sie diese von einer Frauenärztin oder einem Frauenarzt abklären lassen. Ein Östrogenmangel lässt sich anhand einer Blutuntersuchung feststellen. Da der Östrogenwert im Verlauf des Zyklus unterschiedlich hoch ist und Schwankungen unterliegt, sollten vor einer Diagnose mehrere Blutabnahmen stattfinden.

So wirkt sich ein Östrogenmangel auf die Knochendichte aus

Ein Östrogenmangel hat oft auch einen negativen Einfluss auf die Knochendichte, was wiederum zu Osteoporose führen kann. Schließlich wirken sich Östrogene in vielerlei Hinsicht positiv auf den Knochenstoffwechsel aus. Sinkt der Östrogenspiegel, wird auch verstärkt Knochenmasse abgebaut – und das Risiko für Osteoporose steigt.

Blasenschwäche bei Östrogenmangel

Viele Frauen leiden in den Wechseljahren unter Blasenschwäche. Grund hierfür ist ebenfalls ein sinkender Östrogenspiegel. Dieser führt dazu, dass der weibliche Körper stärker auf Stoffe im Urin reagiert. Die Folge: Der Harndrang nimmt zu. Da ein Östrogenmangel zudem Schließmuskel und Beckenbodenmuskulatur schwächt, kann es auch zu einer Senkung der Blase kommen, was eine Blasenschwäche ebenfalls begünstigt.

So wirkt sich ein Östrogenmangel auf die Psyche aus

Zwar ist der genaue Zusammenhang zwischen den Wechseljahren und psychischem Stress noch nicht geklärt, doch weiß man, dass wechselnde Östrogenspiegel die Neurotransmitter des Gehirns beeinflussen – und das wiederum wirkt sich auch auf die Stimmung aus. Sinkt der Östrogenspiegel, sinkt zum Beispiel auch der Serotoninspiegel, was erklärt, warum viele Frauen sich in den Wechseljahren deprimiert oder niedergeschlagen fühlen. Ein kräftiges an- und absteigen des Hormonspiegels verstärkt die psychischen Probleme natürlich. Hat sich der Körper beispielsweise an den neuen Hormonspiegel gewöhnt, stabilisiert sich die Stimmung – so lange, bis sie sich beim nächsten Östrogenabfall wieder verschlechtert. Stimmungsschwankungen haben so ein leichtes Spiel! Auch kann sich ein Östrogenmangel bei vielen Frauen auf die kognitiven Fähigkeiten auswirken. Vergesslichkeit, geistige Erschöpfung und Konzentrationsschwierigkeiten sind typische Symptome in den Wechseljahren.

Wirkt sich ein Östrogenmangel auf den Kinderwunsch aus?

Auch bei einem unerfüllten Kinderwunsch lohnt sich eine genauere Untersuchung des Östrogenwertes. Ein Östrogenmangel kann schließlich dazu führen, dass der Eisprung ausbleibt, Eizellen nicht ausreichend heranreifen können oder der Gebärmutterhals zu wenig Schleim produziert, sodass Spermien weniger beweglich sind und nicht zu den Eizellen vordringen können.

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