Wissenswertes über Brot

Wissenswertes über Brot

Wussten Sie schon, dass man besser kleine Brötchen backen sollte? Dass Knäckebrot kein Schlank-Food ist – und Vollkorn nicht immer die erste Wahl? Überraschende Fakten, die nicht einmal der Bäckermeister alle kennt.

Wissenswertes über Brot
© Thinkstock
Wissenswertes über Brot

Mini-Schrippen sind gesünder als Riesensemmeln

In eine frische, knusprige Kruste zu beißen – herrlich! Das Tolle: Die leckere Ummantelung von Brot und Brötchen ist supergesund. Wissenschaftler der Deutschen Forschungsanstalt für Lebensmittelchemie in Garching bei München haben in der Kruste besonders viele Antioxidantien gefunden. Diese schützen die Backwaren vor Schimmel – und unsere Zellen vor Umweltgiften. Also gilt: je kleiner das Brötchen, desto besser. Denn umso mehr Gesundheits-Stoffe stecken drin. Manchmal findet man an frischen Brötchen kleine verbrannte Stellen. Tatsächlich können diese Brandflecken Schadstoffe enthalten. Das Brötchen ist okay, wenn man diese Stellen einfach wegschneidet.

Es muss nicht immer Vollkornbrot sein

Klar, Vollkornmehl hat besonders viele Vitamine, Mineralien und Ballaststoffe. Im Gegensatz zu „weißem“ Mehl ist es nicht befreit von den Randschichten der Körner – der Kleie. Neben gesunden Substanzen enthält die Kleie aber auch natürliche Abwehrstoffe gegen Pflanzenschädlinge. Das macht vor allem Vollkornbrot aus Roggen, Weizen und Gerste schwer verdaulich. Um Bauchzwicken und Blähungen zu vermeiden, sollte man nicht ausschließlich Sorten mit vollen Körnern essen, sondern dem Magen einmal pro Tag leicht verdauliches Brot gönnen. Achten Sie zudem darauf, dass Ihr Brot aus natürlichem Sauerteig her - gestellt ist (Zutatenliste genau lesen). Während der Teiggärung findet ein chemischer Prozess statt, der ähnlich wie eine Vorverdauung wirkt. Das macht ihn bekömmlicher. Von Natur aus die wenigsten blähenden Abwehrstoffe enthält übrigens Grünkern, oft auch Dinkel genannt.

Sechs Scheiben sind erlaubt

Ihrer Figur zuliebe brauchen Sie auf Brot nicht zu verzichten. Es macht nur dick, wenn man zu viel davon isst. Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung rät, 30 Prozent des Bedarfs an Energie mit Getreideprodukten oder Kartoffeln zu decken. An Tagen ohne Reis, Nudeln oder Kartoffeln sind das im Schnitt 300 Gramm – also umgerechnet sechs Scheiben Brot.

Was tun Allergiker?


Auch Allergiker dürfen unbesorgt Brot essen

Ob es tatsächlich immer mehr „Brotallergiker“ gibt oder ob es daran liegt, dass die Krankheit häufiger entdeckt wird, wissen Forscher noch nicht. Fakt ist: Immer mehr Menschen leiden unter „Zöliakie“ – in Deutschland mindestens 300000. Sie vertragen kein Gluten, Klebereiweiß, das vor allem in Getreide steckt. Gelangt dieses Eiweiß in den Dünndarm der Betroffenen, wird es von körpereigenen Abwehrzellen attackiert. Eine Kettenreaktion kommt in Gang, die zu einer Dauerentzündung im Darm führt. Dennoch brauchen Zöliakie-Patienten nicht auf Backwaren zu verzichten. Mehl aus Hirse, Lupinen oder Mais enthält nämlich kein Gluten, Mehl aus Hafer nur wenig. Diese Mehle gehören mittlerweile zum Standardsortiment der meisten Reformhäuser und Bio - läden. Kochen und backen kann man damit fast alles. So hat Nora Kircher für ihr neues Buch „Glutenfrei und laktosefrei backen“ mehr als 100 Rezepte gesammelt (Hädecke, 12,95 Euro). Von Andrea Hiller gibt es „Richtig einkaufen –Glutenfrei“ (Trias, 9,95 Euro). Viele Tipps und Adressen finden Sie zudem auf der Website der Deutschen Zöliakie- Gesellschaft e.V., www.dzg-online.de

Knäcke hat viel mehr Kalorien als Schwarzbrot

Ist Knäckebrot Schlank-Food? Keineswegs. Da es so gut wie kein Wasser enthält, liefert es pro 100 Gramm mehr als 300 Kilokalorien. Die gleiche Menge Roggenvollkornbrot hat ungefähr ein Drittel weniger.

Wo kaufen, wie aufbewahren?

Falls Sie eine Bäckerei kennen, die nach alten Rezepten backt, sollten Sie dort Stammkunde werden. Brot aus Fertigteig kann frisch zwar durchaus gut schmecken. Meist verliert es sein Aroma aber schon bald. Früher war Geschmackstreue wichtiger als heute, weil nicht jeden Tag gebacken wurde. Ideal zur Aufbewahrung ist ein Topf aus Steingut (regelmäßig auswaschen und dann gut trocknen lassen). Der kann Feuchtigkeit aufnehmen und abtransportieren. Im Kühlschrank schimmelt Brot später, wird aber schneller hart.

So gesund ist Vollkorn wirklich
Vollkorn ist gesund. Aber wieso eigentlich? Wir klären auf und geben Tipps, in welchem Maße Vollkornprodukte zu einer ausgewogenen Ernährung dazu gehören.
Weiterlesen
Lade weitere Inhalte ...