Wirkstoffe Hautcremes Inhaltsstoffe in Kosmetik

Immer mehr Tiegel und Tuben enthalten jede Menge Inhaltsstoffe, Konservierungsstoffe und auch Duftstoffe, die man als Verbraucher meist gar nicht kennt und zuordnen kann. Welche Wirkung haben Substanzen wie DMAE, Urea, Retinol und Co. eigentlich? Wissenswertes über die zehn wichtigsten Ingredienzen von Kosmetika lesen Sie hier.

Inhaltsstoffe in Cremes Inhaltsstoffe in Kosmetik © Olga Ryabtsova - iStockphoto

Versetzt mit schädlichen Inhaltsstoffen oder genau die richtige Pflege für die Haut? Wer vor dem Beauty-Regal in der Drogerie steht, hat die Qual der Wahl. Es gibt nicht nur eine riesige Auswahl an Kosmetik-Produkten, auch die Liste der deklarierten Inhaltsstoffe ist oft lang und unverständlich. Was sind Acetyl-Hexapeptide, Dimethylaminoethanol oder Ascorbic Acid? Giftige Inhaltsstoffe oder harmlose Substanzen? Was hilft bei trockener Haut, Unreinheiten oder Rötungen? Diese Liste zeigt, welche Inhaltsstoffe es in Kosmetika gibt und welche Wirkung sie haben. 

Alpha-Liponsäure

Ein natürlicher Wirkstoff, der vor allem in der Medizin eingesetzt wird, etwa bei Diabetes. In Anti-Aging-Cremes verhindert er vorzeitige Zellalterung und glättet die Konturen.

Retinol

Besser bekannt unter der Bezeichnung Vitamin A1. Der Inhaltsstoff ist in vielen Hautpflegeprodukten dafür verantwortlich, dass Fältchen wieder aufgepolstert werden. Diese Fähigkeit hat Retinol in wissenschaftlichen Studien unter Beweis gestellt. Das Vitamin kurbelt die Kollagenproduktion an, aktiviert zahlreiche Enzyme und kann sogar kleine Sonnenschäden reparieren. Auf der Verpackung ist Vitamin A meist als Retinol, Retinyl oder Retinal deklariert.

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Niacin

Wie Retinol ein Vitamin, und auch hier gibt es mehrere Bezeichnungen: Vitamin B3 oder auch Nikotinsäure. Es sorgt für die Erneuerung der Hautzellen und schützt zugleich vor Feuchtigkeitsverlust. Mit seiner Hilfe beruhigt sich selbst sensible Haut, denn Niacin wirkt mit bei der Bildung von Fetten und Kittsubstanzen (Ceramiden). Bewiesen ist: Ab einer Konzentration von 5 Prozent Vitamin B3 werden Pigmentflecken, Hautverfärbungen und Rötungen gemindert. Kleine Falten glätten sich und Poren werden sichtlich feiner.

Vitamin E

Kein einzelnes Vitamin, sondern ein Sammelbegriff für sogenannte Tocopherole. Es wird aus Pflanzen gewonnen, reguliert Feuchtigkeit und unterstützt die Kollagenproduktion. Dafür brauchen Cremes mindestens zwei Prozent Vitamin E.

Polypeptide

Diese Eiweißketten können in der Natur oder auch im Labor hergestellt werden. Mit ihrer Hilfe läuft die Zellerneuerung der Haut doppelt so schnell, Falten werden von unten aufgepolstert. Auf Creme-Tiegeln werden diese Wirkstoffe als Acetyl-Hexapeptide oder Palmitoyl-Pentapeptide gekennzeichnet. Wirksamkeit und Anti-Age-Effekt steigen im Zusammenspiel mit Zellschützern wie Vitamin A und E.

Vitamin C

Das am besten erforschte Anti-Aging-Vitamin wirkt gleich dreifach gegen vorzeitige Hautalterung: Die Ascorbinsäure (deklariert als Ascorbic Acid oder Ascorbyl) unterstützt die Kollagenbildung, wirkt als Fänger von freien Radikalen und hellt zusätzlich Pigmentflecke auf und strafft die Haut. Das Vitamin zerfällt leicht bei Wärme und Licht, deshalb die Pflegeprodukte am besten im Kühlschrank aufbewahren.

Hyaluronsäure gegen Falten

Chemisch gesehen ist „Hyaluronic Acid“ ein Vielfachzucker, der auch im Bindegewebe vorkommt. Er nimmt Feuchtigkeit wie ein Schwamm auf – die wichtigste Voraussetzung für einen straffen, prallen Teint. Mit dem Alter sinkt der Hyaluronanteil in der Haut immer mehr ab. Studien haben gezeigt, dass sich dies durch Cremes mit sehr feinen Hyaluronsäure-Fragmenten ausgleichen lässt. Messungen ergaben: Die Haut wird bei regelmäßiger Anwendung merklich dicker und das Hautbild ebenmäßiger. 

Phytohormone

Das Hormon Östrogen hält die Haut jung. Mit den Wechseljahren – und sinkendem Östrogenspiegel – verliert sie an Spannkraft. Pflanzliche Hormone aus Soja und Rotklee gleichen dies aus und kurbeln die Zellerneuerung an.

Urea

Urea ist eine organische Verbindung, die als idealer Helfer bei trockener Haut gilt. Urea füllt die körpereigenen Feuchtigkeitsspeicher wieder auf. Ergebnis: schöne Haut und ein pfirsichweicher Teint.  

DMAE

Abkürzung für den Zungenbrecher Dimethylaminoethanol und zuständig für den Schutz der Haut sowie der empfindlichen Nervenzellen vor aggressiven Sauerstoffradikalen. Gewonnen wird der Inhaltsstoff DMAE aus Fisch, zum Beispiel aus Lachs und Sardinen. Studien belegen: Die Lebensdauer menschlicher Zellen lässt sich durch DMAE um bis zu 50 Prozent verlängern. Der Teint profitiert von Produkten, die mindestens drei Prozent DMAE enthalten: Die Haut hat sichtbar weniger Falten und die Kontur ist gefestigt. 

Hier finden Sie weitere Tipps und Tricks zum Thema Hautpflege.

Fünf schädliche Inhaltsstoffe in Kosmetika

Eingesetzt als Konservierungsmittel in Kosmetik-Produkten wie Cremes, Make-up, Lippenstifte, Seifen und auch Shampoos sollen Parabene nicht nur haltbar machen, sondern auch hormonell wirksam sein. Parabene können sich im Körper ablagern und die Aktivität der körpereigenen Enzyme blockieren, wodurch Krankheiten wie Diabetes, Unfruchtbarkeit und das Krebsrisiko begünstigt werden können. Auch Allergien können durch Parabene ausgelöst werden.

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Diese Pflege sorgt für weiche Lippen - ganz ohne chemischen UV-Filter. 

Finger weg von Bezophenone, Ethylhexil und Methoxycinnamate, auch deklariert als 4-Methylbenzylidencampher, Octyl-Methoxycinnamat, Oxybenzon oder Homosalate. Diese Stoffe sind chemische UV-Filter und verantwortlich für unschöne Rötungen und Allergien, sie fördern aber auch das Krebsrisiko, schädigen die Körperzellen und stören den Hormonhaushalt.  Enthalten sind diese Stoffe in Sonnencremes, Lippenpflege und Make-up. 

PEG-Derivate werden als Emulatoren in der Kosmetik verwendet. In Shampoos, Seifen und Zahnpasta begünstigen sie Allergien und gelten sogar als Krebsauslöser. Achten Sie auf die Endung -eth oder PEG.

Aluminum sind vor allem in Deos enthalten. Es reduziert die Schweißbildung und verschließt die Poren. Aluminum ist extrem giftig und dadurch krebserregend und allergieauslösend. Produkte sind meistens eindeutig mit "Aluminum" gekennzeichnet.

Silikone sind synthetische Stoffe, die in Shampoos und Haar-Spülungen, aber auch in Anti-Aging-Cremes enthalten sind. In Cremes sorgen Silikone für eine Verstopfung der Poren und hinterlassen einen unschön Talg auf der Haut. Sie können außerdem allergieauslösend wirken. Achten Sie auf die Endungen bzw. Zusätze "-icone" oder "-iloxane".