Bienenkosmetik und Bienenprodukte Schön mit Propolis, Gelée Royale, Bienenwachs & Honig

Kosmetikprodukte mit dem Besten der Bienen hat es in sich und wird gerade von der Forschung wiederentdeckt. Wir sagen, warum Propolis, Gelée Royale, Bienenwachs & Honig für unsere Schönheit so begehrt sind.

Bienenkosmetik Schön mit Propolis, Gelée Royale, Bienenwachs & Honig © adobestock

Artikelinhalt Bienenkosmetik: Schön mit Propolis, Gelée Royale, Bienenwachs & Honig

1. Propolis
2. Bienenhonig
3. Gelée Royale
4. Bienenwachs
5. Bienenpollen
6. Die Bienenretter

Propolis: ein natürliches Antibiotikum

Das reine Naturprodukt wird von den Bienen aus Baumharz, Wachs, Pollen und eigenen Sekreten hergestellt. Sie verwenden es als klebrige Bausubstanz, um Risse im Stock abzudichten, und zur Keimabwehr. Wissenschaftliche Studien haben gezeigt: Propolis wirkt antibakteriell, antiviral und sogar wie ein natürliches Antibiotikum.
 In der Kosmetik wird dieser gesundheitsfördernde Wirkstoff als sanftes Konservierungsmittel eingesetzt, aber auch als Zusatz in Cremes für sensible Hauttypen. 

Bienenhonig: Das schmeckt der Haut 

Ein echter Allrounder und ein kostbarer Rohstoff: Honig steckt in Bädern, Körperölen und -lotions, Masken, Lippenpflegestiften und sogar Düften. Und natürlick kann man sich mit Honig Gesichtsmasken selber machen. Sein hoher Zuckergehalt bindet Feuchtigkeit. Sekundäre Pflanzenstoffe (Polyphenole) wirken als Radikalfänger und verzögern so die Hautalterung. Im Honig enthaltene Enzyme produzieren eine Art desinfizierenden Stoff, dadurch wirkt er entzündungshemmend. Weil so viele Stoffe, die als natürliche Konservierung dienen,
 drin sind, ist er praktisch unbegrenzt haltbar. Tipp: Für den Verzehr oder Herstellung von eigener Kosmetik möglichst unbelasteten Honig kaufen, denn der ist gesünder.

Gelée Royale: Powerstoff von innen und außen 

Wie wird eine Biene zur Königin? Ganz einfach durch das Powerfutter Gelée royale, das junge Arbeitsbienen in ihren Futterdrüsen für die Chefin produzieren. So wird sie nicht nur größer als ihre Artgenossen, sondern lebt auch 60-mal länger. Die Inhaltsstoffe sind noch nicht alle entschlüsselt. Vitamine, Mineralstoffe, Glukose und Fruktose, Proteine, Fette und essenzielle Säuren sind bekannt. Der Beauty-Mix wirkt von innen und außen, verlangsamt Alterungsprozesse, stärkt das Immunsystem und fördert die optimale Nährstoffversorgung. 

Bienenwachs: Ein vielseitiger Softie 

Die Waben im Bienenstock herzustellen erfordert viel Energie und Kraft. Deswegen erhöhen die Baubienen ihren Fettstoffwechsel, indem sie erheblich mehr verzehren als sonst: Für ein Kilo Wachs brauchen sie zehn Kilo Honig. Aus acht Drüsen am Hinterleib wird das Wachs stetig gepresst und zu Waben verarbeitet. Es besteht aus über 300 wertvollen Substanzen, darunter Propolis, Pollen und Honigrückstände, die die Barrierefunktion der Haut stärken. Durch den hohen Vitamin-A-Gehalt unterstützt Bienenwachs die Zellregeneration. Wegen seiner antibakteriellen Wirkung sind Cremes, Badezusätze und sogar Lippenstifte selbst für sensible Hauttypen geeignet. 

Bienenpollen: Hochgenuss für Haut und Haar 

Der Blütenstaub, den die Bienen mit ihren Beinen von den Blumen sammeln, besteht aus winzigen Pollen, die mit Nektar und Speichel verknetet werden. Power-Nahrung für die Nachkommen, die es in sich hat: Eiweiß, Zink und Eisen, die Vitamine B, C, D, E, Aminosäuren und Antioxidantien. Davon profitieren Haut und Haare am besten, wenn man die Bienenpollen als Granulat täglich einnimmt, denn sie versorgen von innen mit allen wichtigen Nährstoffen. In etwas Flüssigkeit auflösen und trinken: die perfekte Anti-Aging-Ergänzung zu Seren und Cremes. 

Die Bienenretter

Für die innere und äußere Anwendung nutzt der Mensch wertvollen Honig, Propolis oder andere Bienenprodukte schon seit Jahrtausenden. Angesichts des Bienensterbens darf man sich Gedanken machen, ob man Kosmetikprodukte mit dem Besten der Bienen verwenden möchte oder sollte. Wir Deutschen sind immerhin auch Weltmeister im Honigverzehr. Lange wurde von einem rätselhaften Sterben der für unser Ökosystem so wichtigen Tierchen gesprochen: Pestizide stehen unter Verdacht genauso wie Parasiten – es gibt verschiedene Ansatzpunkte. Mehr davon: Die Bienenretter haben sich mit ihrem Projekt Stadtimkerei Nachhaltigkeit auf die Fahnen geschrieben. Neben der städtischen Ansiedlung von Bienen steht Nachhaltigkeitsbildung auf ihrem Programm. Bienenfreunde können mit einer Patenschaft Unterstützungsarbeit leisten.