20 Tipps für mehr Energie

20 Tipps für mehr Energie

Abschalten und Tee trinken – zwei kleine Schritte zum großen Sprung. Denn Kraft tankt man am besten mit einfachen Mitteln. 20 Tipps.

Energie für Körper & Seele
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20 Tipps für mehr Energie

Manche Menschen hüpfen morgens voller Elan aus dem Bett. Sie sind sofort fröhlich, den ganzen Tag aktiv, packen alles tatkräftig an. Glückskinder mit erhöhtem Serotonin-Pegel, so scheint es. Die meisten von uns können mit solchen Energiebündeln kaum mithalten. Wie schaffen die das bloß?, fragt man sich. Hier kommen die Antworten. Drei Experten verraten, was Körper und Seele neuen Schwung bringt.

1. RICHTIG RUHEN

„Der ganz normale Schlaf in der Nacht ist die Basis,auf der unsere Fitness aufbaut“, sagt Professor Jürgen Zulley. „Kein einziger Muntermacher wird fruchten, wenn Sie diese Basis ignorieren.“ Rund sieben Stunden reichen in der Regel aus. Wer schlecht schläft, sollte feste Zubettgeh-Zeiten einhalten, das

Zimmer nicht über 18 Grad erwärmen und Lärmquellen abschalten.

2. REGELMÄSSIG LEBEN

Die Vorteile der „festen Zeiten“ gelten nicht nur fürs Schlafen. „Grundsätzlich hilft jede regelmäßige Zeitstruktur, den 24-Stunden- Rhythmus einzuhalten, jede Abweichung hingegen bringt uns aus dem Takt. Und das kostet Energie“, sagt Jürgen Zulley.

3. DIE INNERE UHR BEACHTEN

Viele halten ihn für einen Mythos, doch laut Schlafforscher Zulley ist an der Existenz des Biorhythmus nicht zu rütteln. „Jeder Mensch hat einen“, sagt er. Untersuchungen haben gezeigt: „Vor allem mittags, aber auch morgens gegen neun und abends gegen fünf sind viele leistungstechnisch auf dem Tiefpunkt.“ Wer dagegen ankämpft, verlängert die Trägheit nur. Besser ist es, das Tief anzunehmen und eine Pause einzulegen. „Die macht Sie schneller wieder fit“, so Zulley.

4. KURZ MAL ABSCHALTEN

Nicht nur die Tages-Tiefs sollten Anlass für Zwischenstopps sein. „Am besten macht man alle anderthalb Stunden fünf bis zehn Minuten eine Pause“, sagt Jürgen Zulley. Den Geist erfrischt diese Unterbrechung aber nur, wenn man richtig abschaltet. „Gehen Sie um den Block, lenken Sie Ihre Aufmerksamkeit auf etwas anderes“, rät Professorin Christine Kühner.

Tee, Koffein und Salze


5. TEE TRINKEN

Die richtige Tasse Tee wirktWunder, weiß Heilpraktikerin Ingrid Kraaz von Rohr. Ihre Favoriten: Isländisch Moos (2 EL auf 0,2 l Wasser) – „hilft super bei Erschöpfung“. Bockshornklee (1 TL) – „bei zu viel Arbeit“. Pfefferminze (2 TL) – „vertreibt das Tief nach dem Essen“. Lassen Sie den Tee 10 Minuten ziehen. Alle Zutaten erhalten Sie in Apotheken oder Reformhäusern.

6. KOFFEIN GEZIELT NUTZEN

Kaffee macht zwar wach, aber „Koffein wirkt erst nach etwa zwanzig Minuten“, so Professor Zulley. Wer das weiß, kann die Wirkung gezielter einplanen. Vorsicht: Zu viel belastet das Herz, macht nervös.

7. FRISCHE EINATMEN

Vielen reicht schon der Duft von Kaffee, um den Geist wachzukitzeln. Doch auch andere Aromen wirken wie Frische-Lieferanten. „Die besten Fitmacher sind Zitrone und Orange, außerdem Rosmarin, Basilikum und Pfefferminze“, erklärt Ingrid Kraaz von Rohr. Anwendung: Je einen Tropfen Öl in die Wasserschale einer Duftlampe geben. Verwenden Sie nur naturreines Öl (erhältlich im Reformhaus oder in der Apotheke).

8. SALZE AUFLÖSEN

Auch Schüßler-Salze (Apotheke) füllen leere Akkus auf. „Wenn Sie morgens nicht in die Gänge kommen, nehmen Sie Ferrum phosphoricum D12“, rät Kraaz von Rohr. Anwendung: Bis zu sieben Tabletten im Mund zergehen lassen oder aufgelöst in einem Glas Wasser trinken. „Bei nervlicher Belastung tut Kalium phosphoricum D6 gut.“

9. STRESS ABBAUEN

Ein häufiger Grund für Erschöpfung ist die Tatsache, dass wir uns so leicht stressen lassen: Ständig gibt’s zu viel zu tun, nie ist alles erledigt. Wen das zu sehr belastet, sollte eine Entspannungstechnik wie progressive Muskelrelaxation oder autogenes Training lernen. Fragen Sie Ihre Kasse nach Kursen.

Bewegung, Freizeit und Licht


10. MIT SPASS BEWEGEN

„Auch Sport eignet sich ideal zur Stressbewältigung“, erklärt die Psychologin Christine Kühner. Allerdings gilt das nur, wenn man sich dabei nicht unter Leistungsdruck setzt. „Sport muss Spaß machen, sonst hilft er Ihnen nicht.“

11. FREIZEIT GENIESSEN

Überhaupt: Spaß haben! Das klingt oberflächlich, ist aber wichtig. „Dass man sich ausgelaugt fühlt, liegt oft daran, dass das Leben nur noch aus Pflichten besteht. Zu viele davon lähmen uns“, sagt Kühner. Damit beginnt ein Teufelskreis: Man arbeitet hart, unternimmt in der Freizeit nichts mehr, wird antriebslos. „Halten Sie sich einen Abend pro Woche für schöne Aktivitäten frei“, rät die Psychologin.

12. KONFLIKTE LÖSEN

„Nicht nur zu viele Pflichten, auch Sorgen rauben Energie – zum Beispiel Konflikte mit dem Partner oder bei der Arbeit“, so Kühner. Aber was hilft? Machen Sie sich eine Liste, notieren Sie, was Sie belastet. Gehen Sie die Probleme Stück für Stück an. Wer das allein nicht schafft, sollte sich Unterstützung von Freunden holen.

13. MENSCHEN TREFFEN

Unterstützung – ohnehin ein wichtiges Stichwort, findet Psychologin Kühner. „Pflegen Sie Ihre sozialen Kontakte. Denn wir schöpfen enorm viel Kraft aus positiven Erfahrungen – und diese sind meist geknüpft an schöne Momente, die wir mit anderen teilen. Außerdem können uns andere Menschen aufmuntern, wenn wir durchhängen.“

14. LICHT TANKEN

Die Sonne ist einer unserer wichtigsten Energielieferanten. Zum Vergleich: Ein Sommertag ohne Wölkchen ist etwa 100000 Lux hell. Doch auch ein Spaziergang bei trübem Wetter wirkt: „Dann ist es draußen mit 3000 Lux immer noch deutlich heller als in Wohnungen und Büros, wo oft nur 500 bis 600 Lux erreicht werden“, erklärt Jürgen Zulley. Lichttherapiegeräte mit 2500 Lux (Sanitätsfachgeschäft) helfen bei Erschöpfung.

Blüten, Massagen und Ingwer


15. GEMÜT AUFHELLEN

„Licht wirkt auch, wenn wir es nur einbilden“, sagt Ingrid Kraaz von Rohr. So geht’s: Gemütlich hinsetzen, Augen schließen. Stellen Sie sich nun vor, Sie gucken in eine Lampe oder Kerze. Sogenannte Imaginationen fallen anfangs zwar schwer, aber mit etwas Übung spürt man, wie erfrischend so Licht-Meditation wirkt.

16. BLÜTEN NUTZEN

Die Heilpraktikerin setzt gern auch Bach-Blüten (Apotheke) sanfte Fitmacher ein: „Das Mittel ,Horn-Beam‘ ist ideal, wenn man die Anforderungen des Tages zu große Belastung wahrnimmt, ,Wild Oat‘ nimmt man, wenn man nicht weiß, wie’s weitergehen und sich deshalb wie gelähmt fühlt.“ Anwendung: Je drei Tropfen mit einem Glas Wasser mischen, über den Tag verteilt trinken.

17. WACHKLOPFEN

Am Ende des Schlüsselbeins, unter der Einbuchtung am Hals, befindet sich die Thymusdrüse. „Wenn auf dieser Stelle 30 Sekunden mit den Fingern sanft ,trommeln‘, aktivieren Sie Ihre Energiereserven“, weiß Kraaz von Rohr.

18. PUNKTE MASSIEREN

Auch bei der Akupressur geht um Punkte, die fit machen sollen. Vier Übungen stellen wir im Kasten auf der rechten Seite vor.

19. INGWER ERHITZEN

Noch ein Tipp: „Ingwer ist ein prima Muntermacher“, so Kraaz Rohr. Ein bisschen geriebenen Ing wer in 0,2 l Wasser aufkochen, abseihen. Kandis und Milch hinzugeben, das nimmt die Schärfe.

20. IDEALE LOSLASSEN

„Man muss sich aber auch von falschen Idealen befreien“, so Professor Zulley, „auch das ist ein wichtiger Tipp. Denn man kann nicht dauerhaft in Topform sein.“ Körper und Seele müssen mal verschnaufen – das ist unvermeidlich.

Unsere Energie-Experten...

…wissen, warum wir uns manchmal so schlapp fühlen – und was am besten dagegen hilft

PROFESSOR DR. CHRISTINE KÜHNER Die Psychologin arbeitet am Zentralinstitut für Seelische Gesundheit in Mannheim.

PROFESSOR DR. JÜRGEN ZULLEY Deutschlands berühmtester Schlafforscher leitet das Schlafmedizinische Zentrum der Klinik in Regensburg.

INGRID KRAAZ VON ROHR Die Heilpraktikerin und Buch-Autorin hat eine naturheilkundliche Praxis in München- Grünwald.

Unsere Buchtipps

  • "WACH UND FIT“ Von Jürgen Zulley und Barbara Knab (Mabuse Verlag, 12,90 Euro): Liefert viele Tipps, was man gegen Müdigkeit und Erschöpfung tun kann, das Thema Schlaf steht dabei im Vordergrund.
  • „DIE RICHTIGE SCHWINGUNG HEILT“ von Ingrid Kraaz von Rohr (Arkana, 14 Euro): Erklärt, wie man mit den energetischen Schwingungen von Schüßler- Salzen, Bach- Blüten und Farben viele Beschwerden lindern kann.
  • „YOGA. MEHR ENERGIE UND RUHE“ von Anna Trökes (Gräfe und Unzer, Mit CD, 16,90 Euro): Enthält Yoga-Übungen, mit denen man Schwung für den Tag sammelt oder nach Feierabend zur Ruhe kommt.

Heilmethode: Akkupressur

Sie ist einfach anwendbar und hat sich bewährt: die chinesische Heilmethode Akupressur. Diese Übungen bringen unseren Energiehaushalt ins Gleichgewicht

  • MITTELFINGER-MASSAGE An den beiden Seiten des Mittelfingers von der Spitze Richtung Handfläche streichen. Etwa 30-mal wiederholen, sowohl an der linken als auch an der rechten Hand. Die Übung hilft, wenn man sich wegen niedrigen Blutdrucks müde und antriebslos fühlt.
  • HANDGELENKS-PUNKT Auf der Handgelenkslinie unter dem Daumenballen sitzt ein Punkt, der „Große Stockung“ genannt wird. Um die Energie wieder ins Fließen zu bringen (auch bei niedrigem Blutdruck), sollte man ihn bis zu 5 Minuten lang mit mittelstarkem Druck massieren.
  • KLEIN-FINGER-GELENK Direkt in der Furche des ersten Gelenks am kleinen Finger sitzt ein Spezialpunkt, der bei Müdigkeit aktiviert werden kann. Dazu kräftig drücken, eventuell auch mit dem Daumennagel. Nach spätestens einer halben Minute sollte man aber loslassen.
  • NAGELBETT-PUNKTE Am Mittel-und am kleinen Finger befinden sich seitlich vom Nagelbett (im sogenannten Nagelfalzwinkel) zwei Punkte, die unsere Kraftreserven mobilisieren. Bis zu 5 Minuten leicht kreisend drücken.


Noch mehr Infos und Übungen gibt es in dem Buch „Akupressur“ von Franz Wagner (Gräfe und Unzer, 12,90 Euro). Darin finden Sie zahlreiche Selbsthilfe-Übungen gegen verschiedenste Beschwerden.

Eine Wahrheit, die wir nur ungern weitersagen: Große Handtaschen können Kopf-, Nacken- und Schulterschmerzen auslösen. So steuern Sie gegen.
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