21. Mai 2021
Wildcampen in Deutschland: Was ist erlaubt?

Wildcampen in Deutschland: Was ist erlaubt?

In der wilden Natur zu campen ist ganz schön verlockend. Doch darf man das überhaupt oder gibt es sogar Alternativen? Hier verraten wir Ihnen, wie Sie die Natur in vollen Zügen genießen können!

Endlich den Stress hinter sich lassen und zur Ruhe kommen. Das geht natürlich am besten in der Natur. Gerade beim Campen wollen wir natürlich so viel Grün wie nur möglich um uns haben. Das Lager einfach dort aufschlagen, wo es Ihnen auf Ihrer Reise gerade gefällt? Sollten Sie aber trotzdem nicht. Denn sogenanntes "Wildcampen" ist in Deutschland ein echtes Problem, das Sie noch dazu in ziemliche Schwierigkeiten bringen kann. 

Wildcampen in Deutschland: Was ist erlaubt?

Ist Wildcampen in Deutschland erlaubt?

Während Sie in Skandinavien fast überall Ihr Nachtlager aufschlagen dürfen, sieht das in Deutschland schon wieder ganz anders aus. Und zwar von Bundesland zu Bundesland ein wenig anders. Bevor Sie sich also entscheiden, Ihr Zelt einfach irgendwo aufzubauen, sollten Sie sich unbedingt über die aktuelle Rechtslage informieren. Ansonsten kann das ganz schön teuer werden. Stellen Sie Ihr Zelt oder Ihren Wohnwagen in Brandenburg an einem verbotenen Ort auf, kann ein Bußgeld von bis zu 500 Euro drohen. Beim Campen in einem Naturschutzgebiet in Mecklenburg-Vorpommern können Sie sogar mit bis zu 5.000 Euro rechnen. Ob mit Zelt oder Wohnmobil - generell ist wildes Campen in Deutschland nur an speziell gekennzeichneten Plätzen gestattet.

Darf ich im Wald zelten?

Auch vom Zelten im Wald oder Naturschutzgebiet sollten Sie lieber absehen. Die unberührte Natur und Ruhe laden dazu zwar ein. Doch auch hier greifen die Gesetze der einzelnen Bundesländer sowie das Bundeswaldgesetz. Gehört der Wald beispielsweise einer Privatperson, befinden Sie sich ohnehin auf einem Grundstück, das ohne Genehmigung gar nicht betreten werden darf. Gleiches gilt auch für das Verlassen ausgewiesener Wege im Wald. In manchen Bundesländern ist dies verboten. Entweder, weil dort unbekannte Gefahren lauern oder Tiere und Pflanzen gestört bzw. zerstört werden könnten. 

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Und wie sieht es mit dem Biwakieren aus?

Biwakieren bezeichnet das Schlafen unter freiem Himmel ohne Zelt. Draußen schlafen ist also nicht gleich draußen schlafen. Die Rechtslage ist schwammig, da es keine ausdrückliche Regelung im Gesetz gibt, die das Biwakieren verbietet. Dennoch (und um größeren Ärger zu vermeiden) sollten Sie sich auch beim Biwakieren an der Gesetzeslage orientieren, die für das Wildcampen gilt.

Gibt es Alternativen?

Auch wenn Sie Ihr Lager vielleicht nicht dort aufschlagen können, wo Sie möchten. In Deutschland gibt es viele Campingplätze, die sich durch eine besonders naturnahe Atmosphäre auszeichnen. Das Naturcamping Vulkaneifel in Rheinland-Pfalz liegt beispielsweise im Landschaftsschutzgebiet der Vulkaneifel. Umbringt von alten Obstbäumen und in unmittelbarer Nähe zum Wald, können Sie die Natur an diesem idyllischen Ort in vollen Zügen genießen. Sie interessieren sich für naturnahe Campingplätze in Europa? Die 5 schönsten von Portugal bis Island finden Sie hier>>

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