Verschwendung von Lebensmitteln

Verschwendung von Lebensmitteln

Das Thema Lebensmittelverschwendung in Deutschland ist in aller Munde und es betrifft uns alle. Die gute Nachricht ist, jeder kann mit einfachen Mitteln und Tricks die Ursachen unnötiger Verschwendung verstehen und seinen Umgang mit Lebensmitteln und Resten verändern.

Lebensmittel wegwerfen
© Toppits Save Food
Verschwendung von Lebensmitteln

Die Save Food Studie von Toppits* zeigt: In europäischen Privathaushalten landet circa jeder fünfte Lebensmitteleinkauf im Müll – in Deutschland sind es konkret 21 Prozent. Das entspricht einer Gesamtmenge von 6,6 Millionen Tonnen Nahrungsmitteln jährlich. Umgerechnet sind das im Schnitt 80 kg Lebensmittelabfälle pro Kopf. Den größten Teil entsorgen dabei die 20 bis 29-jährigen mit überdurchschnittlich 108 kg pro Person. Die Generation 50+ hingegen erzielt mit 56,8 kg pro Kopf das beste Ergebnis im Umgang mit ihren Einkäufen. Die Studie zeigt auch, dass 70 Prozent aller Deutschen glauben, dass eine bessere Einkaufsplanung helfen würde, die Lebensmittelverschwendung zu reduzieren; etwa die Hälfte aller Befragten wünscht sich darüber hinaus konkrete Tipps zur optimalen Lagerung von Nahrungsmitteln.

Knapp die Hälfte aller entsorgten Lebensmittel sind Obst- und Gemüseprodukte. Mit einem Anteil von knapp 20 Prozent landen in dieser Kategorie besonders häufig Zitrusfrüchte wie Orangen, Mandarinen und Zitronen im Abfall. Die Spitzenreiter in anderen Rubriken sind Geflügel, Eier, Brot und Nudeln.

Zentrale Erkenntnisse zu Lebensmittelabfällen in Deutschland

  • Prozentualer Anteil an Lebensmittelabfällen pro Jahr: Deutsche Verbraucher werfen 21 Prozent der von ihnen gekauften Lebensmittel weg.
  • Gesamtmenge an Lebensmittelabfällen pro Jahr in Euro: Deutsche Haushalte entsorgen jedes Jahr Lebensmittel im Wert von 25 Milliarden Euro.
  • Gesamtmenge an Lebensmittelabfällen in Kilo / Tonnen: In Deutschland werden 6,6 Millionen Tonnen Lebensmittel pro Jahr weggeworfen. Lebensmittelabfälle pro Kopf in kg: Mit circa. 80 kg entsorgt jeder Deutsche jährlich im Durchschnitt Lebensmittel etwa in der Höhe des eigenen Körpergewichts.
  • Anteil der vermeidbaren Lebensmittelabfälle: Durchschnittlich könnten 59 Prozent der Lebensmittelabfälle in Deutschland vor der Entsorgung bewahrt werden. Mit anderen Worten: Bei besserer Planung und Aufbewahrung hätten diese Lebensmittel verzehrt werden können und wären somit der Entsorgung auf dem Abfall entgangen.
  • Unterschätzung der tatsächlichen Lebensmittelabfälle: Die Deutschen schätzen den Anteil der von ihnen weggeworfenen Nahrungsmittel auf magere 6 Prozent, dabei wandern in Wahrheit 21 Prozent der in Deutschland erworbenen Lebensmittel in den Abfall.
  • Bereitschaft zur Verhaltensänderung: Mehr als 90 Prozent aller Befragten stimmen darin überein, dass ein bewusster Umgang mit Lebensmitteln auf Verbraucherseite dazu beitragen kann, das Aufkommen an vermeidbarem Lebensmittelabfall zu reduzieren.

Die häufigsten Gründe für Lebensmittelverschwendung

  • Die häufigsten Gründe für die Verschwendung von Lebensmitteln sind falsche Planung von Einkäufen und Mahlzeiten sowie falsche Lagerung von Lebensmitteln.
  • Über zwei Drittel der Verbraucher planen Mahlzeiten, z. B. der kommende Woche, nicht im Voraus, sodass es leicht zu ungeplanten „Genuss“-Einkäufen kommt.
  • Zuhause angelangt werden viele Lebensmittel dann einfach nicht korrekt gelagert, sodass frische Produkte noch vor ihrem eigentlichen Mindesthaltbarkeitsdatum unansehnlich werden, verderben und nicht mehr genießbar sind.

Tipps & Tricks zur Planung von Mahlzeiten

Permanent eine Einkaufsliste führen

Gerade den letzten Schluck Milch verbraucht? Dann am besten sofort eine neue Einkaufsliste erstellen und diese über die Woche hinweg weiterführen. So steht man im Supermarkt nicht ratlos vor den Regalen, sondern erinnert sich daran, was im Haushalt fehlt.

Vorsicht mit den Wünschen der Kinder

Viele Supermärkte sind so konzipiert, dass sie vor allem Kinder ansprechen – und diese haben meist viel auf ihrer Wunschliste. Wer gelegentlich die Möglichkeit hat, alleine einzukaufen, ist häufig effizienter und es landen nur die Dinge im Einkaufswagen, die auch auf der Einkaufliste stehen. Auch, wenn der Nachwuchs sich immer über eine kleine Überraschung freut…

Wissen, wie viel die Familie wirklich isst

Wenn häufig halbleere Teller abgeräumt werden, ist es ratsam, von Anfang an weniger zuzubereiten. Es hilft, darauf zu achten, wie viel jedes Familienmitglied isst. So fällt die Mengenplanung leichter. Das spart nicht nur Geld, sondern reduziert auch den Lebensmittelabfall.

Menüs mit schnell verderblichen Lebensmitteln zuerst einplanen

Tomaten, Brokkoli, Spargel und Pilze sind Gemüsesorten, die schnell reifen und leichter verderben. Paprika, Kürbis, Spinat und die meisten Salatsorten hingegen halten sich länger. Für eine besonders lange Lagerung eignen sich Wurzelgemüse wie Zwiebeln, Möhren, Kartoffeln und Knoblauch. Produkt-Tipp: Durch die Poren im Toppits Aroma-Frischebeutel wird eine optimale Atmosphäre im Beutelinneren geschaffen, sodass Obst und Gemüse besonders frisch und knackig bleiben. So aufbewahrt, verlängert sich nicht nur die Haltbarkeit der Produkte bis um das Dreifache, auch der Geschmack bleibt optimal erhalten. Das gilt auch für besonders sensible Gemüsesorten wie Spinat oder Kräuter.

Einmal gekocht….

Einen Speiseplan für die kommende Woche anlegen Es ist um vieles einfacher, den Speiseplan der kommenden Woche an einem ruhigen Sonntagnachmittag zu erstellen als in der hektischen Arbeitswoche. So können Zutaten sorgfältig bedacht und die Menge der nötigen Lebensmittel genau kalkuliert werden. Sind am Ende der Woche noch Zutaten oder Reste übrig, können diese in den Speiseplan der kommenden Woche mit eingeplant werden, um unnötige Lebensmittelabfälle zu vermeiden. Auch ein zusätzlicher Blick auf die kontinuierlich geführte Einkaufliste hilft bei der Essensplanung.

Einen Speiseplan für die kommende Woche anlegen

Es ist um vieles einfacher, den Speiseplan der kommenden Woche an einem ruhigen Sonntagnachmittag zu erstellen als in der hektischen Arbeitswoche. So können Zutaten sorgfältig bedacht und die Menge der nötigen Lebensmittel genau kalkuliert werden. Sind am Ende der Woche noch Zutaten oder Reste übrig, können diese in den Speiseplan der kommenden Woche mit eingeplant werden, um unnötige Lebensmittelabfälle zu vermeiden. Auch ein zusätzlicher Blick auf die kontinuierlich geführte Einkaufliste hilft bei der Essensplanung.

Tipps & Tricks zur Aufbewahrung von Lebensmitteln

Vorrangig schnell verderbliche Lebensmittel im Kühlschrank aufbewahren

Der Balkon oder ein ungeheizter Keller sind geeignete Orte, um Eier, Wurzelgemüse und verschiedene Kohlsorten zu lagern. So ist nicht nur mehr Platz im Kühlschrank, es wird zusätzlich Energie gespart, da weniger Lebensmittel elektrisch gekühlt werden.

Kartoffeln, Zwiebeln und Knoblauch mögen’s dunkel

Dieses Gemüse benötigt keine Kühle, um frisch zu bleiben. Wichtig hingegen ist die Aufbewahrung im Dunkeln, z. B. im Keller oder im Vorratsschrank: Das fehlende Tageslicht verhindert das frühzeitige Austreiben von Wurzeln.

Früchte und Gemüse separat aufbewahren

Viele Fruchtsorten geben das Gas Ethylen ab, das den Reifeprozess der Lebensmittel vorantreibt, die unmittelbar in der Nähe gelagert werden. Äpfel, Avocados, Bananen oder auch Maracujas sollten daher separat gelagert werden, z. B. in einer Extra-Schale.

Fleisch marinieren

Fleischsorten wie Rind und Huhn halten sich mariniert und in Frischhaltebeuteln verschlossen bis zu mehreren Tagen frisch. Wichtig: Die Marinade sollte natriumlastig sein oder mit Salz angereichert werden. So wird das Fleisch besonders gut vor Bakterien geschützt. Übrigens: Bevor Fleisch im Kühlschrank aufbewahrt werden konnte, wurde es über längere Zeiträume in Salz gelagert. Zum Konservieren und Trocknen von Fleisch wird auch heute noch Salz und Natrium verwendet.

Eier mit der spitzeren Seite nach unten lagern

So aufbewahrt, entsteht eine kleine Luftblase an der Oberseite des Eies, die dafür sorgt, dass das Eigelb in der Mitte bleibt, umgeben von dem Eiweiß, das es frisch hält.

Gefrierbeutel vor dem Verstauen beschriften

Vor der Lagerung im Keller oder im Gefrierschrank ist es ratsam, mit einem Tiefkühl-Marker (z. B. von edding) das Einfrierdatum auf dem Gefrierbeutel zu schreiben. So können die Produkte zuerst verwendet werden, die zuerst eingefroren wurden, bevor sie halbaufgetaut im Abfall landen. Für eine schnelle Zubereitung zu einem späteren Zeitpunkt ist es hilfreich, Inhalt und eigene Kochtipps und Kombinationsmöglichkeiten auf dem Beutel zu notieren.

Wissen, welche Produkte nicht im Kühlschrank aufbewahrt werden

Einige Obst- und Gemüsesorten verlieren bei der Lagerung im Kühlschrank schnell an Geschmack und Konsistenz. Für den Erhalt optimalen Geschmacks sollten z. B. Tomaten, Kartoffeln, Zwiebeln, Kürbis, Bananen, Melonen und Limonen bei Zimmertemperatur aufbewahrt werden.

Tipps & Tricks für die Resteküche

Altes Brot auffrischen

Wenn Brot trocken aber noch nicht hart ist, einfach die Oberfläche mit etwas Wasser beträufeln und für ein paar Minuten in den Ofen schieben. Nach dem Herausnehmen istes fast so frisch wie gerade erst beim Bäcker gekauft.

Brotkrumen zum Selbermachen

Brot, dass nicht nur trocken, sondern bereits hart ist, kann dennoch für die clevere Resteküche genutzt werden. Übriggebliebene Brotscheiben können zermahlen und in einer nicht abgedeckten Schüssel im Kühlschrank aufbewahrt werden. So werden die kleinen Stücke hart und knusprig. Der Prozess lässt sich beliebig häufig wiederholen, bis ausreichend Brotmasse vorhanden ist, die zu einem feinen Puder zermürbt werden kann. Luftdicht aufbewahrt, kann es nun für das Panieren von Fleisch oder Gemüse verwendet werden. Extra-Tipp: Kleine Stücke von dunklem Brot, wie z. B. Vollkorn- und Schwarzbrot oder Pumpernickel, lassen sich – mit Zucker vermengt – als hausgemachte „Crunchys“ unter den Joghurt mischen.

Ein wöchentliches Reste-Gericht planen

Ein Abendbrot in der Woche (z. B. Donnerstag) lässt sich garantiert aus den Zutaten zubereiten, die sich im Laufe der Woche im Kühlschrank angehäuft haben und nicht verbraucht wurden. So wird verhindert, dass die Produkte zum „Ladenhüter“ werden und durch die Vielfalt von immer wieder verschiedenen Resten wird zudem die kreative Resteküche angeregt!

Öle mit Gewürzen verfeinern

Aus übriggebliebenen Kräutern und Gewürzen können tolle Öle hergestellt werden. Die Kräuter dafür einfach kurz in kochendes Wasser tunken, um sie zu sterilisieren und anschließend mit Olivenöl in ein Behältnis füllen. Nach ein paar Wochen ist das Öl mit der Würze durchzogen und zwischenzeitlich dekorieren die Gefäße jeden Küchentresen.

Freie Sicht auf alle Nahrungsmittel

Einige Nahrungsmittel müssen schnell verbraucht werden – im Kühlschrank sollten daher keine Lebensmittel die Sicht auf andere verdecken. Es droht die Gefahr, diese beim Kochen zu übersehen und später entsorgen zu müssen.

Süße Soßen aus Marmelade

Marmeladenreste lassen sich optimal zu exzellenten Soßen für Desserts verarbeiten. Einfach etwas heißes Wasser in das Glas gießen und so lange rühren, bis eine glatte und cremige Masse entsteht. Sobald die Flüssigkeit wieder erkaltet ist, eignet sie sich hervorragend als Topping für Eiscreme und Pudding. Eine weitere Möglichkeit ist es, einen Kuchen mit Marmeladenresten zu glasieren und mit Teigkrümeln zu bestreuen.

*Die Toppits® SAVE FOOD Studie ist die erste europäische Studie zum Thema Lebensmittelabfall in Privathaushalten und gibt Einblicke in das Verhalten und die Einstellungen europäischer Verbraucher, wenn es um Lebensmittelverschwendung geht. Die Befragung wurde von Januar bis März 2011 durchgeführt. Mehr Infos auf www.facebook.com/Toppits.de

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